Handball im Rems-Murr-Kreis

Handball-Top-Team Neckarsulm kommt zum Erstliga-Einstand des VfL Waiblingen

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Vanessa Nagler (mit Ball, hinten Lena Klingler) und der VfL Waiblingen feiern gegen die Sport-Union Neckarsulm in der Rundsporthalle ihre Bundesliga-Premiere. Hier eine Szene aus dem Testspiel gegen FA Göppingen. © Ralph Steinemann Pressefoto

Es herrscht eine Mischung aus Anspannung und Euphorie: An diesem Samstag (17.30 Uhr) erwarten die Handballerinnen des VfL Waiblingen in ihrem Premierenspiel in der ersten Bundesliga die ambitionierte Sport-Union Neckarsulm. Der Aufsteiger ist krasser Außenseiter, hat aber nichts zu verlieren.

Die Vorbereitung war lang und anstrengend. Endlich dürfen die VfL-Handballerinnen zeigen, was sie draufhaben. „Die Vorfreude ist groß, wir bewegen uns schließlich in der ersten Liga, weiter nach oben geht’s nicht“, sagt der VfL-Trainer Thomas Zeitz. Wobei er den Respekt bei seinen Spielerinnen, vor allem vor den ersten beiden Kontrahenten, schon spüre. Den Auftaktgegner Neckarsulm zählt er zu den vier stärksten Teams der Liga. Und über den Meister SG BBM Bietigheim, der am Mittwoch zum Saisonauftakt in Zwickau beim 36:15 seinen 55. Sieg in Serie holte, „brauche ich nicht viele Worte verlieren“.

Erste Spiele zum Eingewöhnen

Die Generalprobe des VfL fiel, zumindest was das Ergebnis betrifft, ernüchternd aus: Zur Saisoneröffnung des TuS Metzingen musste er sich vor einer Woche dem Liga-Konkurrenten mit 25:37 geschlagen geben. In den ersten 30 Minuten hatten die Waiblingerinnen noch gut mitgehalten, im zweiten Abschnitt mussten sie den Gegner ziehen lassen. „Das war ein bisschen wenig“, so Zeitz, der allerdings relativiert: Vier wichtige Spielerinnen seien direkt von der Arbeit zum Spiel gekommen. „Ich kann das Spiel ganz gut einschätzen.“

Gespürt indes hätten seine Spielerinnen die neue Körperlichkeit, die auf sie zukommen wird in der ersten Liga. „Da werden wir uns ab und zu mit großen Augen angucken.“ Für die Eingewöhnung seien die ersten beiden Spiele „super“, weil sein Team nichts zu verlieren habe. „Wir müssen einerseits locker reingehen, aber auch testen, wie weit wir schon sind.“ Wichtig werde sein, den Schalter im Kopf umzulegen. „Die Rückraumspielerinnen in der ersten Liga kommen in einem anderen Tempo auf die Deckung zu“, so Zeitz. Dann reiche es in der Regel nicht, mit beiden Armen führend anzunehmen. „Da musst du deinen Körper auch mal reinstellen und wissen, dass es jetzt wehtun kann.“

19 Spielerinnen aus elf Nationen

Die Sport-Union Neckarsulm hat ihren Kader zur neuen Saison komplett umgekrempelt: Zwölf neue Spielerinnen kamen, elf Nationen tummeln sich im 19er-Kader. „Wenn wir einen kleinen Vorteil haben, dann den, dass der Gegner noch nicht eingespielt ist“, so Zeitz. Die Top-Verpflichtung im Rückraum ist die russische Nationalspielerin Olga Gorshenina. „Das ist eine richtige Granate“, sagt Zeitz. Munis Smits habe in Bad Wildungen eine überragende Saison gespielt. Vom Deutschen Meister SG BBM Bietigheim kommt die deutsche Nationalspielerin und Kreisläuferin Luisa Schulze, die mit ihren 1,90 Metern schwer zu verteidigen ist.

Die Problematik sei, dass man sich kaum auf eine spezielle Spielerin konzentrieren könne. Dafür sei der Kader zu breit und zu gut. Wichtig werde sein, Neckarsulm die einfachen Tore wegzunehmen. „Das ist gleich zum Auftakt eine ordentliche Aufgabe für uns“, so Zeitz. „Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben.“

Der VfL-Trainer hofft, dass sich die Fans an das Ende der vergangenen Saison erinnern und in großer Zahl in die Rundsporthalle kommen. „Und ich hoffe, dass sie es richtig einschätzen können, was die erste Liga bedeutet. Für die Mädels ist die Unterstützung der Zuschauer extrem wichtig.“

Zeitz kann fast auf den kompletten Kader zurückgreifen. Matilda Ehlert wird den Saisonauftakt verpassen: Die Jugend-Nationalspielerin knickte um und hat sich an den Bändern am Fuß verletzt.

Info zum Saisonauftakt

Der VfL Waiblingen feiert an diesem Samstag seinen großen Saisonauftakt. Nach dem Frauen-Spiel gegen die Sport-Union Neckarsulm (17.30 Uhr) empfangen um 20 Uhr die Männer des VfL Waiblingen im ersten Spiel in der Baden-Württemberg-Oberliga den TSV Weinsberg. Rund um die Rundsporthalle wird auch ein Rahmenprogramm geboten: Es gibt die Kids-Tiger-Challenge mit verschiedenen Spielstationen und eine Hocketse mit Bier vom Fass, Grill- und Sektbar. Los geht’s um 15.30 Uhr.

Es herrscht eine Mischung aus Anspannung und Euphorie: An diesem Samstag (17.30 Uhr) erwarten die Handballerinnen des VfL Waiblingen in ihrem Premierenspiel in der ersten Bundesliga die ambitionierte Sport-Union Neckarsulm. Der Aufsteiger ist krasser Außenseiter, hat aber nichts zu verlieren.

Die Vorbereitung war lang und anstrengend. Endlich dürfen die VfL-Handballerinnen zeigen, was sie draufhaben. „Die Vorfreude ist groß, wir bewegen uns schließlich in der ersten Liga, weiter nach

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