Rems-Murr-Sport

Die Topspiele am Fußball-Wochenende

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Valentin Beier und der TSV Schwaikheim wollen am Sonntag, im ZVW-Topspiel der Woche, den SV Kaisersbach zu Fall bringen © Gisbert Niederführ
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Georgios Michailidis und der TSC Murrhardt blieben bisher hinter den Erwartungen zurück
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Philipp Kees und der SV Kaisersbach überraschen in der Landesliga. Am Sonntag muss der Aufsteiger zum TSV Schwaikheim

Waiblingen.
Der 10. Spieltag in den Rems-Murr-Ligen steht vor der Tür und wir präsentieren wie gewohnt die drei Topspiele vom Wochenende. In der Kreisliga A2 und B4 treffen jeweils zwei Aufstiegsaspiranten aufeinander, in der Landesliga kommt es zu einem interessanten Rems-Murr-Derby.


Topspiel III

SV Allmersbach II vs. TSC Murrhardt (Kreisliga A2)

Anpfiff: Sonntag, 13. Oktober 2019, 15 Uhr

In der Kreisliga A2 trifft der Tabellenzweite SV Allmersbach II auf den Tabellenfünften TSC Murrhardt. Während die Allmersbacher voll im Soll sind, hinkt der TSC Murrhardt den Erwartungen hinterher.

Der SV Allmersbach II startete sehr erfolgreich in die Saison 2019/20. Ungeschlagen belegt das Team von Trainer Florian Mrasek mit 17 Punkten den zweiten Tabellenplatz (sechs Siege, ein Unentschieden). Dass der SVA mit einer solchen Statistik nicht die Tabellenführung innehat, ist alleine dem ebenfalls überragenden Start der SG Oppenweiler/Strümpfelbach geschuldet (24 Punkte, zwei Spiele mehr als der SVA). Die einzige Niederlage der bisherigen Saison kassierte die SG am achten Spieltag – nämlich beim SV Allmersbach II. Ein bitteres Eigentor in der Nachspielzeit sorgte für den umjubelten 2:1-Heimsieg des SVA, der nun punktetechnisch durch die zwei Nachholspiele an der SG vorbeiziehen könnte. Aber erstmal muss das Heimspiel gegen den TSC Murrhardt gewonnen werden.

Der TSC Murrhardt liegt weit hinter den Erwartungen zurück, die vor der Saison an die Mannschaft von Trainer Onufrios Michailidis gestellt wurden. Der TSC-Trainer warnte aber schon zu Beginn der Saison vor einer zu großen Erwartungshaltung: „Erstmal gilt es, die junge Mannschaft weiter zu entwickeln.“ Was dann dabei raus komme, werde man am Ende sehen. Der Aufstieg sei nicht zwingend notwendig und nicht das einzige Ziel der Murrhardter, so Michailidis. Mit vier Siegen und drei Niederlagen steht der TSC aktuell auf dem fünften Tabellenplatz. Um aber weiter eine theoretische Chance auf den Aufstieg zu haben, dürfen die Murrhardter den SV Allmersbach II nicht so weit davonziehen lassen – ein Sieg ist also Pflicht.

ZVW-Tipp: 4:2-Heimsieg für den SVA


Topspiel II

TV Stetten II vs. SG Weinstadt III (Kreisliga B4)

Anpfiff: Sonntag, 13. Oktober 2019, 12.45 Uhr

Im Topspiel der Kreisliga B4 empfängt der TV Stetten II die SG Weinstadt III, oder anders ausgedrückt: Der Tabellenführer empfängt den Tabellenzweiten. Nicht nur die Tabelle verbindet die beiden Mannschaften, sondern auch das Team, gegen das beide Mannschaften bisher Punkte abgeben mussten - die Spvgg Rommelshausen II.

Der TV Stetten II startete fulminant in die neue Saison. Mit 33 Treffern und nur vier Gegentoren gewannen die Stettener ihre sechs Auftaktpartien, dominanter kann man kaum auftreten. Auch am vergangenen Spieltag gewann die Mannschaft von Trainer Hagen Winkler mit 6:2. Ein eigentlich perfekter Saisonstart – wäre da nicht der siebte Spieltag gewesen. Dort verlor der TV Stetten das Kernen-Derby und wichtigste Spiel des Jahres gegen die Spvgg Rommelshausen II, in „Rom“ gab es eine 0:1-Niederlage. Trotz der bitteren Niederlage gegen den Erzfeind ist die Mannschaft um Kapitän Stefan Konzmann weiter Tabellenführer – und möchte dies auch bleiben. Die Power-Offensive will gegen die SG Weinstadt III wieder zuschlagen und sich weiter den Derby-Frust von der Seele schießen. Denn in diesem Jahr soll das große Ziel erreicht werden: Der Aufstieg in die Kreisliga A.

