Handball im Rems-Murr-Kreis

Für die Handballerinnen der SV Hohenacker-Neustadt zählt nur der Ligaverbleib

Hohenacker
Das Team der SV Hohenacker-Neustadt in der Saison 2022/23. Hintere Reihe von links nach rechts: Torwarttrainer Jörg Rudolf, Aylin Kindsvater, Olivia Restivo, Mareen Laible, Sina Brand, Denise Kindsvater, Trainer Frank Gehrmann. Vordere Reihe von links: Anna Aurenz, Lara Friese, Valerie Goller, Nina Förster, Julia Simmler, Svenja Maier, Rabea Müller, Yvonne Stadler. Es fehlen: Nina Bechtloff, Jessica Ruppert, Ina Ortwein, Leonie Pichler, Athletiktrainer Wolfgang Kieser. © Privat

Trotz einer äußerst angespannten Personallage haben die Handballerinnen der SV Hohenacker-Neustadt in der Saison 2021/2022 den Abstieg aus der Baden-Württemberg-Oberliga verhindert. In der neuen Spielzeit scheint dem Team von Trainer Frank Gehrmann das Verletzungspech treu zu bleiben, wodurch sich das Saisonziel mehr oder weniger von selbst ergibt: Klassenverbleib.

Schwer gebeutelt wurde die SV Hohenacker-Neustadt in der vergangenen Runde. Los ging’s bereits in der Vorbereitung: Leonie Förster zog sich einen Achillessehnenriss zu und war damit die komplette Saison auf Eis gelegt. Nach zwei Spielen hatte Denise Kindsvater Pause, sie fiel mit einem Syndesmose- und Außenbandriss für die Hinrunde aus.

Damit wurde der von vorneherein kleine Kader noch weiter ausgedünnt. Trotzdem erwischte die SV einen guten Start und lag nach vier Siegen an der Tabellenspitze. Mit der ersten Niederlage folgte eine weitere Hiobsbotschaft: Olivia Restivo erlitt einen Kreuzbandriss.

Die neue Saison beginnt so, wie die alte aufgehört hat

Die Ausfälle zentraler Spielerinnen waren der Mannschaft fortan anzumerken: Die Abwehr war nicht mehr so kompakt, und vorne fehlten Rückraumspielerinnen. In der Winterpause folgte der nächste Rückschlag mit den schweren Knieverletzungen und dem Saison-Aus von Leonie Kaupp und Leonie Pichler. Mit großem Willen und mannschaftlicher Geschlossenheit berappelte sich das Team und schloss die Runde auf dem sehr guten fünften Tabellenrang ab. „Wir haben die wichtigen Spiele gewonnen und den Ligaverbleib souverän geschafft“, sagt der Trainer Frank Gehrmann.

Mit neuem Elan wollte die SV Hohenacker-Neustadt in die neue Saison starten – und wurde wieder in der Vorbereitung ausgebremst: Olivia Restivo musste zum zweiten Mal am Knie operiert werden, sie wird mindestens bis November ausfallen. Ina Ortwein hatte nach der vergangenen Saison schon leichte Knieprobleme, die in der Handballpause sogar noch schlimmer wurden. Sie wird mit einem Knorpelschaden längere Zeit fehlen. Vor gut drei Wochen erwischte es Aylin Kindsvater (Schulterprobleme), Frank Gehrmann hofft aber auf ein zeitnahes Comeback. „Es geht gerade so weiter, wie es aufgehört hat“, sagt der Trainer. „Wir haben einfach großes Pech.“

Yvonne Stadler kommt aus Ludwigsburg

Im Kader hat sich ein bisschen etwas getan. Für Rückraum-Mitte kamen Yvonne Stadler vom Württembergliga-Absteiger HB Ludwigsburg und die junge Anna Aurenz, die mit der Sport-Union Neckarsulm in der A-Jugend-Bundesliga spielte und noch in der Jugend spielen dürfte. Aus der eigenen zweiten Mannschaft rückt die Linksaußen Rabea Müller nach oben, als Back-up für Nina Bechtloff. Nicht mehr dabei sind Leonie Kaupp, Leonie Förster und Jacqueline Koch (Karriereende). Sina Brand wird in der Hinrunde wegen eines Auslandsaufenthalts fehlen. „Damit haben wir einen Kader von 14 Spielerinnen, davon sind zwei langzeitverletzt“, sagt Gehrmann. Der Verein habe sich um weitere Verstärkungen bemüht. „Das hat aber leider nicht geklappt, obwohl wir recht hoch spielen.“

Entsprechend schwierig habe sich die Vorbereitung gestaltet. „Hinzu kommt die Urlaubszeit, das sind dann schnell mal nur acht oder neun Spielerinnen im Training. Das ist natürlich nicht ideal.“

Bis zu fünf Absteiger möglich

Ziel sei, so der Trainer, „nichts anderes als der Ligaverbleib“ in der Staffel mit 13 Mannschaften. Aus der dritten Liga kam der Absteiger TV Möglingen hinzu. Gehrmann rechnet im schlechtesten Fall mit vier bis fünf Absteigern. „Ich denke, unsere Aufsteiger Leinfelden und Bönnigheim werden es schwer haben in der dritten Liga.“

Frank Gehrman stellt sich auf eine schwierige Saison ein. „Unser Vorteil ist, dass wir eingespielt sind. Darauf bauen wir auch wieder.“ Mut machten die Testspiele gegen diverse Drittligisten, in denen das Team „relativ gute Ergebnisse“ erzielt habe.

Trotz einer äußerst angespannten Personallage haben die Handballerinnen der SV Hohenacker-Neustadt in der Saison 2021/2022 den Abstieg aus der Baden-Württemberg-Oberliga verhindert. In der neuen Spielzeit scheint dem Team von Trainer Frank Gehrmann das Verletzungspech treu zu bleiben, wodurch sich das Saisonziel mehr oder weniger von selbst ergibt: Klassenverbleib.

Schwer gebeutelt wurde die SV Hohenacker-Neustadt in der vergangenen Runde. Los ging’s bereits in der Vorbereitung:

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