Rems-Murr-Sport

Die Bayern machen's vor: Erfolg ist noch in der letzten Sekunde möglich

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Im Spitzenspiel der Bezirksliga trennten sich der TSV Schornbach und der TSV Schwaikheim 3:3-Unentschieden. Hier wird der Schornbacher Dominik Parham (gelbe Spielkleidung) vom Schwaikheimer Valentin Beier gestört. Torhüter Simon Hieber bereitet sich derweil aufs Eingreifen vor. © Jamuna Siehler

Ein Spiel dauert 90 Minuten? Mindestens. Das haben gerade wieder die Bayern gezeigt – und Juventus Turin musste das schmerzhaft erfahren. Am Wochenende wird das womöglich auch auf das eine oder andere Rems-Murr-Team zutreffen.

Bezirksliga. In der Bezirksliga hat beispielsweise der TSV Schwaikheim am ersten Spieltag schon erfahren müssen, dass Siegtreffer – allerdings in diesem Fall für die Gäste aus Remshalden – auch noch in der 94. Minute fallen können. Den Schwaikheimern hat das gar nicht gutgetan, mittlerweile aber haben sie sich gefangen und sie tragen dazu bei, dass es an der Tabellenspitze so spannend ist. Unten ist es nicht anders, und womöglich bringt jetzt sogar ein Team von unten die Spitzengruppe durcheinander. Eigentlich hat ASGI Schorndorf damit schon begonnen. Mit dem abgeschlagenen Schlusslicht hatte ja nun niemand mehr gerechnet. Doch dann gewannen die Italiener beim Nachbarn SG und trotzten danach gleich noch Meisterschaftsanwärter SV Kaisersbach einen Punkt ab. Folgt nun der nächste Coup beim TSV Schwaikheim? Der aber kann sich keinen Punktverlust leisten – und vorstellbar ist das im Grunde auch nicht. Weitaus eher geht da der TSV Schornbach in Nellmersbach leer aus. Die Nellmersbacher patzen zwar gerne mal auswärts, sind auf eigenem Platz aber konstant.

Freuen würde das Spitzenreiter SV Remshalden, der in Allmersbach klar favorisiert ist und den Vorsprung an der Spitze so sogar ausbauen könnte. Den Remshaldenern am nächsten kommen könnte noch der SV Kaisersbach, der zwei Spiele im Rückstand ist. Die Chance erhält er sich aber nur, wenn er gegen die SG Schorndorf mehr bietet als gegen ASGI.

Am Tabellenende liegen der SV Fellbach II als Vorletzter und der FC Oberrot als Zehnter nur vier Zähler auseinander. Der SV Unterweissach hat sich durch das 1:0 gegen Nellmersbach Luft verschafft, kann sich nun aber beim VfR Murrhardt nicht allzu viel ausrechnen. Viel passieren wird ihm dennoch nicht, da Allmersbach gegen Remshalden Außenseiter und der VfL Winterbach spielfrei ist. Dem SV Fellbach II ist im neuen Jahr auch noch nichts gelungen. Null Punkte trotz einiger Neuzugänge. Nun geht’s zum SC Korb, der zwar gegen die Winterbacher eingegangen ist, in Oberrot jedoch gezeigt hat, dass er zu deutlich mehr imstande ist. Schlechte Aussichten für Fellbach. Schon am Samstag kann sich der TSV Sulzbach-Laufen durch einen Sieg gegen Oberrot von den Gästen – und damit von der abstiegsbedrohten Region – auf acht Punkte absetzen.

