Rems-Murr-Sport

Fellbacher Ziel: Tabellenführung verteidigen

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Und drin ist er. Schwaikheim-Keeper Simon Hieber hielt gegen den SV Fellbach zwar stark, musste dennoch viermal hinter sich greifen. Hier wird er von Jens Strohm überwunden, Jochen Bartholomä (links) kann nicht eingreifen. Fellbach kletterte durch das 4:2 an die Tabellenspitze. © siehe Bildtext

Der Fußballbezirk Rems-Murr stellt den Spitzenreiter in der Fußball-Landesliga. Der SV Fellbach muss Platz eins beim TSV Pfedelbach verteidigen. Eine Liga höher wartet auf den SV Breuningsweiler im Abstiegskampf die nächste schwere Auswärtsaufgabe.

3. Liga

Sonnenhof Großaspach (17. Platz, 31 Punkte) – FC Würzburger Kickers (5., 41 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Die Aspacher sind wieder auf einen der vier Abstiegsplätze zurückgefallen. Nur achtmal haben sie verloren bisher, aber eben auch gleich 16-mal unentschieden gespielt. Davon neunmal auf eigenem Platz. Das wäre gegen die Würzburger zu wenig. Im Hinspiel trennten sich die beiden Mannnschaften – mit einem Unentschieden. 0:0 endete die Partie.

Oberliga

Göppinger Sportverein (7. Platz, 39 Punkte) – TSG Backnang (15., 20 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Wieder gut gespielt, im WFV-Pokal dennoch ausgeschieden. Schade für die Backnanger, allerdings, das hat Trainer Evangelos Sbonias schon vor dem Viertelfinalspiel in Reutlingen betont, der Ligaverbleib ist wichtiger. Hier ist die TSG auf einem guten Weg. Die Leistungen sind deutlich besser als in der Hinrunde. Da könnte auch in Göppingen Zählbares herausspringen. Im Hinspiel (3:1) hat das auch schon geklappt.

Verbandsliga

Dorfmerkingen (2. Platz, 37 Punkte) – SV Breuningsweiler (15., 16 Punkte; Samstag, 14 Uhr). 3:3 gegen den – zu diesem Zeitpunkt – Tabellenzweiten – damit wäre SVB-Trainer Toni Guaggenti vor dem Spiel zufrieden gewesen. Doch dann zeigte seine Mannschaft über 60 Minuten „eine Bombenleistung“, dominierte, führte 3:0, hat „alles richtig gemacht, was man richtig machen kann“. Bis ein Elfmeter für Hollenbach alles änderte. „Dann sind wir geschwommen.“ Und weil der SVB zudem noch gegen den starken Wind spielen musste, kam er kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. Immerhin: „Die Jungs haben gesehen, wir können mit jedem mithalten. Aber jeder Spieler muss auch immer an seine eigenen Grenzen gehen.“ Obwohl Guaggenti die Dorfmerkinger noch einmal um einiges stärker einschätzt, will er dort etwas holen. „Wir suchen unsere Chance.“ Sehr fraglich ist der Einsatz von Angreifer Tim Wissmann (Leistenprobleme). Tobias Armbruster und Max Grundmann sind krank, Marko Kovac hat weiterhin Wadenprobleme, Max Brenner Knieprobleme.

Landesliga

SV Schluchtern (13. Platz, 21 Punkte) – TSV Schornbach (14., 20 Punkte; Samstag, 15 Uhr). Zwei Heimspiele, zwei 4:0-Siege, damit kann TSV-Trainer Marius Jurczyk sehr zufrieden sein. Dazwischen allerdings lag das Auswärtsspiel in Öhringen. Folgt erneut ein „Totalausfall“? Sollte es nicht, denn: „Das ist ein Spiel, in dem sich entscheidet, wohin der Weg geht“, sagt Jurczyk. Die Schluchterner haben die Partie auch als Sechs-Punkte-Spiel angekündigt; und zuletzt bei Tabellenführer Heimerdingen gewonnen. Bei Schornbach steht Dominik Parham wieder zur Verfügung, dafür fehlt Torwart Carl Zimmermann. So kommt Fabian Feeser zu seinem ersten Einsatz. Der ist in der Winterpause vom B-Ligisten SV Winnenden gekommen. Jurczyk: „Da müssen wir ihm als Mannschaft helfen und schauen, dass er möglichst nichts zu tun bekommt.“

SSV Gaisbach (12., 25 Punkte) - TSV Schwaikheim (4., 31 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Nach drei Spielen mit sieben Punkten im neuen Jahr hat der TSV gegen Fellbach verloren. „Verdient“, wie TSV-Trainer Aleksandar Kalic sagt. Zum einen sei Fellbach gut gewesen, zum anderen aber habe seine Mannschaft nicht das auf den Platz gebracht, was sie in den Spielen zuvor gezeigt hatte. Sie ließ die gewohnte Zweikampfstärke vermissen. „Wir haben Fellbach gewähren lassen.“ Vor allem in der ersten Halbzeit. In Gaisbach sollte nun wieder gepunktet werden, denn trotz guter Platzierung geht Kalics Blick immer noch nach unten. Es geht eng zu und er möchte auch nicht ansatzweise in die Nähe der Abstiegsplätze geraten. Deshalb stehe seine Mannschaft durchaus ein wenig unter Druck, was ihr bisher immer gutgetan habe. „Dann haben wir funktioniert.“ Dennis Solyom hat seine Sperre abgesessen und kehrt zurück ins Team, Ralf Pfender seine Krankheit überwunden und Steffen Griese ist nach auskurierter Prellung auch „wieder eine Option“.

SV Allmersbach (16., 16 Punkte) – Spfr Schwäbisch Hall (3., 33 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Der SVA hat zugeschlagen. Mit 5:3 bezwang er unter der Woche Germania Bietigheim im Nachholspiel. Obwohl die Verletztenmisere längst nicht vorbei ist, hat SVA-Trainer Thomas Sommer nun doch deutlich mehr Auswahl. Das spiegle sich in der Leistung wider. Vor allem Collin Till und Niklas Schommer hätten am Mittwoch auf der rechten Seite „eine sehr gute Leistung“ gezeigt. Für den Sonntag jedoch – „Es wird einfach nicht besser“ – fällt Till bereits wieder aus. Robin Rühle, Jonathan Klett, Hannes Theilacker sind fraglich und auch Kim Schmidt sei vom Platz gehumpelt. Dennoch: Gegen Schwäbisch Hall muss Allmersbach gewinnen, soll der Ligaverbleib noch möglich werden. Die Haller allerdings schwächeln ebenfalls (nur zwei Punkte aus den drei Spielen 2019). Sommer: „In dieser Liga ist alles möglich, auch für den SV Allmersbach.“

TV Oeffingen (6., 30 Punkte) – Aramäer Heilbronn (15., 19 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Die Oeffinger spielen eine gute Saison, Trainer Haris Krak ist mit seinen jungen Spielern und ihrem schnellen Spiel zufrieden. Vor Rückschlägen ist er nicht gefeit, wie das 0:4 in Schornbach bewiesen hat. Gegen die Aramäer werden sie’s nach dieser Erfahrung voraussichtlich wieder besser machen.

TSV Pfedelbach (9. Platz, 26 Punkte) – SV Fellbach (1., 36 Punkte; Samstag, 15 Uhr). Der SV Fellbach marschiert. Mit dem Sieg in Schwaikheim hat er die Tabellenspitze übernommen und angesichts von drei Siegen in drei Spielen 2019 deutet nichts darauf hin, dass er sie in Pfedelbach wieder verlieren könnte.