Rems-Murr-Sport

Derbytag in der Landesliga

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Falco Frank (links, hier zusammen mit Felix Ohr im Spiel gegen den SV Kornwestheim) hat für den TSV Schwaikheim schon sechsmal getroffen. Gelingt ihm auch am Sonntag gegen Oeffingen ein Tor? © Ralph Steinemann Pressefoto

Zwei Rems-Murr-Derbys stehen auf dem Plan der Fußball-Landesliga. Der TSV Schwaikheim will Platz sechs gegen den TV Oeffingen verteidigen, der TSV Schornbach erwartet den SV Fellbach. Drittligist SG Sonnenhof Großaspach bekommt es mit Rot-Weiß Erfurt zu tun.

3. Liga

SG Sonnenhof Großaspach (6. Platz, 24 Punkte) – FC Rot-Weiß Erfurt (20., 10 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Dreimal in Folge hat die SG gewonnen, am Samstag hat sie Aussichten auf Sieg Nummer vier. Cheftrainer Sascha Hildmann: „Die Tabellensituation des Gegners ist nicht entscheidend. Erfurt hatte in dieser Saison auch viel Pech, deshalb werden wir Rot-Weiß auch keinesfalls unterschätzen.“

Ziel aber sind drei Punkte. Verzichten muss Hildmann – außer auf Sebastian Schiek und Felice Vecchione – auf Özgür Özdemir, der mit einem Muskelfaserriss vermutlich bis zur Winterpause ausfällt.

Oberliga

SV Oberachern 6. Platz, 25 Punkte) – TSG Backnang (11., 19 Punkte; Samstag, 14.30 Uhr). Überraschend deutlich haben sich die Backnanger gegen Pforzheim durchgesetzt, wobei zunächst Torwart Bertram die TSG im Spiel gehalten hatte. Dennoch wird das 5:1 Mut geben. Den braucht die TSG auch. Trotz durchaus guter Punktausbeute trennen den Aufsteiger nur drei Zähler vom ersten Abstiegsplatz.

Und in Oberachern ist nur schwer was zu holen. Der SV ist heimstark (fünf Siege, ein Unentschieden, nur eine Niederlage), die TSG hat auswärts noch nicht viel zustande gebracht (vier Punkte).

Landesliga

SV Breuningsweiler (1. Platz, 31 Punkte) – SV Fellbach (10., 16 Punkte; Samstag, 14 Uhr). 3:4 verloren, ausgerechnet beim Letzten. Auf dem, so SVB-Trainer Hannes Stanke, „unfassbar rutschigen Platz“ in Leingarten aber kam der SVB nicht zurecht. Stanke: „Leingarten hat an dem Tag den Sieg verdient.“

Auch in Breuningsweiler ist der Platz schlecht („Das sind keine Landesligabedingungen“), deshalb weicht der SVB erneut nach Winnenden aus. Vor Gegner SV Fellbach hat Stanke Respekt. „Der hat einen der besten Kader.“ Verliert der SVF aber, kommt er der Abstiegszone erneut recht nahe. Stanke will genau dafür sorgen: drei Punkte für Breuningsweiler und vor allem mal wieder weniger als vier Gegentore bekommen.

TSV Schwaikheim (6. Platz, 20 Punkte) – TV Oeffingen (7., 19 Punkte; Sonntag, 14.30 Uhr). Die zweite Niederlage hintereinander mussten die Schwaikheimer hinnehmen. Schlecht begonnen, noch schlechter weitergemacht und erst in der zweiten Halbzeit einigermaßen ordentlich gespielt, so die Analyse von TSV-Trainer Toni Guaggenti.

„Wir haben alles vermissen lassen, was nötig ist.“ Zudem sei derzeit ein Schwaikheimer Manko, zu einfache Tore zu bekommen. Nun kommt mit dem TV Oeffingen ein Rems-Murr-Kontrahent, gegen den der TSV in der vergangenen Saison leer ausgegangen ist. „Wir wollen zu Hause gewinnen“, sagt Guaggenti.

Immerhin zählen die Schwaikheimer zu den heimstärksten Teams. Oeffingen allerdings hat seine Stärken auswärts. Erst vor einer Woche gelang der erste Heimsieg, der allerdings nach drei Niederlagen in Folge auch bitter nötig war. Im Schwaikheimer Kader wird sich voraussichtlich nichts ändern. Felix Gebhard, der wegen Prüfungen einige Zeit gefehlt hat, ist wieder im Training, genauso Kevin Salzmann. Für das Spiel am Sonntag jedoch sei Salzmann noch keine Option.

TSV Heimerdingen (8., 18 Punkte) – TSV Schornbach (4., 22 Punkte; Sonntag, 14.30 Uhr). Auf tiefem Boden haben die Schornbacher in Fellbach mit 2:1 gewonnen. „Eine Sache des Willens und der Krafteinteilung“, sagt Trainer Giuseppe Greco. Und ein wenig Glück, weil Fellbach seine Chancen nicht nutzte. Im Heimerdingen („Ein sehr erfahrenes Team, ballsicher und zweikampfstark) wird der Siegeswille der Schornbacher noch stärker gefragt sein. „Da sind fußballerische Mittel weniger gefragt.“

Wieder im Kader ist Urlauber Timo Morawietz, von Beginn an wird er aber voraussichtlich nicht auflaufen. Auch Greco selbst hat das nicht vor. Ganz sicher fehlen wird Geo Mahlelis, dessen Knöchelverletzung sich zwar nicht als Bänderriss, aber doch als starke Dehnung herausgestellt hat.