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FIFA-Referee aus Korb: Marco Fritz vom DFB als „Schiedsrichter des Jahres“ ausgezeichnet

SC Freiburg - 1. FC Union Berlin
Hohe Auszeichnung für den Korber FIFA-Schiedsrichter Marco Fritz. © dpa/Patrick Seeger

Marco Fritz, FIFA-Referee aus Korb, wurde zum ersten Mal in seiner Karriere vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) als „Schiedsrichter des Jahres“ ausgezeichnet. Das teilte der Verband am späten Montagabend (31.08.) mit.

Lutz Michael Fröhlich, Sportlicher Leiter der Elite-Schiedsrichter beim DFB, lobt den 42 Jährigen in den höchsten Tönen: „Zum einen ist da die schiedsrichterfachliche Qualität, mit der Marco Fritz in der vergangenen Saison viele Spiele, darunter auch einige Topspiele, überzeugend geleitet hat. Darüber hinaus ist es seine Persönlichkeit und sein hohes Maß an Sozialkompetenz, die er nicht nur in seinen Spielleitungen einbringt.“

In der Bundesliga seit 2009 im Einsatz

In Deutschlands höchster Spielkasse pfeift Fritz seit 2009, dort kommt er bisher auf 153 Bundesligaeinsätze. Im Jahr 2012 stieg er zum FIFA-Referee auf und durfte in der Saison 2015/2016 das DFB-Pokalfinale der Männer leiten. In der Spielzeit 2019/20 leitete er 15 Erst- sowie fünf Zweitligaspiel, zudem war er als Videoassistent beim Europa-League-Finale zwischen dem FC Sevilla und Inter Mailand im Einsatz.

„Ich war wirklich überrascht, weil ich überhaupt nicht damit gerechnet habe“, sagt Fritz laut einer DFB-Mitteilung über die Auszeichnung, „aber natürlich hat es mich wahnsinnig gefreut, als ich darüber informiert worden bin.“ Der Korber betont, dass man eine solche Auszeichnung nicht allein erreichen könne. Ein besonderer Dank gebühre daher seinen beiden Assistenten Marcel Pelgrim und Dominik Schaal, „aber auch den Vierten Offiziellen und Video-Assistenten, die zu dieser Teamauszeichnung dazugehören“, so der Premieren-Preisträger.

Nächstes Ziel: Auszeichnung bestätigen

DFB-Schiedsrichter Fröhlich begründet die Auszeichnung auch mit Fritz‘ ruhigem Charakter: „Er ist ein ruhiger Mensch, der sich nie in den Mittelpunkt drängt, dabei trotzdem klar und vor allem auch berechenbar für alle bleibt – auf dem Feld, in der Schiedsrichtergruppe und in der Öffentlichkeit. Das wollen wir mit der Auszeichnung zum Schiedsrichter des Jahres würdigen.“ Fritz sieht darin eine Belohnung für zurückliegende Leistungen: „Mein Anspruch ist es also, diese besondere Auszeichnung in der kommenden Saison zu bestätigen.“

Riem Hussein als „Schiedsrichterin des Jahres“ geehrt

  • Riem Hussein, seit 2005 DFB-Schiedsrichterin, darf sich nach 2013 und 2016 bereits zum dritten Mal über den Titel „Schiedsrichterin des Jahres“ freuen.
  • Christine Baitinger, im DFB-Schiedsrichterausschuss verantwortlich für die DFB-Schiedsrichterinnen, lobt die 40-Jährige aus Bad Harzburg: „Riem Hussein hat im vergangenen Jahr eine überragende Weltmeisterschaft in Frankreich gepfiffen. In der 3. Liga der Männer zählt sie mittlerweile auch zu den festen Größen. Für unsere jungen Schiedsrichterinnen ist sie nicht nur auf dem Platz ein großes Vorbild.“
  • In der Frauen-Bundesliga leitete Hussein seit 2006 insgesamt 105 Begegnungen. Als FIFA-Schiedsrichterin (seit 2009) nahm sie an der Frauen-Europameisterschaft 2017 in den Niederlanden sowie 2019 an der Frauen-Weltmeisterschaft in Frankreich teil. In der Saison 2009/2010 wurde Hussein die Spielleitung des DFB-Pokalfinals der Frauen anvertraut.