Rems-Murr-Sport

Fußball-Vorschau: Landesliga

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Es läuft noch nicht wie erhofft für Timo Morawietz und den TSV Schornbach. Am Sonntag muss er nach Satteldorf. © Ralph Steinemann Pressefoto

Während es beim TSV Schwaikheim bestens läuft, haben die anderen Rems-Murr-Vereine in der Fußball-Landesliga zuletzt nicht mehr glänzen können. Vor allem vom TSV Schornbach war mehr erwartet worden. Dort zieht Trainer Greco jetzt die Zügel an.

TSV Schwaikheim (3. Platz, 11 Punkte) – FV Kornwestheim (8., 9 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Es läuft weiterhin gut bei den Schwaikheimern. Bei Schlusslicht Pfedelbach hat sich der TSV im erwartet zähen Kampfspiel durchgesetzt, obwohl er, wie es TSV-Trainer Toni Guaggenti ausdrückt, „zwölf Gegenspieler“ hatte. Der Schiedsrichter habe vor allem in der Schlussphase „dubiose Dinge“ entschieden, als wolle er mit Macht noch einen TSV-Erfolg verhindern.

Das ist nicht gelungen, die Schwaikheimer stehen bestens in der Tabelle, was Guaggenti gleich dazu bringt zu warnen: „Das bleibt trotzdem eine ganz enge Geschichte. In der Liga kann jeder jeden schlagen.“ Schwierig wird’s dann, wenn zentrale Spieler ausfallen; wie bei den Schwaikheimern. Mit Felix Weiblen ist erst im November zu rechnen, Heiko Bernert fehlt ebenfalls weiterhin und nun fallen auch Felix Gebhardt (privat verhindert) und Florian Schweickhardt (Urlaub) aus.

Dafür steht Daniel Charpentier wieder zur Verfügung. Die Partie gegen Kornwestheim werde sicher völlig anders laufen als in Pfedelbach. Kornwestheim hat dreimal in Folge gewonnen. „Die werden mitspielen, sich nicht verstecken.“ Um sie zu schlagen, ist aber wie auch in Pfedelbach eine konzentrierte und geschlossene Leistung des ganzen Teams nötig.

SG Stetten-Kleingartach (5., 10 Punkte) – SV Breuningsweiler (1., 13 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Nur zu einem 1:1 hat es dem Spitzenreiter zuletzt beim ersten Spiel auf eigenem Gelände gereicht. Gegner Schluchtern jedoch, so SVB-Trainer Hannes Stanke, „ist sehr, sehr gut gewesen. Mit einer der stärksten Gegner bisher.“ Keine andere Mannschaft habe so viele Torchancen gegen sein Team erarbeitet. Mit dem Remis ist Stanke jedoch auch zufrieden. Bei Mitaufsteiger Stetten hat er den gesamten Kader zur Verfügung.

Auch Lukas Friedrich und Marko Kovac, die gegen Schluchtern erst in der zweiten Hälfte kamen, sind wieder fit und werden wohl von Beginn an spielen. Taktisch will Stanke die Sache mal anders angehen. Die letzten beiden Gegner hatten sich vor allem auf die Defensive konzentriert und es dem SVB schwergemacht. Das probiert der SVB nun auch und setzt auf seine schnellen Konterstürmer.

Spvgg Gröningen-Satteldorf (2., 11 Punkte) – TSV Schornbach (10., 8 Punkte; Sonntag, 15.30 Uhr). „Das ist nicht unser wahres Gesicht.“ Nur acht Punkte bisher, in den zurückliegenden vier Spielen nur zwei Punkte geholt – TSV-Trainer Giuseppe Greco ist alles andere als zufrieden. Rund um die Mannschaft würden viele mit großem Engagement arbeiten, bei manchen Spielern kann er das nicht erkennen. Zudem komme mancher nicht damit zurecht, dass er nun – bei verbessertem Kader – manchmal nur auf der Bank sitzt.

Greco: „Da müssen wir die Egoismen beiseitelegen und für den anderen die Knochen hinhalten.“ Das ist ein Punkt. Der zweite: Greco fordert zwar eigenständiges Denken von seinen Spielern, aber das dürfe nicht dazu führen, die Mannschaft als Ganzes zu gefährden, Löcher in die eigene Defensive zu reißen, weil man gerade eine – scheinbar – gute Idee hat. Greco: „Wenn sich einer nicht an den Plan hält, muss ich eingreifen.“

Im Training legt er deshalb nun deutlich mehr Wert auf das Spiel gegen den Ball. „Ich habe auch nicht nur einen, sondern zwei, drei Gänge hochgeschaltet.“ Ob sich das schon in Satteldorf auszahlt? Greco glaubt eher an einen längeren Weg, der Geduld erfordert.

Wobei er selbst auch gedacht hatte, zu diesem Zeitpunkt schon weiter zu sein im Prozess zu einer Mannschaft, in der die Abläufe automatisch funktionieren. Auf die Tabelle schaut er deshalb auch nicht. Zwar rücken die abstiegsbedrohten Plätze näher, allerdings sind es auch nur drei Punkte bis zum Tabellenzweiten.

TV Oeffingen (9., 9 Punkte) – SV Leingarten (15., 5 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Die Oeffinger haben die Chance, den Wert des Auswärtssiegs in Pflugfelden noch einmal deutlich zu steigern. Ein Heimsieg gegen den Vorletzten und es winkt ein Platz deutlich weiter oben in der Tabelle. Allerdings: Es wäre auch der erste Heimsieg. Bisher gab es nur drei Unentschieden.

Spvgg Ludwigsburg (6., 10 Punkte) – SV Fellbach (7., 9 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Die Fellbacher haben auf den guten Start in die Saison nicht mehr viel folgen lassen. Nach zwei Niederlagen in Folge sollten sie mal wieder punkten. Das aber wird in Ludwigsburg alles andere als einfach.