Motorsport Rems-Murr

Formel-1-Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer präsentiert eigene Wein-Edition

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Bernd Mayländer vor seinem neuen Arbeitsgerät, das FIA F1 Safety-Car und Medical Car von Mercedes-AMG, das in der FIA Formel 1 und in den Mercedes-AMG GT Black Series eingesetzt wird. © Mercedes-Benz AG Communicati

Das Remstal wird oft unterschätzt – wie auch der Wein, der hier wächst. Das soll sich nun ändern: Bernd Mayländer, der erst kürzlich zum Remstäler des Jahres 2022 ernannt worden ist, und Daniel Kuhnle präsentieren eine Mayländer-Wein-Edition. Der Ex-Rennfahrer, der als Safety-Car-Fahrer der Formel 1 auf dem ganzen Erdball unterwegs ist, soll die Remstal-Weine und die Region international ein wenig bekannter machen.

Wie es sich für einen Schwaben gehört, bleibt Daniel Kuhnle vom Strümpfelbacher Weingut Kuhnle bescheiden. „Es ist sicher nicht unser Ziel, zu den zehn Global Playern auf dem Weinmarkt zu gehören“, sagte er am Donnerstag bei der Präsentation des Projekts in den eigenen Räumen. Doch die Vorstellung, dass ein Remstäler Wein in den VIP-Räumen der Formel-1-Glamour-Szene nebst Champagner ausgeschenkt wird, die dürfte Kuhnle durchaus gefallen. So weit indes ist es noch längst nicht. Immerhin: Ein Anfang ist gemacht. Ein Hotel am Nürburgring hat die Mayländer-Edition bereits geordert.

Der Opa hatte in Schorndorf einige Wengert

Die Idee, einen eigenen Wein herauszubringen, hatte Bernd Mayländer schon länger. Schließlich ist der 50-Jährige familiär vorbelastet: Sein Opa führte in Urbach einst nicht nur die Coca-Cola KG, er hatte auch einige Weinberge in Schorndorf. Noch heute ist ein Teil davon in Familienbesitz.

Als Bernd Mayländer vor zweieinhalb Jahren über seinen Geschäftspartner Horst Zwipp und dessen Spendenprojekt „Besa Horschdle“ Daniel Kuhnle kennenlernte, nahm die Idee Fahrt auf. Bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung gingen 50 Flaschen – mit Mayländers Original-Autogramm – in den Verkauf. Binnen fünf Minuten seien die Flaschen weg gewesen, so Kuhnle. „Wir haben uns gedacht, wenn das so erfolgreich ist, machen wir eine richtige Wein-Linie.“

Auch einen Erlkönig gibt's

Zunächst wurden 150 limitierte Flaschen des edlen Tropfens abgefüllt und in einer Holzkiste verpackt. Durchnummeriert und mit Unterschrift, auf dem Etikett Mayländers letztes Helmdesign als aktiver Rennfahrer. Mit 189 Euro allerdings nicht eben ein Schnäppchen und nicht zum abendlichen Vesper geeignet. Also eher ein Wein, den der Schwabe ins Regal stellt und dem Besuch präsentiert. Zum Angucken, nicht zum Trinken. Da hatte Kuhnle die Idee, einen Erlkönig zu kreieren. Der gleiche Wein, aber mit Schraubverschluss und einem Etikett, das erahnen lässt, wie das Original aussehen könnte.

„Für mich war’s selbstverständlich, dass wir irgendwann eine richtige Linie davon machen werden“, sagt Mayländer. Auch wegen der Corona-Pandemie habe sich die Umsetzung in die Länge gezogen. Nun sind die drei Weine auf dem Markt: Samu Rosé, Myri Rotwein Cuvée und Bela Blanc de Noir. Benannt nach der Ehefrau und den beiden Kindern. Geplant sind zwei weitere Weine.

Autofahren und Alkohol: Alles zu seiner Zeit

Aber wie passen Alkohol und Autofahren eigentlich zusammen? „Das lässt sich sehr gut miteinander kombinieren“, sagt Mayländer. „Aber alles zur richtigen Zeit.“ Auf allen Weinflaschen finde sich der Hinweis „Don’t drink and drive“. Für ihn sei’s selbstverständlich, sich nach Alkoholkonsum nicht hinters Steuer zu setzen.

Hin und wieder ein Gläschen getrunken wird auch in den VIP-Bereichen der Formel 1. Die Veranstaltungen seien große Events, sagt Mayländer. Da gehöre „ein bisschen Genuss“ dazu. Und natürlich das Spektakel auf der Rennstrecke. Die Saison ist noch jung, bei zwei Rennen saß Bernd Mayländer in seinem neuen Safety-Car. „Ich bin noch nie ein so schnelles Straßenauto gefahren“, sagt er. „Das macht wahnsinnig Spaß.“

Getrübt allerdings wird die Freude derzeit von der einen oder anderen „unsportlichen“ Begleiterscheinung. So hat der Ukraine-Krieg natürlich auch Auswirkungen auf die Formel 1. Während der Tests in Barcelona vor Saisonbeginn wurde der Grand Prix im russischen Sotschi im September abgesagt. „Das ist natürlich verständlich“, sagt Mayländer. „Der Sport ist dazu da, Völker zusammenzubringen und nicht, irgendwo einen Keil reinzutreiben.“

Motorsportfreaks sind interessiert

Kurz vor dem zweiten Rennen in Dschidda (Saudi-Arabien) griffen Rebellen eine Öl-Raffinerie in der Nähe der Rennstrecke an. Ein „Schock“ für Mayländer. Er fand es aber richtig, das Rennen nicht abzusagen. „Das Event war besonders beschützt. Und man sollte sich auch auf etwas verlassen können.“ Auch wenn vieles schwer zu verstehen sei, sei's wichtig, andere Kulturen nicht pauschal zu verurteilen, offen und im Gespräch zu bleiben.

Gerne auch nach Feierabend gemütlich bei einem Gläschen „Mayländer“. Und am besten nicht nur im Remstal. „Im Fahrerlager bin ich schon angesprochen worden auf den Wein“, sagt Mayländer und lacht. „Es gibt wohl einige Motorsportfreaks, die interessiert sind.“

Das Remstal wird oft unterschätzt – wie auch der Wein, der hier wächst. Das soll sich nun ändern: Bernd Mayländer, der erst kürzlich zum Remstäler des Jahres 2022 ernannt worden ist, und Daniel Kuhnle präsentieren eine Mayländer-Wein-Edition. Der Ex-Rennfahrer, der als Safety-Car-Fahrer der Formel 1 auf dem ganzen Erdball unterwegs ist, soll die Remstal-Weine und die Region international ein wenig bekannter machen.

Wie es sich für einen Schwaben gehört, bleibt Daniel Kuhnle vom

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