Fußball in Rems-Murr

Fußball: Schornbacher Debakel in Oeffingen

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Die Vorentscheidung: Mario Mutic (Mitte) nutzt eine unglückliche Aktion des Schornbacher Keepers Carl Zimmermann (rechts) zum 3:0 für Oeffingen. Jakob Biedermann (links) kommt zu spät. © Ralph Steinemann Pressefoto

Klar mit 5:0 hat der TV Oeffingen im Rems-Murr-Derby der Fußball-Landesliga den TSV Schornbach besiegt. Verdient, denn auch wenn die Gäste bis zuletzt kämpften – die Gastgeber waren die bessere Mannschaft. Dabei mussten sie auf ihren besten Torschützen verzichten. Krankheitsbedingt fehlte Joao Victor Schick, der in vier Spielen schon sechsmal getroffen hat.

Die Oeffinger aber begannen auch ohne ihn mit hohem Tempo. Die ersten zehn Minuten gehörten klar ihnen, Schornbach kam kaum über die Mittellinie. Oeffingen presste früh oder spielte beim Aufbau aus der eigenen Hälfte oft erst einige Male quer vor der eigenen Abwehr, doch wenn der Zug nach vorne startete, dann mit Macht. Der erste Treffer jedoch gelang erst, als sich Schornbach allmählich befreite und zu eigenen Offensivaktionen kam. Den Platz nutzte Calvin Körner auf der rechten Seite. Seine Flanke köpfte Adrian Heinle unbedrängt ein: 1:0 in der 13. Minute.

Kurz vor der Pause schlägt Heinle zum zweiten Mal zu

In der Folge kämpfte sich Schornbach mühsam besser ins Spiel, erarbeitete sich zwei Chancen durch Tino Reichelt, der aber einmal vorbeischoss (16.), einmal an TVOe-Torwart Mario Peric scheiterte (28.). In der 33. Minute legte Jakob Biedermann den Ball Gioacchino Colletti in die Gasse, aber auch hier war Peric zur Stelle. Oeffingen hatte zwar jetzt weniger Spielanteile, aber die besseren Chancen. Einmal ließ Heinle Nick Meinhardt im Strafraum schlecht aussehen, schoss aber vorbei (21.). In der 41. Minute verlor Colletti beim Gegenstoß 20 Meter vor dem Tor den Ball an Diar Shammak, der bediente Mario Mutic, dessen Lupfer in den Strafraum erreichte Heinle - es stand 2:0.

Schornbach versuchte es nach der Pause mit neuer Taktik – 4:4:2 statt 4:1:4:1. Colletti hatte in der Spitze nun Dominik Parham an der Seite. Die Begegnung war nun optisch ausgeglichen, doch in der Offensive zeigten sich die Gäste weiterhin zu umständlich. Und wenn der Ball dann doch mal aufs Oeffinger Tor kam, hatte Peric keine Mühe.

Torwart Zimmermanns Aussetzer bedeutet die Vorentscheidung

In der 68. Minute sorgte TSV-Keeper Carl Zimmermann unfreiwillig für die Vorentscheidung. Seinen Aussetzer nutzte Mutic zum 3:0. Es war nicht der erste dicke Patzer des Schornbacher Torwarts, dessen guten Leistungen zu oft riskante und zuweilen überhebliche Aktionen gegenüberstehen, die den TSV schon zahlreiche Punkte gekostet haben.

Schornbach rannte zwar weiter an, doch die Oeffinger hatten alles im Griff. Schornbach nicht. So durfte in der 80. Minute Heinle ganz alleine vor Zimmermann auftauchen und mit seinem dritten Treffer das 4:0 erzielen. Nur eine Minute später traf Körner zum 5:0.

Am Ende hätte der Sieg noch höher ausfallen können

Der Sieg war verdient, zu diesem Zeitpunkt allerdings noch etwas zu hoch. Aber da Schornbach weiterhin anrannte und die Abwehr öffnete, hätten die Oeffinger durchaus noch drei weitere Tore drauflegen können. Das 0:5 war für Schornbach schließlich doch eine auch in der Höhe verdiente Klatsche gegen einen in allen Belangen besseren Gegner.

TV Oeffingen: Peric; Frentz, Mailat (82. Schaffert), Bren, Goric; Ntiti (62. Mosca), Körner, Shammak (82. Sadikovic), Mutic; Russo (77. Velic), Heinle.

TSV Schornbach: Zimmermann; Biedermann, Jurczyk, Meinhardt (46. Strehlow), Morawietz; Hasert; Reichelt (66. Ferraro), Parham, Werba (80. Alizada), Cetinkaya (66. Eißele); Colletti.

Dier Stimmen der Trainer

Marius Jurczyk, Spielertrainer des TSV Schornbach: „Das war ein Klassenunterschied. Oeffingen hat eine ganz andere Aggressivität gezeigt, die Zweikämpfe angenommen und gewonnen. Wir haben’s versäumt, den sauberen, ruhigen Pass zu spielen. Wir sind in jeden Zweikampf gegangen und haben jeden verloren.“
Haris Krak, Trainer des TV Oeffingen: „Wir haben gegen die Schornbacher bisher keine guten Ergebnisse gehabt, deshalb wollten wir die nicht ins Spiel kommen lassen, früh angreifen, früh pressen. Das ist auch aufgegangen. Zwischendurch gab’s eine heiße Phase, da war Schornbach gefährlich, aber wir haben’s gut verteidigt und die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht.“