Rems-Murr-Sport

Flutlichtspiel bei Drittligist SG Sonnenhof

e9a79785-bc2b-4e2b-a930-57479b216113.jpg_0
Gegen Kaiserslautern gelang der SG Sonnenhof ein Unentschieden, am Freitagabend kommt mit Uerdingen ein weiterer ehemaliger Bundesligist ins Aspacher Stadion. © ZVW / Alexander Becher

Schon am Freitagabend eröffnet die SG Sonnenhof Großaspach den fünften Spieltag der 3. Fußball-Liga. SV Breuningsweiler. Schon am Freitagabend eröffnet die SG Sonnenhof Großaspach den fünften Spieltag der 3. Fußball-Liga. SV Breuningsweiler (Verbandsliga) und TSV Schornbach (Landesliga) gehen als Spitzenreiter in ihren zweiten Spieltag. Die Schornbacher womöglich auch mit einem neuen Spieler.

3. Liga

KFC Uerdingen 05 (2. Platz, 9 Punkte) – Sonnenhof Großaspach (11., 5 Punkte; Freitag, 19 Uhr). Die Aspacher beginnen den fünften Spieltag nach der Spielpause vorzeitig. Cheftrainer Sascha Hildmann: „Nach der erfolgreichen ersten Pokalhürde war es wichtig, dass die Jungs zur Abwechslung mal ein spielfreies Wochenende nutzen können, um vollständig zu regenerieren und den Kopf freizubekommen. Wir sind mit voller Energie und frischer Kraft in die neue Spieltagswoche gestartet und treffen nun auf ein bärenstarkes Team.“ Die Uerdinger verfügen über große individuelle Qualität, die gerade in den letzten Spielminuten den Unterschied ausmachen kann. Hildmann: „Trotz der klaren Favoritenrolle des KFC fahren wir mit breiter Brust nach Duisburg, wollen mit der richtigen Einstellung etwas Zählbares mit nach Hause bringen.“

Verzichten muss Hildmann weiterhin auf Nicolas Jüllich (Leistenverletzung), Jeff-Denis Fehr (Schambeinentzündung), Dan-Patrick Poggenberg und Yannick Thermann (beide im Aufbautraining).

Oberliga

TSG Backnang (4. Platz, 4 Punkte) – SSV Reutlingen (11. 1 Punkt; Samstag, 15.30 Uhr). Zwei Spiele, vier Punkte und dann auch noch der souveräne Sieg im Verbandspokalspiel beim Ligakonkurrenten Normannia Gmünd – die TSG ist optimal in die Saison gestartet. Das gilt für die Reutlinger nicht. Sie stehen schon unter Druck, kommen aber derzeit nur als Außenseiter nach Backnang.

Verbandsliga Württemberg

VfL Nagold (3. Platz, 3 Punkte) – SV Breuningsweiler (1. Platz, 3 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Schon wieder steht der SVB auf Platz eins. Unerwartet. „Unerwartet einfach“ sei es auch gewesen, gegen Löchgau zu gewinnen, sagt SVB-Trainer Hannes Stanke. „Löchgau hat gar kein Interesse gezeigt, nach vorne zu spielen.“ Das kam Breuningsweiler entgegen, denn in der Offensive ist der Aufsteiger stark und immer für ein Tor gut. Auch wenn Torjäger Lukas Friedrich noch fehlte. Ob der nun im zweiten Spiel aufläuft, ist noch nicht geklärt. Immerhin: Eine kleine Chance gibt es. Fehlen wird sicher noch Niko Rummel, auch Marko Kovac bekommt wegen Achillessehnenproblemen eine Pause. Ebenfalls verletzt ist Torwart Dario Nieswandt. Dessen Vertreter Dennis Jung hatte bei seinem ersten Auftritt kaum etwas zu tun. Das wird sich in Nagold ändern. Stanke hält den VfL für den besten der Aufsteiger, zudem – wie sein eigenes Team – in der Offensive stark. Ein wenig hofft er aber darauf, dass der VfL so früh in der Saison noch nicht mit aller Macht angreift. Wenn er dann etwas vorsichtiger agiert, steigen die Breuningsweilermer Chancen. Dennoch. „Der VfL ist eine ganz andere Herausforderung.“ Und dann muss sich der SVB auch noch auf den deutlichen größeren Platz einstellen.

