Rems-Murr-Sport

Ein Hoch auf die Kreisliga-Wade - ein "Jetzt-mal-ehrlich"-Best-of

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Wenn die erzählen könnten © Gisbert Niederführ

Die Rems-Murr-Fußballer sind wieder aktiv, auf unserer Homepage nehmen wir deshalb wieder die Interviewserie mit Spielern auf. „Jetzt mal ehrlich ...“ heißt die und lässt zuweilen tief blicken. Zum Auftakt gibt Patrick Haaf vom TSV Rudersberg(online am Donnerstag, 5. März)  Einblicke in sein Fußballerleben und wir machen in einem Best-of schon mal Appetit darauf. Die besten Antworten bisher – manchmal auch etwas aus dem Zusammenhang gerissen.

Schlaf – das scheint nichts für so manchen Fußballer zu sein. Tim Bachmann vom SSV Steinach-Reichenbach zumindest meinte zur Frage: Wofür würdest du mitten in der Nacht aufstehen? „Eine Maschine braucht keinen Schlaf!“

Dank Michael Wendel vom SV Unterweissach wissen wir nun, dass Rems-Murr-Fußballer auch international aktiv sind, beispielsweise beim Turnier im spanischen Calella: „Die verrückten Schaumpartys in unserer Stammdisco ,Menfis’ waren definitiv ein Highlight.“

Ob Marcel Goncalves vom SV Steinbach auch schon mal dabei war? Abgeneigt wäre er wohl nicht: „Ich hätte Lust auf eine Runde Roulette im Casino in Las Vegas, um danach meinen Gewinn auf einer ordentlichen Poolparty auszugeben.“

Es muss aber nicht unbedingt Spanien sein, wie Benjamin Burgäzy vom VfR Birkmannsweiler offenbart: „Die monatlichen Zockernächte mit den Jungs sind absolute Pflicht.“

Die Birkmannsweilermer sollten vielleicht auch mal Nico Schulz vom SC Korb einladen. Die beste Vorbereitung aufs Spiel für ihn? „Fifa zocken und Shisha rauchen.“

Haben unsere Kicker also womöglich zu viel Freizeit? Vielleicht nicht alle, aber Legenden wie Felix Weiblen von TSV Schwaikheim schon: „Da ich in den letzten zwei Jahren auf rund 20 Hochzeiten und bei mindestens genauso vielen Geburtstagen war, habe ich mehr Freizeit- als Alltagsstress.“

Natürlich geht es unseren Kickern nicht nur ums Vergnügen. Oder nur zur Hälfte. Mika Abraham auf die Frage, warum er zum SV Steinbach gewechselt ist: „Zu 50 Prozent wegen meiner Freundin.“

Aber den Spaß gönnen wir ihnen doch. Schließlich ist das Leben als Fußballer gefährlich. „Was da teilweise abgespielt wird, grenzt an Körperverletzung“, meint Patrick Gölz vom SSV Steinach-Reichenbach zur Musik in der Kabine.

Niklas Schommer von der SVG Kirchberg/Murr dagegen hat’s bei der Meisterfeier erwischt: „Zu meinem Meniskusriss, der daraus entstanden ist, kann ich gar nicht viel sagen. Da schwinden die Erinnerungen nämlich etwas.“

Womöglich hilft es dann, philosophisch zu werden wie Philipp Klodt, Kapitän des TV Weiler/Rems (und Physiotherapeut): „Lieber ein kühles Getränk in der Hand als eine Kreisligawade.“

Wer wollte da schon widersprechen?

Philipp Weller, Freistoßspezialist vom SV Allmersbach, hat einen gänzlich anderen Blick auf seine Haxen: „Der linke Fuß muss schon ein bisschen ,magisch’ sein, wenn der rechte bestenfalls zum Buseinsteigen geeignet ist.“

Ein bisschen Selbstbewusstsein darf also schon sein, wie auch bei Markus Matzke vom SV Hertmannsweiler: „Ich denke, ich habe das gewisse Etwas“, meinte er vor der Wahl zum Winnender Jugend-Gemeinderat. Hat er wohl tatsächlich. Er wurde gewählt.

„Jetzt mal ehrlich“ bringt immer wieder überraschende Einsichten. Jan Groß von der SKG Erbstetten zum Beispiel veröffentlicht Songs auf Spotify und Co., Julian Helber vom SV Breuningsweiler II hat beim Fußballspielen in Peru gelernt: „Bloß nicht querlegen, lieber selbst den Abschluss suchen!“ und Miguel Gundelsweiler vom SV Unterweissach beweist mit seiner Antwort auf die Frage, wie er in der 124. Minute des Pokalspiels beim entscheidenden Elfmeter so cool bleiben konnte, (finanziell) kluge Voraussicht: „Elfmeter verschießen ist gleich Kasten zahlen.“

Nun geht’s also wieder los ...

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Wenn die erzählen könnten ... Foto: Küppers