Rems-Murr-Sport

Fußball in den Rems-Murr-Ligen

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Lange tat sich die SG Schorndorf (hier Enes Sarikaya am Ball) schwer gegen die TSG Backnang II (links Maximilian Galle, rechts Johannes De Oliveira). Am Ende aber stand ein klarer 4:0-Erfolg. © Danny Galm

Ganz schön dumm aus der Wäsche geschaut haben die etablierten Parteien bei der Bundestagswahl vor einigen Tagen. Da gab’s von Rechtsaußen auf die Socken. Fußballer sind das gewöhnt. Auch den Schmerz, wenn’s nach unten geht. Da könnten die Politiker einiges lernen. Am sechsten Spieltag der Rems-Murr-Ligen gibt es auch wieder einige Begegnungen, in denen der Abstiegskampf im Mittelpunkt steht.

Bezirksliga

Mit Abstiegskampf haben die Kaisersbacher schon lange nichts mehr zu tun gehabt. Diesmal schon. Allerdings sieht’s jetzt so aus, als ob sie sich da rauskämpfen könnten. Wenn der SV jedoch auch bei der Viktoria Backnang verliert, darf er sich schon fühlen wie die CDU am Wahltag: vom Pressing der Gegner ziemlich zurechtgestutzt.

Fürchten muss das auch die TSG Backnang II, die den SV Unterweissach erwartet. Genauso der VfL Winterbach, der vielleicht mal gewinnen sollte. Viermal gespielt, dreimal nicht verloren, aber mit Unentschieden kommt man nun mal nicht weit. Ob jedoch der erste Sieg ausgerechnet gegen den SV Allmersbach gelingt? Wir schauen mit der Kamera vorbei.

Womit wir - durch die Allmersbacher - in den obersten Regionen angekommen wären. Da wird’s spannend. Setzt die SV Remshalden die Siegesserie auch in Korb fort? Durchaus möglich, denn der SC hat seine Punkte allesamt auswärts geholt. Bisher. Der VfR Murrhardt erwartet die SG Schorndorf und beim VfR wird die drängendste Frage sein: Wann wechselte sich Spielertrainer Zoran Cutura wieder selbst ein? Im Aufsteigerduell kann der FSV Waiblingen am TSV Oberbrüden vorbeiziehen.

Kreisliga A

Gleich drei Mannschaften bewerben sich in der A I derzeit um die Abstiegsplätze. Zwei davon haben damit Erfahrung. Der SV Hegnach ist gerade erst aus der Bezirksliga abgestiegen und hat nun - mit ziemlich veränderter Mannschaft - noch keinen Punkt geholt. Dabei wird’s am Sonntag wohl auch bleiben.

Beim starken KTSV Hößlinswart wäre ein Punktgewinn in etwa so, als könnte die SPD den Kanzler stellen. Fast abstiegserfahren ist der TSV Haubersbronn, der dem Gang nach nur knapp, nämlich in der Relegation, entgangen ist. Diesmal sieht’s noch schlechter aus als vor einem Jahr und Besserung scheint nicht in Sicht.

Gegner TV Weiler hatte zwar auch lange Probleme, hat aber mittlerweile damit begonnen, sich aus dem Sumpf herauszuziehen. Nur ein mickriges Pünktchen hat der TV Stetten bisher gewonnen. Er braucht dringend einen Heimsieg gegen die SF Höfen-Baach.

Die aber sind bisher auswärts auch erfolgreicher als auf eigenem Platz. Und dann kommt in der Tabelle, von unten her gesehen, schon der SC Urbach. Da geht gerade nichts vorwärts, was den Gästen vom TSV Schmiden bestimmt recht ist.

Der VfR Birkmannsweiler trifft auf die SG Weinstadt, zu Hause, was ihm sehr recht sein wird, weil er zumindest hier bisher recht erfolgreich war. An der Tabellenspitze muss der SSV Steinach-Reichenbach die sicher nicht leichte Aufgabe beim SV Breuningsweiler II meistern, sonst rücken ihm TB Beinstein (aussichtsreich in Steinbach) oder KTSV Hößlinswart auf die Pelle. Der TSV Leutenbach nicht, er pausiert.

In der A II hat der TSV Althütte zumindest mal ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Null steht nun nur noch beim VfR Birkmannsweiler II (sicher auch noch nach dem Spiel gegen Kirchberg), aber ob Althütte das Konto gleich noch mal weiter auffüllt?

Zu Gast ist der FSV Weiler zum Stein, der sich zuletzt gegen Spitzenreiter SV Steinbach II ganz gut gehalten hat. Viel wichtiger als der Abstiegskampf ist in der A II jedoch das Topspiel: Spitzenreiter SV Steinbach II empfängt den TSV Rudersberg, der ebenfalls hochgehandelt wird.

Die Gefahr, dass er nach diesem Spiel erst mal kleinere Brötchen backen muss, ist groß. Und so wird voraussichtlich der FC Welzheim (Favorit gegen Fichtenberg) zunächst einziger hartnäckiger Verfolger bleiben. Weiter nicht recht in Schwung kommt der TSV Schwaikheim II. Gegen die SKG Erbstetten aber braucht er einen Heimsieg.

Kreisliga B

Von Abstiegsangst wird hier niemand geplagt. Schon eher macht Sorgen, den Sprung nach oben zu verpassen. Das könnte dem SV Plüderhausen passieren, wenn er bei Anagennisis Schorndorf verliert. Der TSV Schornbach II muss, will ihm nicht dasselbe widerfahren, den Aufwärtstrend gegen Miedelsbach fortsetzen.

Spitzenreiter TSV Schlechtbach hat bisher keine Schwäche erkennen lassen. Vielleicht arbeitet die TSG Buhlbronn nun eine heraus. Sie selbst hat sich für die Saison einiges vorgenommen (Platz eins bis fünf), hinkt den Zielen aber noch hinterher.