Landesliga

SV Fellbach (14. Platz, 0 Punkte) – Spvgg Satteldorf (5., 1 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Die Fellbacher leisteten sich einen Fehlstart und verloren bei Aufsteiger Bietigheim. Nun kommt mit Satteldorf eines der starken Teams der Liga. Eine weitere Niederlage sollte sich der SVF nicht leisten. In der vergangenen Saison konnte sich die Mannschaft auf ihre Heimstärke meist verlassen. Vielleicht ist das auch in dieser Spielzeit unter neuem Trainer so.

Spfr Schwäbisch Hall (5., 1 Punkt) – TSV Schwaikheim (5., 1 Punkte; Sonntag, 14 Uhr). Erneut startete der TSV mit einem Unentschieden in die Saison. Eines, das Trainer Aleksandar Kalic durchaus etwas ärgert. „Wir hätten gewinnen können.“ Die Gastgeber hatten die Partie im Griff, führten 1:0. Doch dann habe sich die Mannschaft „unclever“ verhalten: 1:1 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, 1:2 in der 48. Minute. Vor allem der Ausgleich, so Kalic, sei „ein Wirkungstreffer“ gewesen. Aber der TSV reagierte gut, zeigte Moral und schaffte noch das Unentschieden. Nun jedoch warte mit Schwäbisch Hall „eine andere Hausnummer“. Kalic zählt die Sportfreunde sogar zu den Topfavoriten. Aber: „Solche Spiele liegen uns. Ich erwarte, dass wir uns mit allen Kräften wehren bis zum Schluss.“ Dann sei Zählbares durchaus möglich. Allerdings fehlt ihm Felix Weiblen (Mittelfußprellung) und weiterhin Denis Solyom (berufliche Gründe). Alex Simmel ist im Urlaub. Mit Dennis Becher, Kevin Pilih, Florian Schweickhardt, Kevin Salzmann und vor allem Falco Frank stehen ihm andererseits auch fünf Spieler wieder zur Verfügung, die gegen Schluchten zum Teil kurzfristig ausgefallen waren.

SV Allmersbach (13., 0 Punkte) – Aramäer Heilbronn (14., 0 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). 3:1 geführt und doch noch 3:4 verloren – die Landesligapremiere des SVA endete im Frust. Dabei präsentierte sich die Mannschaft von Thomas Sommer eine Halbzeit lang gut, düpierte den TSV Schornbach; vor allem Kim-Steffen Schmidt, der alle drei Treffer erzielte. Zeigt der SVA bei der Heimpremiere die Leistung aus Halbzeit eins über 90 Minuten, sollte im Aufsteigerduell der erste Sieg möglich sein.

TV Oeffingen (2., 3 Punkte) – SSV Gaisbach (9. 1 Punkt; Sonntag, 16 Uhr). Erfolgreich im Verbandspokal, erfolgreich auch beim Ligaauftakt. Bei den Oeffingern läuft es derzeit. Da könnte gleich ein weiterer Sieg gegen Aufsteiger Gaisbach folgen – wenn der TVOe diesmal auf eigenem Platz mehr zustande bringt als in der Saison 17/18.

Neuer Spieler für Schornbach

TSV Crailsheim (9., 1 Punkt) – TSV Schornbach (1., 3 Punkte; Sonntag, 17 Uhr). Erster Spieltag und gleich Tabellenführer. TSV-Trainer Marius Jurczyk aber weiß, wie er das gewichten muss. „Wichtig sind die drei Punkte.“ Und dass sich seine Spieler in der zweiten Hälfte deutlich besser präsentiert haben als vor der Pause, dass sie aus dem 1:3 noch ein 4:3 gemacht haben. „Die erste Hälfte war zum Vergessen.“ Jurczyk aber ist überzeugt, die Spieler haben verstanden, dass es ohne vollen Einsatz gegen keinen Gegner zum Sieg reicht. Wenn sie den Schwung aus dem zweiten Durchgang vom Allmersbach-Spiel mitnehmen, mit Aggressivität und Engagement auf den Platz gehen, „dann bin ich überzeugt, dass wir etwas aus Schwäbisch Hall mitnehmen können“. Auch wenn Jurczyk den TSV zu den fünf besten Teams in der Liga zählt. Im eigenen Team wird Dominik Parham weiter fehlen, Jakob Biedermann ist im Urlaub, Alexander Nita hat Probleme mit den Rippen. Mit Christopher Paulevic ist ein weiterer Spieler aus dem Urlaub zurück, und schließlich haben die Schornbacher auch auf dem Transfermarkt noch einmal zugeschlagen. Mit Pascal Werba kommt ein 21-Jähriger vom Oberligisten Normannia Gmünd, der im Mittelfeld flexibel einsetzbar ist. Werba stammt aus Haubersbronn. Ob er schon in Crailsheim zum Kader gehört, ist offen.