Rems-Murr-Sport

Erster – mit hart erarbeitetem Glück

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Anastasios Broussas (rechts) und der TSV Leutenbach führen die Kreisliga A I an. © Danny Galm

Nach zehn von 14 Vorrundenspielen führt der TSV Leutenbach die Kreisliga A I an und klopft an die Tür zur Bezirksliga. Trainer Markus Bührer allerdings hält den Ball weiterhin flach, obwohl er seiner Mannschaft grundsätzlich viel zutraut. „Wir haben zwar teilweise Glück gehabt, aber das ist hart erarbeitetes Glück. Das kommt nicht von ungefähr.“ Die gute Platzierung habe sich die Mannschaft verdient.

Glück und Pech

Glück hatte der TSV gegen den KTSV Hößlinswart, der in Leutenbach die bessere Mannschaft war, seine vielen Chancen aber nicht nutzte und 0:2 verlor. Glück auch gegen den VfR Birkmannsweiler, als zwei Elfmeter in den letzten drei Minuten zum 2:1-Erfolg führten. Pech dagegen hatten die Leutenbacher selbst, als gegen Haubersbronn gleich sechs erfahrene Spieler verletzt, krank oder anderweitig verhindert waren. Bührer: „Das können wir nicht ausgleichen.“ Obwohl der Kader in dieser Spielzeit üppig bemessen ist. Haubersbronn, damals Schlusslicht, siegte sensationell deutlich mit 4:0.

Damit gelangen den Haubersbronnern vier von elf Toren, die die Leutenbacher Defensive überhaupt erst zugelassen hat. Die Offensive ist nicht ganz so erfolgreich. „Wir hätten das eine oder andere Tor mehr schießen können“, sagt Bührer. Dem Erfolg hat das keinen Abbruch getan.

„Wir können erfolgreich Fußball spielen, aber auch ein anderes Gesicht zeigen“

„Wir haben von Anfang an gewusst, dass wir eine gute Truppe haben“, sagt der Trainer. Platz vier bis acht lautete deshalb das Saisonziel. Auch wenn Platz eins so lange wie möglich verteidigt werden soll, werde das Ziel nicht nach oben korrigiert. Bis zur Winterpause hat der TVS nämlich noch drei schwere Spiele vor sich. Nächster Heimspielgegner ist der Tabellendritte, SV Breuningsweiler II, dann geht’s zum aktuellen Zweiten, SSV Steinach-Reichenbach, und danach kommt der TB Beinstein, derzeit Vierter. Jede Menge Gelegenheiten, Punkte liegenzulassen.

Bührer macht indes der Gastgeber am kommenden Sonntag, Schlusslicht SV Steinbach, noch größere Sorgen. „Mit Tabellenletzten haben wir keine guten Erfahrungen gemacht“, sagt Bührer in Anspielung auf den TSV Haubersbronn. Außerdem: „Wir können erfolgreich Fußball spielen, aber auch ein anderes Gesicht zeigen.“

Bisher überwiegt Teil eins des Satzes. Und Teil zwei trifft auf die Konkurrenz ganz genauso zu. 


Info

  • Der TSV Leutenbach ist bewusst mit einem großen Kader in die Saison 2017/18 gegangen. Das zahlt sich aus. Schon länger fehlen Stefan Hanig (Armbruch), Marcel Widmann (Knie), Tim Schölhammer (Knie), Steffen Püngel (Knie-OP), Malte Lindemann und Lartay Annan.