Kreisliga A. Der SV Breuningsweiler hat unter der Woche zugeschlagen. Er hat nicht nur das Pokalspiel beim Spitzenreiterkollegen aus der Staffel II, der TSG Backnang II, gewonnen, er hat mit seiner zweiten Mannschaft auch noch den Bezirksligisten SV Unterweissach aus dem Wettbewerb befördert. Beide Male haben 90 Minuten ausgereicht. Am Sonntag ist die Aufgabe vergleichsweise leicht. Zu Gast (auf dem Kunstrasen in Steinach) ist A-I-Schlusslicht SV Hegnach. Dahinter hat sich der TB Beinstein im Kampf um Platz zwei durch das 2:1 im direkten Duell (Tor in der 90. Minute) vom FSV Waiblingen abgesetzt. Die vier Punkte Vorsprung muss er beim VfR Birkmannsweiler verteidigen. Es gibt einfachere Aufgaben. Zum Beispiel die des FSV gegen den SSV Steinach-Reichenbach. Platz vier sollte der TV Stetten im Spiel gegen die SG Weinstadt verteidigen können. Platz fünf spielen SC Urbach und KTSV Hößlinswart im direkten Zweikampf aus. Dabei spricht mehr für die Gastgeber. Am Tabellenende kann Iraklis Waiblingen gegen den SV Hertmannsweiler wichtige Punkte gegen den Abstieg sammeln. Bei einem Sieg wäre er punktgleich mit dem TV Weiler, den dann nur noch das Torverhältnis vor dem Abstiegsrelegationsplatz bewahren würde.

Im Pokal schlecht ausgesehen, aber in der Liga unangefochten: Platz eins in der Staffel II ist an die TSG Backnang vergeben. Die TSG ist diesmal beim TSV Schwaikheim II zu Gast – und natürlich Favorit. Platz zwei ist noch hart umkämpft. Derzeit hat der SV Hegnach II die besten Aussichten. Das könnte am Sonntagabend jedoch schon wieder ganz anders aussehen, denn der SVH muss zum TSV Rudersberg, der – wenn auch mit einem Spiel mehr auf dem Konto – nur einen Zähler zurückliegt. Beide haben den Jahresauftakt vergeigt, sich dann aber gesteigert. Das Spiel des Tages verfolgen wir mit der Kamera.

@ Ausschnitte auf zvw.de/sportvideos

Auch noch in Reichweite von Platz zwei liegt der FSV Weiler zum Stein. Allerdings könnte seine Situation weitaus besser sein. Zweimal hintereinander verlor er. Leistet er sich gegen den Tabellennachbar TSC Murrhardt Niederlage Nummer drei in Folge, ist der Relegationsplatz wohl kaum noch zu erreichen. Dagegen wird der Ligaverbleib für den TSV Althütte immer realistischer. Zwei Spiele, zwei Siege. Beim SV Steinbach allerdings wartet eine schwere Aufgabe auf den Neuling.

Kreisliga B. In der Staffel I ist Platz eins an den noch immer ungeschlagenen SV Plüderhausen vergeben. Diesmal ist er bei der TSG Buhlbronn zu Gast. Entspannt kann er sich anschauen, was hinter ihm geschieht. Dort könnte die Spvgg Rommelshausen Platz zwei verliern, denn sie mus beim TSV Miedelsbach antreten. Der FC Hohenacker könnte mit einem Sieg beim FC Welzheim vorbeiziehen und sich womöglich darüber freuen, dass sich die Mitkonkurrenten um Platz zwei – TSV Leutenbach und Anagennisis Schorndorf sowie TSV Schlechtbach und SF Höfen-Baach – gegenseitig die Punkte abnehmen. In der Staffel II ist der SV Kaisersbach II durch die klare Niederlage bei Spitzenreiter Spvgg Unterrot zurückgefallen und hat nun den großen Alexander Backnang zu Gast. Die SV Winnenden hält in Staffel III noch die Spitze, hielt sich zudem mit dem deutlich veränderten Kader auch gut gegen den TSV Nellmersbach II. Nun geht’s zu Kosova Kernen. B-IV-Tabellenführer TB Beinstein II steht das schwere Auswärtsspiel beim Dritten, VfR Birkmannsweiler II, bevor. Da darf sich der FC Welzheim II – Favorit gegen den SV Hertmannsweiler II – Hoffnungen auf einen Platztausch machen.