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Derby in Kaisersbach: Aufsteiger empfängt Absteiger

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Marc Folter fehlte den Kaisersbachern in Öhringen. Ob er am Sonntag gegen den SV Breuningsweiler auflaufen kann, ist noch unsicher. © Ralph Steinemann Pressefoto

Noch vor ein paar Wochen trennten SV Kaisersbach und SV Breuningsweiler zwei Ligen, nun treffen sie sie der Fußball-Landesliga aufeinander. Für Drittligist SG Sonnenhof Großaspach geht nach der Länderspielpause der Liga-Alltag mit der Partie gegen Bayern München weiter.

3. Liga

Sonnenhof Großaspach (16. Platz, 7 Punkte) - Bayern München II (15., 7 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Zumindest fürs Selbstvertrauen haben die Aspacher am vergangenen Wochenende etwas tun können. Sie gewann den Drei-Ligen-Cup im eigenen Stadion und bezwangen dabei den VfB Stuttgart (1:0) und SC Austria Lustenau (4:1). Am Samstag geht es wieder um Punkte, die Aspacher brauchen auch hier einen Sieg. Verzichten muss Cheftrainer Oliver Zapel auf Michael Vitzthum (Hüftverletzung), Joel Gerezgiher (im Aufbautraining), Jonas Meiser (Knieverletzung) und Jamil Dem (Oberschenkelverletzung). Auch ein Einsatz von Kai Brünker (Mittelfußprobleme) und Timo Röttger (Wadenverletzung) ist fraglich.

Verbandsliga

SV Fellbach (14. Platz, 4 Punkte) - Calcio LE (10., 7 Punkte; Freitag, 19.30 Uhr). Erster Sieg in der neuen Liga, danach eine Woche frei – da könnte doch Erfolg zwei gleich folgen. Das würde den Fellbachern fürs Erste ein wenig Luft verschaffen.

TSG Backnang (1., 14 Punkte) - VfL Sindelfingen (3., 13 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Und weiter geht es im Reigen der Spitzenspiele. Trotz starker Gegner ist die TSG als einzige Mannschaft noch unbesiegt. Die Sindelfinger aber haben bereits zweimal auswärts zugeschlagen. Zwei Spiele, zwei Siege, 8:5 Tore. Das kontern die Backnanger aber locker mit drei Heimspielsiegen und 13:5 Toren.

Landesliga

TSV Schwaikheim (9., 6 Punkte) - SV Kornwestheim (15., 1 Punkt; Freitag, 19.30 Uhr). Zwei Spiele innerhalb von drei Tagen mussten die Schwaikheimer hinter sich bringen (in Satteldorf und Schornbach). „Das waren zwei schwere Spiele“, sagt Trainer Aleksandar Kalic, „die wir offen gehalten haben.“ Die aber für die Schwaikheimer ohne Punkt endeten. Vor allem dass sein Team in Schornbach leer ausgegangen ist, schmerzt Kalic. „Uns hat ein bisschen das Feuer gefehlt“ zum durchaus möglichen Sieg. Der müsse nun gegen Kornwestheim folgen. Die Gäste sind zwar Vorletzter, ein leichtes Spiel sei dies aber bei weitem nicht. Kalic: „Leichte Spiele gibt es in der Liga nicht.“ Erneut kann er nicht die beste Besetzung aufbieten. Valentin Beier fehlt aus beruflichen Gründen. David Milojkovic (Muskelverhärtung) wird geschont. Dafür ist Kevin Salzmann wieder im Kader, Dennis Solyom hat seine Sperre abgesessen.

SV Kaisersbach (7., 6 Punkte)- SV Breuningsweiler (4., 9 Punkte; Sonntag, 15.30 Uhr). 4:2 gewonnen in Öhringen, Aufsteiger Kaisersbach hält sich hervorragend. Allerdings lag er wieder schnell zurück. Und das, so Trainer Leo Gjini, obwohl die Mannschaft gut begonnen, den Start nicht verschlafen habe. Beide Gegentore resultierten aus Standards. Seine Spieler aber haben „den Kopf nicht hängen lassen“, und aus dem 0:2 ein 4:2 gemacht. Und das, obwohl Gjini kurzfristig auf seine beiden defensiven Mittelfeldspieler Jonas Kugler und Marc Folter hatte verzichten müssen. Sein Team jedoch habe die Umstellungen gut gemeistert. Auch für den kommenden Sonntag sei noch nicht klar, ob beide wieder einsatzfähig sind. Gjini hofft, dass etwas Zählbares in Kaisersbach bleibt. Wenn nicht, sei das kein Beinbruch. Erstes Ziel sei, aus jedem Spiel etwas zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen.

Gästetrainer Toni Guaggenti hat durchaus Respekt vor dem Neuling. „Eine richtig gute Truppe“, sagt er. Eine mit guter Moral und Teamgeist. „Da kann man sich nie sicher sein.“ Er erwartet ein Spiel auf Augenhöhe und hofft, dass die Kaisersbacher nicht ganz so defensiv auftreten wie zuletzt Sindringen. „Die haben Beton angerührt und jeden Angriff mit einem taktischen Foul unterbunden.“ Umso wichtiger sei es gewesen, dass seine Mannschaft mit dem Siegtor in der Nachspielzeit für ihre Geduld belohnt worden sei. Allerdings habe de Partie ihre negative Seite. Tim Wissmann schied früh mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel aus, Justin Eisenmann hat sich das Kreuzband gerissen. „Für ihn tut es mir besonders leid“, sagt Guaggenti. Dass er nicht mehr spielen kann, sei „ein schwerwiegender Ausfall“. Max Brenner fällt auch am Sonntag noch aus, wie lange Lukas Friedrich (Schambeinentzündung) noch fehlen wird, sei völlig ungewiss. Privat verhindert ist Niko Rummel. Wir sind mit der Kamera dabei.

TSV Schornbach (5., 9 Punkte) - TSV Pfedelbach (16., 1 Punkt; Samstag, 14 Uhr). Neun Punkte nach vier Spielen, die Schornbacher können zufrieden sein. Die Mannschaft präsentiert sich anders, besser als in der vergangenen Saison. Das 1:0 gegen Schwaikheim mit einem späten Siegtor, so Spielertrainer Marius Jurczyk, wäre vor einigen Wochen wohl nicht gelungen. Dennoch sei noch lange nichts erreicht. Die Mannschaft müsse weiterhin am Ende jeder Begegnung von sich sagen können: „Wir haben alles für den Erfolg getan.“ Am Samstag nun gegen Pfedelbach. Der TSV ist zwar Letzter, aber bei weitem nicht so schlecht wie das der Tabellenplatz auszusagen scheint. Die Pfedelbacher haben im Pokal Oberligist Ilshofen und Verbandsligist Hollenbach ausgeschaltet – und den TSV Schornbach. Im Schornbacher Team wird Oliver Opel (Achillessehnenprobleme) fehlen, Fabio Romanello ist krank und Jurczyk selbst, der sich gegen Schwaikheim wegen Oberschenkelproblemen vorsorglich ausgewechselte hatte, pausiert voraussichtlich ebenfalls noch.

Germ. Bietigheim (7., Platz, 6 Punkte) - TV Oeffingen (3., 10 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Die Oeffinger zählen weiterhin zu den drei noch unbesiegten Mannschaften. Die Serie könnte die Mannschaft von Haris Krak fortführen. In Bietigheim sollte ein Unentschieden zumindest möglich sein.