Fußball im Rems-Murr-Kreis

Dritter, doch das Ziel der Hegnacher Regionalliga-Fußballerinnen bleibt der Ligaverbleib

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Für Sara Reichel (am Ball, hinten Silvana Arcangioli), hier im Spiel gegen den FFC Wacker München (Mitte Sonja Kolb, rechts Carla Ritz), und den SV Hegnach wird’s zum Rückrundenstart am Sonntag ernst: Beim VfB Obertürkheim hat sich der SVH in den vergangenen Jahren immer schwergetan. Der Trainer Niko Koutroubis kann voraussichtlich seine Wunschelf aufbieten. © Ralph Steinemann Pressefoto

Platz drei nach der Hinrunde – und das als Aufsteiger: Die Regionalliga-Fußballerinnen des SV Hegnach dürfen sehr zufrieden sein. Am Sonntag (14.30 Uhr) startet das Team von Trainer Niko Koutroubis mit dem Derby beim VfB Obertürkheim in die zweite Saisonhälfte. Auch wenn die Hegnacherinnen lediglich einen Punkt Rückstand auf die Tabellenspitze haben, bleiben sie bescheiden. „Unser Ziel ist es, schnellstmöglich den Ligaverbleib zu sichern“, sagt der Abteilungsleiter Alexander Rieger. Die Demut ist durchaus berechtigt: Fünf Punkte Polster auf den Relegationsplatz sind nicht die Welt.

Nur eine Niederlage in acht Spielen

Nur eine Niederlage kassierten die Hegnacherinnen in der Hinrunde, beim 0:1 in Frauenbiburg. Viermal gingen sie als Siegerinnen vom Platz, dreimal teilte Hegnach die Punkte mit dem Gegner. Lediglich drei Gegentreffer kassierte das Team in acht Spielen. „Und keinen aus dem Spiel heraus, das ist schon fast sensationell“, sagt Rieger. Offensiv dagegen ist noch Luft nach oben bei mageren acht Toren. Es krankte an der Chancenverwertung, sonst wäre sogar mehr drin gewesen als Rang drei. Vor allem bei den beiden torlosen Partien gegen Wacker München und die Würzburger Kickers ging der SVH fahrlässig mit seinen Einschussmöglichkeiten um. „Auf der anderen Seite hatten wir in unseren letzten beiden Heimspielen das nötige Spielglück, so gesehen hat sich das ausgeglichen“, so Rieger.

Drei Neuzugänge im Winter

Mit dem 6:0-Sieg im Verbandspokal beim 1. FC Normannia Gmünd endete im November das Fußballjahr, am 7. Januar startete die Vorbereitung auf die Rückrunde – mit bis zu fünf Einheiten in der Woche. Mit dabei waren auch die drei Neuzugänge. Yuna Demir kommt aus der U 17 des VfL Sindelfingen, sie spielte in der frühen Jugend beim SVH. „Sie hatten wir für die neue Saison auf dem Schirm, nun hat sie sich früher für den Wechsel entschieden“, sagt Rieger. Die Defensivspielerin steht im Kader der türkischen U-17-Nationalmannschaft.

Vom TSV Lustnau wechselt Gina Rilling nach Hegnach. Sie spielte einst unter dem SVH-Coach Niko Koutroubis beim damaligen Zweitligisten VfL Sindelfingen. Die Offensivspielerin soll für die nötigen Tore sorgen in der Rückrunde. „Das ist ein Baustein, der uns noch gefehlt hat.“ Dritte im Bunde ist Denise Heidt, Spielführerin beim Verbandsligisten TSV Münchingen.

Zwei Rückkehrerinnen

Neues gibt’s von Silvana Arcangioli, die im Sommer von Koutroubis’ Ex-Club 1. FFC Niederkirchen zum SVH gestoßen war. Sie ist mittlerweile mit ihrer Familie nach Hegnach umgezogen und kann jetzt regelmäßig trainieren. „Silvana ist gewissermaßen noch mal eine Verstärkung“, so Rieger.

Wieder einsatzfähig nach längerer Verletzungspause (Schlüsselbeinbruch) ist Isabel Hildebrand. Wieder zurück im Trainingsbetrieb nach Knieproblemen ist Maike Niklas. Im Aufbautraining befindet sich Gillian Castor, die sich im November zum zweiten Mal einen doppelten Bänderriss zugezogen hat. Erst wieder in der neuen Saison ist mit Selina Schindler zu rechnen, die wegen eines Knorpelschadens am Knie operiert werden muss.

Am Saisonziel des SVH, Platz fünf und damit der sichere Ligaverbleib, hat sich nichts geändert. Die fünf Punkte Abstand zu den Relegationsplätzen seien trügerisch, sagt Rieger. Zumal der SVH nur noch dreimal Heimrecht genießt und fünfmal reisen muss. „Das kann ganz schnell gehen.“ Vor allem, wenn der Saisonstart in Obertürkheim misslingen sollte. Der VfB liegt mit zehn Zählern auf Platz sieben. Bei einer Niederlage schrumpfte der Vorsprung der Hegnacherinnen auf zwei Zähler. Bei einem Sieg hätten sie acht Punkte Luft auf Obertürkheim. Das zeigt die Bedeutung des Derbys. „Es kribbelt ziemlich“, sagt Rieger. „Ein Sieg wäre ein großer Schritt für uns.“

Ziel: Jugendspielerinnen einbauen

Ein Schritt zum Ligaverbleib, mit höheren Zielen beschäftigt sich der SVH derzeit nicht. Auch wenn die Bewerbungsunterlagen des DFB für die 2. Bundesliga eingegangen sind. Priorität genießt der frühzeitige Ligaverbleib und die damit verbundene erleichterte Planung für die neue Saison. „Wenn kein so großer Druck mehr da ist, können wir unsere nachrückenden Jugendspielerinnen nach und nach einbauen.“

Eine wichtige Personalie kann Alexander Rieger abhaken: Der Vertrag mit dem Trainer Niko Koutroubis ist vorzeitig verlängert worden. „Das ist für die Spielerinnen und unseren Verein ein positives Signal.“

Platz drei nach der Hinrunde – und das als Aufsteiger: Die Regionalliga-Fußballerinnen des SV Hegnach dürfen sehr zufrieden sein. Am Sonntag (14.30 Uhr) startet das Team von Trainer Niko Koutroubis mit dem Derby beim VfB Obertürkheim in die zweite Saisonhälfte. Auch wenn die Hegnacherinnen lediglich einen Punkt Rückstand auf die Tabellenspitze haben, bleiben sie bescheiden. „Unser Ziel ist es, schnellstmöglich den Ligaverbleib zu sichern“, sagt der Abteilungsleiter Alexander Rieger. Die

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