Rems-Murr-Sport

Ganz unterschiedliche Heimaufgaben

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Luca Röser ging zwar in dieser Szene gegen Gerrit Nauber und Nico Neidhart leer aus, beim 2:0-Erfolg gegen Lotte aber traf er in der Nachspielzeit zum 2:0. Am Samstag ist der FSV Zwickau Gast bei der SG Sonnenhof Großaspach © Alexander Becher

In der 3. Fußball-Liga schließt die SG Sonnenhof Großaspach die englische Woche mit dem Heimspiel gegen den FSV Zwickau ab. In der Landesliga erwarten TSV Schwaikheim und TSV Schornbach schwere Gegner – allerdings aus ganz unterschiedlichen Gründen.

3. Liga

SG Sonnenhof Großaspach (8. Platz, 40 Punkte) – FSV Zwickau 11., 37 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Die Aspacher sind zwar Achter, Hauptziel aber bleibt der Ligaverbleib. Und dem sind sie mit dem 2:0 gegen Lotte ein großes Stück nähergekommen. Sechs Punkte noch, dann haben sie ihr Saisonziel – aller Voraussicht nach gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt – erreicht. Schon am Samstag soll die Heimbilanz auf 25 Punkte ausgebaut werden.

Cheftrainer Oliver Zapel: „Wir müssen nun alle Kräfte bündeln, die Intensität der Partie gegen Lotte war extrem hoch. Wir haben Respekt vor dem FSV Zwickau, einer Mannschaft mit echten Mentalitätsbiestern, die sich aus dem Tabellenkeller herausgekämpft haben.“ Michael Maria befindet sich weiterhin auf Länderspielreise mit Curacao. Verzichten muss Zapel ebenfalls weiterhin auf Nico Gutjahr, David Yelldell, Felice Vecchione, Mario Rodriguez und Manni Kwadwo. Daniel Hägele steht nach seiner Gelbsperre wieder zur Verfügung.

Der SWR überträgt die Partie live ab 13.50 Uhr im TV. Eine Zusammenfassung gibt es nach 17.30 Uhr in Sport am Samstag.

Verbandsliga

TSG Backnang (2. Platz 41 Punkte) – FV Löchgau. (11., 25 Punkte; Samstag, 16 Uhr). Wie erwartet hat sich die TSG in Zimmern durchgesetzt. Sogar eine durchschnittliche Leistung reichte zum 5:2 beim Tabellenletzten. Der FV Löchgau wird wohl mehr Gegenwehr leisten. Er ist dem Abstiegsrelegationsplatz allzu nah. Dennoch spricht alles dafür, dass die Backnanger ihren Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Drittplatzierten, den VfB Neckarrems, verteidigen werden.

Landesliga

Eine „verrückte Liga“ nennt Schwaikheim-Trainer Toni Guaggenti die Landesliga. Die Ergebnisse sind kaum vorherzusehen, Platz eins und sechs trennen nur fünf Punkte, und auch die Schwaikheimer als Siebte dürfen die Abstiegszone bei weitem noch nicht aus den Augen verlieren.

TSV Schornbach (5. Platz, 34 Punkte) – Aramäer Heilbronn (14., 16 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Das erste von vier Abstiegsspielen, die TSV-Trainer Giuseppe Greco für sein Team ausgerufen hat, ging an den TSV. Nicht schön, aber erfolgreich. „Die Mannschaft hat sich zu Herzen genommen, was ich mir gewünscht habe“, sagt Greco. Und dennoch beunruhigt ihn der Erfolg. „Es ist mir zu ruhig im Umfeld, die Mannschaft ist schon wieder zu zufrieden.“ Und sie mache noch zu häufig Fehler, die auf zu großes Risiko oder gar Überheblichkeit fußt. Er fordert weniger Risiko. Gerade gegen die Aramäer aus Heilbronn müsse seine Mannschaft aufpassen. „Das ist offensiv eine der stärkeren Mannschaften.“ Zwar gewann der TSV in der Vorrunde mit 4:0, „aber das war deutlich zu hoch“. Am Sonntag wird Fabian Burkhardt (Blinddarm) fehlen, auch mit Gianluca Tosto (Bänder überdehnt) ist nicht zu rechnen. Kosta Petridis und Geo Mahlelis sind angeschlagen, stehen aber zur Verfügung.

TSV Schwaikheim (7., 33 Punkte) – Spvgg Ludwigsburg (4., 35 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Das Jahr begann schlecht für die Schwaikheimer (1:5 in Brackenheim), doch was folgte, kann sich sehen lassen. Offenbar war der Auftakt ein Wachmacher fürs Team. Zuletzt gelang ein 3:1 beim Tabellenzweiten Satteldorf. Trainer Toni Guaggenti: „Die Mannschaft hat gemerkt, es ist noch nichts erreicht. Wir müssen alle viel mehr machen.“ In Satteldorf habe wieder jeder für jeden gearbeitet, auch die Einwechselspieler fügten sich gut ein. Das ist für Guaggenti der Schlüssel. Taktik sei wichtig, aber ohne den Willen und die richtige Einstellung funktioniere kein System. Das gelte auch jetzt wieder gegen Ludwigsburg. „Im ersten Spiel waren die in der ersten Halbzeit klar besser, in der zweiten Hälfte haben wir sie überrumpelt“ – und 2:1 gewonnen. Ludwigsburg aber hat mittlerweile den Trainer gewechselt und in der Winterpause auch den Kader kräftig aufgerüstet. Beim TSV ist Heiko Bernert wieder an Bord.

TV Pflugfelden (11., 25 Punkte) – FC Viktoria Backnang (15., 13 Punkte; Samstag, 15 Uhr). Nah dran am vierten Sieg ist die Viktoria gegen Crailsheim gewesen, es reichte dann doch nur zu einem Unentschieden. Immerhin aber hat der Vorletzte gezeigt, dass er mithalten kann mit Teams, die weiter oben platziert sind. Vielleicht gelingt dies auch beim TV Pflugfelden.

Tura Untermünkheim (16., 12 Punkte) – TV Oeffingen (8., 31 Punkte; Samstag, 15 Uhr). Auf einen Sieg und ein Remis folgte eine Niederlage, aber gegen den Tabellenführer darf das schon mal sein. In Untermünkheim dagegen muss für die Oeffinger ein Sieg das Ziel sein.

TSG Öhringen (3., 35 Punkte) – SV Fellbach (13., 23 Punkte; Samstag, 15 Uhr). Es wird immer enger für die Fellbacher. Dabei haben sie aus drei Spielen vier Punkte geholt. Doch weil die Konkurrenz noch erfolgreicher war, steht der SVF mittlerweile auf einem Abstiegsplatz. Die Aussichten, dass sich das am Wochenende ändert, sind nicht allzu gut.