Rems-Murr-Sport

Flutlichtderby zum Jahresausklang

BernertH8_0
Heiko Bernert und der TSV Schwaikheim sind am Freitagabend zu Gast beim SV Breuningsweiler. Gespielt aber wird in Höfen. © Gisbert Niederführ

Letzter Spieltag des Jahres in der Fußball-Landesliga. Noch einmal kommt es zu einem Rems-Murr-Derby. Am Freitagabend erwartet Landesligist SV Breuningsweiler den TSV Schwaikheim. Die Gastgeber könnten mit einem Sieg an den Schwaikheimern vorbeiziehen.

SV Breuningsweiler (9. Platz, 20 Punkte) – TSV Schwaikheim (8., 21 Punkte; Freitag, 18.30 Uhr, in Höfen). In Breuningsweiler treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in den zurückliegenden Wochen doch schwer gebeutelt wurden. Gastgeber Breuningsweiler hat große personelle Sorgen und in den zurückliegenden neun Spielen nur sieben Punkte geholt. In den letzten beiden Partien aber immerhin vier. Schwaikheim kam im selben Zeitraum auf neun Punkte, gewann vor zwei Wochen zwar gegen Öhringen, fing sich in Schwäbisch Hall aber eine klare Niederlage ein. Beim 0:4 verhinderte Torwart Lars Lafferton eine deutlichere Klatsche. Aber auch dem TSV hatten wichtige Spieler gefehlt.

Der SV Breuningsweiler war nach Öhringen gar nur mit 14 Spielern gefahren. Trainer Toni Guaggenti war deshalb mit Ergebnis und Spiel besonders zufrieden. „Die Tore waren super herausgespielt, in der Abwehr haben wir’s gut gemacht.“ Auch wenn’s kein Gegner aus der vorderen Reihe war, „der Erfolg hat uns gutgetan“. Es habe sich allerdings in den Wochen zuvor bereits angedeutet, dass es aufwärtsgeht. Personell sieht es vor dem letzten Spiel des Jahres für SVB-Verhältnisse schon beinahe fantastisch aus. Sven Franzen, Loris Hofmann, Patrick Goncalves stehen wieder zur Verfügung, Max Brenner hat seine Krankheit überwunden, Lukas Friedrich ist mittlerweile ebenfalls wieder eine Alternative. Tim Wissmann allerdings ist verhindert. So lässt es sich besser verkraften, dass Tim Wissmann verhindert ist. Guaggenti rechnet mit einem engen, kampfbetonten Spiel. „Wir wollen was holen, dafür müssen wir das Derby annehmen.“

Etwas holen möchte auch der TSV Schwaikheim. 24 Punkte hatte sich TSV-Trainer Aleksandar Kalic vorgenommen bis zur Jahreswende, die sind noch möglich. Allerdings nur durch einen Sieg in Breuningsweiler. Dazu ist es nötig, Tore zu schießen, etwas, was dem TSV in Schwäbisch Hall gänzlich misslungen ist. „Wir hätten noch stundenlang spielen können“, sagt Kalic. Sein Team habe zu viele Fehler gemacht und klarste Chancen vergeben. „Wir haben zweimal am leeren Tor vorbeigeschossen.“ Es hätte nur noch 2:3 gestanden. Dem 0:1 sei zudem ein klares Handspiel vorausgegangen. In Breuningsweiler hat Kalic wieder seinen erfolgreichsten Torschützen an Bord: Christian Seitz hatte aus beruflichen Gründen gefehlt. Valentin Beier hat seinen beruflichen Aufenthalt in den USA beendet. Ob er allerdings von Beginn an spielen wird, ist unsicher. Es werde aber, so Kalic, Änderungen in der Aufstellung geben. Er geht durchaus zuversichtlich ins Derby. „Freutagsspiele liegen uns.“ Das Hinspiel haben die Schwaikheimer gewonnen (1:0; an einem Freitagabend), diesmal würde dem Trainer ein Unentschieden auch schon reichen.

Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz in Winnenden-Höfen.

FV Löchgau (6. Platz, 25 Punkte) - SV Kaisersbach (4., 30 Punkte; Samstag, 14 Uhr). „Wir sind sehr zufrieden mit der Vorrunde“, sagt SVK-Trainer Leo Gjini, „aber auch froh, dass jetzt eine Pause kommt.“ Personell sieht es mittlerweile nicht mehr allzu gut aus. Wie schon vor einer Woche ist mit Jonas Kugler, Tim Schneidereit und Timo Walter (alle verletzt) nicht zu rechnen, wohl auch nicht mit Lucca Volkmer (beruflich verhindert). Dazu plagt einige Spieler ein Magen-Darm-Virus. „Aber“, sagt Gjini, „wir kriegen das auch noch hin.“

TSV Schornbach (7., 22 Punkte) - Germania Bietigheim (10., 19 Punkte; Sonntag, 14.30 Uhr). Zuhause ist der TSV weiter eine Macht, und kann das Jahr nun auch auf eigenem Platz beenden. „Wir wollen einen guten Start in die Rückrunde“, sagt Spielertrainer Marius Jurczyk, der mit der Vorrundenbilanz zufrieden ist. Die Voraussetzungen für Heimsieg Nummer sieben sind nicht schlecht. Außer den Langzeitverletzten Marko Schiek und Oliver Opel fällt wohl lediglich Torwart Justin Kabaoglu wegen Schulterproblemen aus. Der 19-Jährige, zuletzt für Carl Zimmermann im Einsatz, habe bisher seine Sache sehr gut gemacht.

TV Oeffingen (5., 28 Punkte) - SV Kornwestheim (12., 14 Punkte; Samstag 14.30 Uhr). Die Oeffinger haben gute Aussichten, den guten Vorrundenergebnisse im letzten Spiel des Jahres gleich ein gutes Rückrundenergebnis anzuhängen. Der TVOe geht als Favorit in die Partie. Anders als im Vorjahr gewinnen die Oeffinger diesmal auch ihre Heimspiele zuverlässig.