Handball im Rems-Murr-Kreis

Favorit VfL Waiblingen hat im Derby gegen TSV Alfdorf/Lorch große Probleme

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Holger Mayer (mit Ball, Nummer 11 Robin Stöhr) tütete mit seinem späten Tor den knappen Sieg des Württembergliga-Tabellenführers VfL Waiblingen über den TSV Alfdorf/Lorch (rechts Jan Spindler) ein. © Ralph Steinemann

Fast wären die Handballer des VfL Waiblingen, Tabellenführer in der Württembergliga, im Derby gegen den Vorletzten TSV Alfdorf/Lorch ausgerutscht. Aber eben nur fast – 26:24. Die Frauen der SF Schwaikheim sind dagegen im Heimspiel gegen den Vorletzten unter die Räder gekommen. Die Aufstellung der SU Neckarsulm II sorgte für Empörung.

Männer-Württembergliga: VfL Waiblingen – TSV Alfdorf/Lorch 26:24 (13:10). Der Heimsieg war glücklich, jedoch nicht unverdient. Dank einer guten Abwehrleistung hatte der VfL die geringe Durchschlagskraft im Angriff wettgemacht. Viele technische Fehler und das Auslassen hundertprozentiger Chancen verhinderten aber eine schnellere Entscheidung. So blieb das Spiel bis zur Schlussminute spannend.

Die Gäste aus Alfdorf/Lorch traten sehr motiviert auf. Vor allem der noch junge Andi Maier überzeugte zu Beginn mit Toren. Waiblingen glich nach dem 1:3- und 2:4-Rückstand erst in der 13. Minute zum 4:4 aus. Angeführt vom starken Robin Stöhr hielt der VfL die Partie zunächst ausgeglichen. Zur Pause führte er aber mit 13:10.

Waiblingen erhöhte danach schnell auf 15:10 (32.). In der 44. Minute jedoch gelang dem TSV der Anschlusstreffer zum 19:20, und in der 53. Minute fiel der Ausgleich zum 23:23. Alfdorf verpasste es trotz zweier Großchancen, in Führung zu gehen. Das nutzte der VfL durch Lukas Ader und Holger Mayer: In der 55. Minute stand es 25:23. Die Gäste verkürzten auf 24:25, bevor erneut Mayer zum Ende der 59. Minute mit dem 26:24 alles klarmachte.

Der TSV Alfdorf/Lorch trifft am Mittwoch, 6. April, im Nachholspiel auf den HC RW Laupheim. Der Abstiegskrimi beginnt im Alfdorfer Sportzentrum um 20.30 Uhr.

Männer der SF Schwaikheim können mit Punkt nicht zufrieden sein

Männer-Württembergliga: SF Schwaikheim – TV Neuhausen/Erms 28:28 (14:14). In einem umkämpften und spannenden Spiel sahen die Sportfreunde nach Wael Mamokas Treffer zwölf Sekunden vor dem Ende wie der sichere Sieger aus. Doch mit der Schlusssirene gelang den Gästen durch ein vermeidbares Tor von linksaußen noch der 28:28-Ausgleich. Der eine Punkt hilft den Schwaikheimern im Kampf um den Klassenverbleib kaum weiter. Sie bleiben zwar auf einem Nichtabstiegsplatz, haben den Vorsprung aber nicht ausgebaut.

Eine tolle Geste zeigten die Unparteiischen Frank Härterich und Marc Volle. Sie spendeten ihre Schiedsrichterspesen für die Aktion der Sportfreunde für die Ukraineflüchtlinge. Diese wohnen in Schwaikheim bei Gastfamilien.

SF Schwaikheim: Doll, Kellner; Hellerich (2), Schulz (2), Würtele, Karcher (4), Lorenz (6), Mamoka (7/1), Wissmann (2), Eckstein (5), Schweikhardt, Klöpfer,Gronwald, Slangen.