Auch die SG Weinstadt III startete dominant in die Kreisliga B4, mit 20 Punkten belegen die Weinstädter den zweiten Tabellenplatz. Das Team von Trainer Uwe Munz spielte in der abgelaufenen Saison noch als Weinstadt II in der B3, aufgrund des Abstieges der ersten Mannschaft gab es aber einige interne Verschiebungen. Im Gegensatz zum TV Stetten II verlor die SG noch kein Spiel, spielte aber zweimal Unentschieden (gegen die Spvgg Rommelshausen II und den TV Weiler II). Das Team um Kapitän Tim Baumgart spielte schon in der abgelaufenen Saison um den Aufstieg mit, das große Ziel soll nun in diesem Jahr erreicht werden. Dafür ist ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Stetten unabdingbar.

ZVW-Tipp: Duell auf Augenhöhe, 2:2-Unentschieden


Das ZVW-Topspiel der Woche
TSV Schwaikheim vs. SV Kaisersbach (Landesliga)

Anpfiff: Sonntag, 13. Oktober 2019, 15 Uhr

In unserem ZVW-Topspiel der Woche kommt es zu einem packenden Rems-Murr-Derby in der Landesliga: Der SV Kaisersbach ist beim Tabellennachbarn TSV Schwaikheim zu Gast. Wie immer hinkt die Landesliga den restlichen Ligen hinterher, es steht erst der 8. Spieltag an.

Kalic sieht noch Steigerungspotential

Der TSV Schwaikheim war schon am vierten Spieltag Teil unseres Formats. Im ZVW-Topspiel der Woche verlor die Mannschaft von Trainer Aleksandar Kalic damals beim TSV Schornbach mit 0:1. Vor dem Spiel sagte Kalic im Gespräch mit unserer Zeitung, dass er wieder einen Platz unter den besten Fünf anstrebe. Nach bisher acht absolvierten Partien steht die Mannschaft gut da, mit 15 Punkten belegt das Team den fünften Tabellenplatz.

Der TSV-Trainer ist mit dem Start zwar grundsätzlich zufrieden, sieht bei seiner Mannschaft aber noch Luft nach oben. „Die drei verlorenen Spiele haben wir immer mit einem Tor Unterschied verloren, es war eigentlich in jedem Spiel mehr drin. Punktemäßig sind wir voll im Soll und stehen zu Recht da, wo wir stehen – es ist aber noch Steigerungspotential da“, bilanziert Kalic die ersten acht Saisonspiele.

TSV schielt mit einem Auge nach oben

Bei nur vier Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten sei es klar, dass der Blick auch nach oben gehe, so Kalic. „Wir wollen oben dranbleiben, ohne aber konkrete Ambitionen zu äußern. Ein Auge schielt natürlich immer ein bisschen nach oben.“ Wichtig sei es vor allem, in ein paar Wochen nicht mehr nach unten blicken zu müssen. „Es scheint so, als würde sich die Tabelle aufteilen, also zweigeteilt werden. Wir wollen uns in der oberen Hälfte etablieren und dann schauen, wo unsere Reise hin geht“, meint der TSV-Trainer.

Der SV Kaisersbach schlägt sich als Neuling in der Landesliga beachtlich. Mit 14 Punkten belegt die Mannschaft von Trainer Leo Gjini den sechsten Tabellenplatz und steht somit vor Verbandsliga-Absteiger SV Breuningsweiler.

Gjini zeigt sich mit dem Saisonstart hochzufrieden

„Der Saisonstart und die 14 Punkte sind überragend. Das ist mehr, als wir erwartet haben“, so der SV-Trainer. „Die Landesliga ist Neuland für meine Mannschaft, bis auf ein paar einzelne Spieler haben die meisten das erste Mal Landesliga-Luft geschnuppert.“ Er sei gerade deshalb so zufrieden mit dem Saisonstart, da er und seine Mannschaft überhaupt nicht abschätzen konnten, was sie erwartet. Das Ziel sei nach wie vor, so schnell wie möglich „viele Punkte zu sammeln, um nicht abzusteigen“.

„Schwaikheim ist ein etablierter Landesligist“

Für seine Mannschaft werde es sehr schwer, in Schwaikheim etwas mitzunehmen, der TSV sei ein sehr erfahrener und etablierter Landesligist. „Schwaikheim hat mit Seitz und Frank zwei sehr erfahrene Spieler, dazu haben sie einige gute junge Nachwuchsspieler in ihren Reihen. Es wird für uns sehr schwer, am Wochenende zu punkten.“ Ein Selbstläufer wird das Spiel für die Schwaikheimer aber nicht, glaubt man den Aussagen von TSV-Trainer Aleksandar Kalic: „Kaisersbach ist für mich die Überraschungs-Mannschaft der bisherigen Saison. Es wird ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen – wir werden unser Bestes geben müssen.“

ZVW-Tipp: TSV Schwaikheim zu stark, 2:0-Heimsieg