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FSV Waiblingen Trainer Doll: "Ich erwarte ein enges Spiel"

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Im Hinspiel siegte der FSV Waiblingen mit Manuel Doll im Tor gegen den TSV Schmiden klar und deutlich mit 4:0. © Danny Galm

Waiblingen.
In der Fußball-Kreisliga A I kommt es am Sonntag zum Spitzenspiel Erster gegen Zweiten, der FSV Waiblingen empfängt den TSV Schmiden. FSV-Trainer Manuel Doll beantwortete uns dazu drei Fragen.

Herr Doll, der FSV ist mit einer Niederlage in die Rückrunde gestartet. Auch das 2:1 in Stetten klingt nicht nach überzeugender Vorstellung. Was war los?

Keine Frage, wir sind gegen Birkmannsweiler mit einer Niederlage gestartet, das lag aber (bei allem Respekt vor Birkmannsweiler) weniger am Gegner, sondern an unserem Unvermögen. Zwei krasse individuelle Fehler; diesem Zwei-Tore-Rückstand sind wir 70 Minuten hinterhergerannt und hatten Chancen für vier Spiele.

Stetten war natürlich eine enge Kiste, aber in Stetten auf dem kleinen Kunstrasen sind es immer enge Spiele, ist es für jeden Gegner schwer und für uns doppelt, da die Gegner gegen uns immer 120 Prozent geben. Der Sieg war aber verdient. Die letzten zwei Siege gegen direkte Konkurrenten waren nicht nur enorm wichtig im Hinblick auf das Ziel Aufstieg, sondern auch in der Höhe hochverdient und wir haben angedeutet, was möglich ist.

Wie sieht es beim FSV vor dem Spitzenspiel gegen den TSV Schmiden aus?

Wir sind seit dem Spiel gegen Weinstadt das erste Mal in dieser Saison komplett und ohne Verletzte, was sich sofort ausgezahlt hat. Das Derby gegen Beinstein war wie erwartet hart und umkämpft - einige Spieler sind daher leicht angeschlagen, das sollte aber bis zum Sonntag kein Problem darstellen. Wir spielen daheim, haben die zwei Siege aus den Topspielen im Rücken und wollen mit diesem Aufwind von Beginn an auftreten.

Wie wichtig ist diese Begegnung? Ein Sieg und alles läuft Richtung Meisterschaft – eine Niederlage und das große Zittern beginnt?

Für das große Zittern gibt es absolut keinen Grund! Der Druck liegt komplett bei den Schmidenern, die gewinnen müssen. A) um wieder näher an uns ranzukommen und b) Platz zwei vor Beinstein zu sichern. Wir können auch mit einem Unentschieden oder im schlimmsten Fall mit einer Niederlage leben. Schlecht zwar, aber die Welt ginge nicht unter, was die Tabellensituation betrifft. Aber selbstverständlich wollen wir gewinnen und spielen voll auf Sieg.

Nach den Siegen gegen die Konkurrenten Weinstadt und Beinstein und den Patzern von Steinach-Reichenbach könnten wir mit einem Sieg auch Schmiden klar distanzieren. Diese Chance würden wir natürlich gerne nutzen, der Druck liegt jedoch beim Gegner!

Ich erwarte ein enges Spiel auf Augenhöhe. Das 4:0 im Hinspiel war mit Sicherheit zu hoch und entsprach nicht dem Spiel, das enger war, wie das Ergebnis vermuten lässt. Wir haben großen Respekt vor Schmiden, den Gegner deshalb mehrfach beobachtet und wissen, was auf uns zukommt. Es ist beeindruckend, was sich in Schmiden diese Saison entwickelt hat, und das muss man auch als Konkurrenz anerkennen, dem Verein und speziell meinem Trainerkollegen ein Kompliment aussprechen.

Ausschnitte der Partie gibt es am Montag auf zvw.de/sportvideos zu sehen.