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Fußball-Landesliga: SVB erstmals auf eigenem Platz

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Luca Jungbluth und der SV Breuningsweiler stehrn vor dem ersten richtigen Heimspiel. © Sarah Utz

Jetzt hat es auch den SV Breuningsweiler erwischt. Der Aufsteiger ist trotzdem weiterhin Spitzenreiter der Fußball-Landesliga. Am Sonntag spielt er erstmals auf eigenem Platz. Einen Erfolg zu Hause braucht der TSV Schornbach, die Schwaikheimer hoffen, beim Tabellenletzten zu punkten.

SV Breuningsweiler (1. Platz, 12 Punkte) – SV Schluchtern (14., 4 Punkte; Sonntag, 15.30 Uhr).

Im fünften Spiel hat es auch den SV Breuningsweiler erwischt. 0:2 beim TSV Schwaikheim. Kein Beinbruch für SVB-Trainer Hannes Stanke. „Wir sind bisher zufrieden, ohne Wenn und Aber.“ In Schwaikheim habe sein Team versucht, Fußball zu spielen, Schwaikheim habe verteidigt – und das gut gemacht. „Wir haben dagegen nur wenige Lösungen gefunden“ und den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht. Unter anderem bei der Verwertung der Chancen. Dennoch sagt Stanke: „Kein Vorwurf, wir haben alles probiert.“ Jetzt freut er sich auf das „erste richtige Heimspiel“. Wegen Bauarbeiten musste der SVB bisher auf das Winnender Sportgelände ausweichen. Auf dem Breuningsweilermer Platz „haben wir lange, lange nicht verloren“, sagt Stanke. Das soll sich in der Landesliga fortsetzen. Gegen Schluchtern allerdings bahnt sich ein Spiel wie in Schwaikheim an: Der Gast wird sich darauf konzentrieren, das eigene Tor zu schützen. Stanke aber ist überzeugt: „Wir werden diesmal Lösungen finden.“ Fehlen werden Patrick Goncalves (gesperrt) und Christian Mayer (Urlaub).

TSV Schornbach (6., 8 Punkte) – SG Stetten-Kleingartach (8., 7 Punkte; Sonntag, 16 Uhr).

2:4 in Schluchtern, die Schornbacher hatten sich mehr erhofft. Schon nach 40 Sekunden aber waren alle Pläne für die Partie nur noch Makulatur. 0:1, und Torwart Carl Zimmermann sah schlecht dabei aus. Wie schon gegen Schwaikheim senkte sich eine Flanke hinter ihm ins Netz. TSV-Trainer Giuseppe Greco hält zwar viel von mitspielenden Torhütern, doch die sollten auch ihre Hauptaufgabe, Tore zu verhindern, erledigen. Ähnlich unzufrieden ist er mit dem Rest der Mannschaft. „Zu naiv im Aufbau- und Deckungsspiel.“ Und als schließlich aus dem 0:2 ein 2:2 geworden war, „waren alle zu gierig auf das dritte Tor“. Das dann prompt Schluchtern erzielt hat. Mit Aufsteiger Stetten komme nun ein Team, das bis zur letzten Minuten kämpft. Also eines, gegen das seine Spieler ganz besonders das zeigen müssen, was der Trainer immer wieder fordert: „Wir müssen erst den Kampf annehmen, das spielerische Element folgt später. Fußball ist nun mal ein Kampfsport.“ Personell ist vieles offen. Die halbe Mannschaft konnte wegen Fieber oder Halsschmerzen nicht trainieren.

SV Fellbach (3., 9 Punkte) – Spvgg Gröningen-Satteldorf (4., 8 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr).

Etwas überraschend haben die Fellbacher bei Aufsteiger Stetten-Kleingartach verloren. Das gilt es gutzumachen – und damit Platz drei zu verteidigen.

TSV Pfedelbach (16., 1 Punkt) – TSV Schwaikheim (5., 8 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr).

„Das hätte uns keiner zugetraut.“ Aber der TSV hat es geschafft: den zuvor so souveränen Tabellenführer SV Breuningsweiler geschlagen. Mannschaftliche Geschlossenheit bezwang individuelle Klasse. TSV-Trainer Toni Guaggenti lobt denn auch sein Team, ohne zu fürchten, dass die Spieler nach dem Triumph abheben oder das nächste Spiel zu leicht nehmen. Eine solche Tendenz habe er bei seiner Mannschaft noch nie erkannt. Allerdings sagt er auch: „Das nächste Spiel wird ein völlig anderes.“ Der letzte Tabellenplatz spiegele nicht die Leistungsstärke der Pfedelbacher wider. „Das ist eine taktisch disziplinierte Mannschaft.“ Er erwartet ein kampfbetontes Spiel. Eines, in das die Gäste personell geschwächt gehen. Heiko Bernert fällt mit einem Muskelfaserriss vier Wochen aus, Angelos Kolinitras hat wegen eines Pferdekusses Sportverbot. Kevin Salzmann (Knie) und Alexander Grau (Leiste) sind angeschlagen, Daniel Charpentier ist privat verhindert. Guaggenti: „In der Offensive gehen mir langsam die Alternativen aus.“ Wenn seine Mannschaft aber mit derselben Einstellung auf den Platz gehe wie zuletzt, „dann werden wir dort etwas holen“.

TV Pflugfelden (7., 8 Punkte) – TV Oeffingen (11., 6 Punkte; Sonntag, 15 Uhr).

Zu Hause wird das offenbar nichts mit einem Sieg. Drei Unentschieden sind zwar nicht schlecht, als Polster für möglicherweise folgende Auswärtsniederlagen aber zu wenig. Pflugfelden jedoch hat sich bisher auch noch nicht als Heimmacht präsentiert. Vier Punkte nur, einmal aber haben sie bereits gewonnen: gegen den Drittletzten, SV Schluchtern.