Frauen der SF Schwaikheim gegen Team mit Bundesligaspielerin

Frauen-Württembergliga: Sportfreunde Schwaikheim – SU Neckarsulm II 27:38 (13:19). Es war eine ebenso verdiente wie bittere Niederlage. Die Gäste, Vorletzter, hatten sich mit der Schweizerin Daphne Gautschi (13 Tore) aus dem Erstligateam verstärkt. Damit ging SF-Coach Manuel Schmidt hart ins Gericht: „Es ist wirklich armselig, wenn man es nötig hat, eine Bundesliga- und Nationalspielerin einzusetzen, um überhaupt Punkte in der Württembergliga zu holen. Für uns ist die Niederlage ärgerlich, aber hat keine existenzielle Bedeutung. Aber für die Mannschaften im Abstiegskampf ist es äußerst bitter und eine absolute Wettbewerbsverzerrung.“

Dennoch war die Schwaikheimer Niederlage zu hoch. Schmidt kritisierte die Abwehr. „Im nächsten Spiel gegen Remshalden brauchen wir dringend eine deutliche Steigerung.“ Im Angriff lief’s dagegen trotz einiger vergebener Chancen ordentlich. „Spielsteuerungstechnisch muss man Janina und Selina Eggstein in der Rückraum-Mitte hervorheben.“

SV Remshalden kassiert Schlappe

Frauen-Württembergliga: SV Remshalden – TG Biberach 12:21 (4:10). Zu Anfang verlief das Spiel gegen den Tabellenfünften ausgeglichen. Die SVR versuchte es den Biberacherinnen schwerzumachen. Sie scheiterte aber oft an der gegnerischen Torhüterin. Das nutzten die Gäste, um deutlich in Führung zu gehen. Beim 4:10 aus Remshaldener Sicht ging es in die Kabinen. Auch nach der Pause war die Torausbeute bei den Gastgeberinnen viel zu gering, es fehlte an Druck und am Zug zum Tor. Zudem bekam die SVR den Rückraum des Gegners nicht in den Griff. So stand am Ende eine 12:21-Schlappe. Nun gilt es, das Spiel abzuhaken und den Fokus auf die letzten wichtigen Spiele zu legen.

SG Weinstadt feiert in englischer Woche drei Siege

Männer-Verbandsliga: SG Weinstadt - HSG Fridingen/Mühlheim 33:25 (14:10). Die SG Weinstadt hat sich in der englischen Woche mit drei Spielen an sechs Tagen keine Blöße gegeben und alle Punkte eingefahren. Nach dem 28:25-Sieg über den HC Oppenweiler und dem 33:23 bei der HSG Böblingen/Sindelfingen feierte die SG einen deutlichen Heimsieg gegen die HSG Fridingen/Mühlheim.

Weinstadt dominierte von Beginn an und lag nach dem 1:0 durch den siebenfachen Torschützen Christoph Köngeter immer in Führung. Das Halbzeitergebnis hätte zwar deutlicher ausfallen können als 14:10. Nach der Pause ließ die SG aber nichts mehr anbrennen und baute den Vorsprung auf acht Tore aus. In der Tabelle kletterte Weinstadt zwischenzeitlich auf Rang drei. Der Rückstand auf das Spitzenduo TV Oeffingen/SG BBM Bietigheim II ist aber nicht mehr aufzuholen.

SG Weinstadt: Busse; Wilhelm (8), Köngeter (7), Volz (5), Meyer (5), Stäudle (3), Lidle (3), Pröbsting (1), Lederer (1), Tschirley, Stäudle, Oesterle, Bosch.

Fast wären die Handballer des VfL Waiblingen, Tabellenführer in der Württembergliga, im Derby gegen den Vorletzten TSV Alfdorf/Lorch ausgerutscht. Aber eben nur fast – 26:24. Die Frauen der SF Schwaikheim sind dagegen im Heimspiel gegen den Vorletzten unter die Räder gekommen. Die Aufstellung der SU Neckarsulm II sorgte für Empörung.

Männer-Württembergliga: VfL Waiblingen – TSV Alfdorf/Lorch 26:24 (13:10). Der Heimsieg war glücklich, jedoch nicht unverdient. Dank

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