Rems-Murr-Sport

Hallen-DM: Hanna Klein holt Bronze, Alina Kenzel Silber

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Alina Kenzel (VfL Waiblingen) gewann hinter der Weltklasse-Athletin Christina Schwanitz Silber im Kugelstoßen der Frauen. © Danny Galm
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Alina Kenzel (VfL Waiblingen) gewann hinter der Weltklasse-Athletin Christina Schwanitz Silber im Kugelstoßen der Frauen. © Danny Galm
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Alina Kenzel (VfL Waiblingen) gewann hinter der Weltklasse-Athletin Christina Schwanitz Silber im Kugelstoßen der Frauen. © Danny Galm
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Alina Kenzel (VfL Waiblingen) gewann hinter der Weltklasse-Athletin Christina Schwanitz Silber im Kugelstoßen der Frauen. © Danny Galm
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Alina Kenzel (VfL Waiblingen) gewann hinter der Weltklasse-Athletin Christina Schwanitz Silber im Kugelstoßen der Frauen. © Danny Galm
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Hanna Klein zeigte in einem rasend schnellen Lauf über die 3000 Meter ein großartiges Rennen. Belohnt wurde sie mit Bronze, zudem knackte die Athletin der SG Schorndorf die EM-Norm. © Iris Hensel
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Freude über Bronze und EM-Qualifikation über die 3000 Meter der Frauen: Hanna Klein von der SG Schorndorf. © Danny Galm
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Freude über Bronze und EM-Qualifikation über die 3000 Meter der Frauen: Hanna Klein von der SG Schorndorf. © Danny Galm
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Freude über Bronze und EM-Qualifikation über die 3000 Meter der Frauen: Hanna Klein von der SG Schorndorf. © Danny Galm

Herausragende Ergebnisse hat es bei der Hallen-DM der Leichtathleten in Leipzig gegeben. In ihrem ersten Jahr bei den Aktiven gewann Alina Kenzel (VfL Waiblingen) Silber im Kugelstoßen. Sogar noch höher einzuschätzen: Hanna Klein (SG Schorndorf) holte über 3000 Meter in einem Weltklassefeld Bronze und löste das Ticket zur Hallen-Europameisterschaft.

Für Klein ist der Erfolg ein Befreiungsschlag. Im vergangenen Jahr war sie die Normen erst nach der Nominierung gelaufen, zudem verpasste sie die Olympia-Teilnahme über 5000 Meter um die Winzigkeit von 2,5 Sekunden. Jetzt gelang der Athletin der SG Schorndorf der große Coup. Sie startete erstmals überhaupt in ihrer Karriere über die 3000 m – und holte auf Anhieb nicht nur die Bronzemedaille, sondern unterbot mit 8:57,86 Minuten auch klar die vom Deutschen Leichtathletikverband geforderten 9:04 min. zur Teilnahme an den in zwei Wochen stattfindenden Hallen-Europameisterschaften in Belgrad. Die internationale Norm für die EM liegt bei den Frauen bei nur 9:15 min. Doch der DLV hatte die Regeln für seine Athleten wieder einmal verschärft.

Anhand der Meldeliste war klar, dass die 3000 m bei den Frauen zu den bestbesetzten Mittelstrecken der Veranstaltung gehören würden. Gesa Krause (Trier), die Europameisterin über 3000 m Hindernis und Olympia-Sechste in Rio über diese Distanz, war ebenso am Start wie die Junioren-Europameisterin über 3000 und 5000 m Alina Reh (SSV Ulm). Hinzu kamen die Deutsche Hallen-Meisterin über 1500 m von 2016, Maren Kock aus Regensburg, und Caterina Granz aus Berlin, die mit der zweitbesten Meldezeit in den Startlisten stand.

