Rems-Murr-Sport

Galavorstellung der Waiblinger Handballer

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Tobias Grüninger war stark in der Abwehr und steuerte außerdem zwei Treffer zum deutlichen Waiblinger Sieg über Schwaikheim (links Thomas Breunig) bei. © ZVW

Waiblingen. Schon oft hatte es knappe Derbys zwischen den Handballern des VfL Waiblingen und der SF Schwaikheim gegeben. Zum Rundenschluss in der Württembergliga gelang dem gastgebenden VfL diesmal ein fulminanter 39:25-Sieg.

Die Begegnung war bereits nach 20 Minuten entschieden. Danach hatte es zunächst nicht ausgesehen. 5:5 stand es nach ausgeglichenen und sehr torreichen ersten sechs Minuten. Während die Waiblinger mit ihren wurfgewaltigen Halbspielern Robin Brugger und Kai Liebing auftrumpften, suchten die Sportfreunde erfolgreich den Weg im eins gegen eins, zumeist über Timo Leonhardt. Auch Kreisläufer Johannes Bayha war erfolgreich.

Dann setzte VfL-Torhüter Stefan Doll die ersten Akzente. Und weil Brugger und Liebing weiter trafen, ging der Gastgeber mit 8:5 in Führung. Der Schwaikheimer Coach Heiko Burmeister sah sich früh zu seiner ersten Auszeit gezwungen. Die Gäste probierten es nun mit allen Abwehrvarianten: doppelte Manndeckung, offensives 4:2 oder offensive Außen. Zumindest bis zum 8:11 hielten sie den Rückstand in Grenzen. Auf Waiblinger Seite überzeugte in dieser Phase Arne Baumann mit einer glänzenden Quote von Linksaußen und dynamischen Tempogegenstößen.

Von der 17. Minute an sorgte der VfL für die frühe Entscheidung. Der starke Waiblinger Mittelblock Baumgarten/Grüninger sowie Stefan Doll ließen keinen Treffer mehr zu und vorne fielen sechs Tore binnen fünf Minuten. Auch die zweite Schwaikheimer Auszeit stoppte den Abwärtstrend nicht mehr.

Bezeichnend war auch die Siebenmeterausbeute der beiden Mannschaften. Während die Sportfreunde bei beiden Versuchen scheiterten, blieb Damir Marjanovic viermal Sieger in diesem Duell. Auch nach dem 17:8 waren die Gastgeber noch nicht satt und erhöhten bis zum überdeutlichen Pausenstand von 21:10.

Wer in Anbetracht dieser Halbzeitführung mit einem ausgeglicheneren Spielverlauf in der zweiten Hälfte rechnete, sah sich schnell getäuscht. Die Waiblinger Angriffswelle war weiterhin nicht aufzuhalten, bereits in der 39. Minute fiel der 30. Waiblinger Treffer. Unglaubliche 15 Tore betrug der Vorsprung zu diesem Zeitpunkt. Und es kam noch besser: Christian Tutsch, der eine Klasseleistung auf der rechten Außenbahn zeigte, erzielte zwei Treffer in Folge zum 36:20 für den VfL.

Erst in den letzten zehn Minuten schaltete das Team des VfL Waiblingen in den Feiermodus um, und die Sportfreunde betrieben bis zum 39:25-Endstand noch etwas Ergebniskosmetik. Hätte Waiblingen diese Leistung öfter in dieser Saison abgerufen, wäre sicherlich viel mehr herausgesprungen als der neunte Tabellenplatz. Die SF Schwaikheim belegen in der Abschlusstabelle Rang elf.

VfL Waiblingen: Doll, Hämmerling; Brugger (8), Grüninger (2), Henkel (1), Liebing (7), Kallenberg, Koch, Asmuth, Tutsch (3), Schwarz (2), Baumgarten (3), Marjanovic (7/4), Baumann (6).

SF Schwaikheim: Gantner, Barth; Heyden (2), Breunig (5), Bayha (4), Leonhardt (4), Kubach, Rentschler (3), Gronwald (1), Starz, Itterheim (2), Wied (4).