Fußball in Rems-Murr

Fußball-Verband bestätigt Strukturreform: Bezirk Rems-Murr wird mit Teilen von Hohenlohe zusammengelegt

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Symbolbild. © Pixabay

Der Beirat des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) hat in seiner Sitzung nicht nur den Saisonabbruch beschlossen, sondern auch die Weichen in Richtung Zukunft gestellt: Das Gremium, bestehend aus Präsidium, Vorstand und den 16 Bezirksvorsitzenden, hat sich mit einer sehr deutlichen Mehrheit zur Reform sowohl des Spielsystems der Männer als auch der Verbandsstruktur bekannt. Endgültig beschlossen werden sollen die Reformen, die für den Bezirk Rems-Murr eine Verschmelzung mit der Hälfte des Bezirks Hohenlohe vorsehen, bei einem außerordentlichen Verbandstag im ersten Halbjahr 2022. Der soll, so die Hoffnung, dann tatsächlich in Präsenz und nicht mehr nur virtuell stattfinden.

Künftig nur noch zwölf Bezirke

Kerninhalt der Reformen ist ein Spielsystem mit einer Verbandsliga, vier Landesligen und künftig nur noch zwölf statt bisher 16 Bezirksligen („1-4-12“). An dieses neue Spielsystem soll auch die Verbandsstruktur angepasst werden, die sich künftig nur noch in zwölf Bezirke gliedern wird.

Die Spielbetriebsexperten des Verbands legten einen ersten Fahrplan zur Umsetzung vor. Vorgesehen ist eine Übergangszeit bis 2024, um die teils tiefgreifenden Einschnitte über mehrere Jahre zu strecken. Die finale Umstellung auf zwölf Bezirke soll demnach erst zur Saison 2024/25 erfolgen. Auch wenn die Entscheidung durch den außerordentlichen Verbandstag erst im ersten Kalenderhalbjahr 2022 getroffen werden soll, kann an diesem Zeitplan festgehalten werden - in der Spielzeit 2021/22 soll zunächst das coronabedingte Übersoll in einzelnen Staffeln reduziert werden.

Präsident Schöck: Veränderung ist unumgänglich

WFV-Präsident Matthias Schöck weiß um die Konsequenzen der Reformen, hat jedoch keinen Zweifel an deren Notwendigkeit: „Das bestehende Spielsystem hält den Anforderungen eines fairen, leistungsorientierten Wettbewerbs nicht länger stand. Eine Weiterentwicklung des Herren-Spielsystems und damit verbunden der Verbandsstruktur bringt vorübergehend Härten mit sich, ist aber unumgänglich. Deshalb müssen wir jetzt handeln.“