Nach 2000 m gab es eine Dreier-Spitzengruppe mit Reh, Klein und Krause

Von Beginn an übernahm mit Alina Reh die Jüngste im Feld das Kommando und sorgte für ein hohes Anfangstempo, sie wollte die EM-Norm knacken. In ihrem Schlepptau gaben auch Krause, Granz, Kock und Klein Gas. Spätestens als die ersten 1000 m unter 3:00 min. passiert wurden, war allen klar, dass es ein großartiges Rennen werden würde. Nach 2000 m gab es eine Dreier-Spitzengruppe mit Reh, Klein und Krause. Es sah zwischendurch sogar so aus, als ob Hanna Klein die Silbermedaille erkämpfen könnte. Zwei Runden vor Schluss verließen sie aber ein bisschen die Kräfte, und Krause nahm wieder die zweite Position hinter Reh ein.

Klein hatte eigentlich schon vor zwei Wochen beim internationalen Meeting in Karlsruhe die EM-Norm angehen wollen, war aber krankheitsbedingt im Bett gelegen. Umso höher ist die Leistung in Leipzig einzuschätzen. Es gewann Alina Reh in 8:53,56 min. vor Gesa Krause (8:56,13) und Klein (8:57,86). Schon vor Ort bestätigten die Bundestrainer die Nominierung der Schorndorferin für die Europameisterschaften, die vom 3. bis 5. März in Belgrad stattfinden werden.

Kenzel stößt wieder einmal deutlich über 17 Meter

Groß war die Freude auch bei Alina Kenzel vom VfL Waiblingen. Die Kugelstoßerin gewann ihre erste DM-Medaille als Aktive. Im Kugelstoßen der Frauen wurde sie hinter der Weltmeisterin Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge; 18,50 Meter) Zweite mit 17,28 m. Bronze ging an Katharina Malsch (TuS Metzingen) mit 17,11 m.

Kenzel zeigt eine erstaunliche Leistungsentwicklung. Mit der persönlichen Bestleistung von 16,96 m war sie in die Hallensaison gestartet – und übertraf diese bei allen folgenden Meetings und Meisterschaften mit 17-Meter-Stößen. Ihre Bestweite liegt inzwischen bei herausragenden 17,68 m. Damit fehlen Kenzel nur zwei Zentimeter zur vom DLV geforderten Norm für die Hallen-EM. Damit besteht eine kleine Chance, wie Klein in Belgrad starten zu dürfen.

Marcel Fehr wird Fünfter über 3000 m der Männer

Die SG Schorndorf hatte bei der DM in Leipzig weitere Eisen im Feuer. Im zweiten hochklassigen 3000-m-Rennen der Veranstaltung hatte es Marcel Fehr bei den Männern ebenfalls mit den Besten der deutschen Läuferszene zu tun. Am Start waren unter anderem der EM-Bronzegewinner über 5000 m Richard Ringer (Friedrichshafen), der mehrfache Deutsche Meister und Team-EM-Sieger Timo Benitz (Nordschwarzwald) und der Deutsche Hallenmeister des Vorjahres Florian Orth (Regensburg).

Nach seinem tollen Rennen beim Meeting in Gent war klar, dass Fehr an der Spitzengruppe würde dranbleiben können. Im von der Taktik geprägten DM-Lauf hielt er sich stets an vierter oder fünfter Position. Auf den letzten 1000 m erhöhte Ringer das Tempo und schüttelte alle Konkurrenten ab. Fehr war mit der Zeit von 2:34 min. für den letzten Kilometer zufrieden, weniger allerdings mit der Platzierung: Platz fünf in 8:03,95 min. Es gewann Ringer (7:59,68) vor Orth (8:01,10) und Benitz (8:01,31).

Fehrs Teamkollegin Gina Daubenfeld profitierte über die 800 m der Frauen in einem dünnen Starterfeld von der Disqualifikation einer Läuferin und rutschte mit persönlicher Hallenbestzeit von 2:11,28 min. in das Finale der besten acht. In diesem jedoch machte sich eine leichte Erkältung bemerkbar: Platz acht in 2:12,03 min.