Handball im Rems-Murr-Kreis

Handball: VfL Waiblingen verpflichtet drei Neue fürs Württembergliga-Team

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Zerweck
Neuzugang des Württembergligisten VfL Waiblingen II: Julia Zerweck. © Heiko Potthoff
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Mainka
Neuzugang des VfL Waiblingen II: Laila Mainka (Tor). © Heiko Potthoff
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Micu
Neuzugang des VfL Waiblingen II: Alexandra Micu. © Heiko Potthoff

In den Amateurligen ruht der Trainingsbetrieb seit mehr als acht Monaten. Derweil treibt Harald Beilschmied, Trainer der Württembergliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen II, die Kaderplanung für die Saison 2021/2022 voran.

Per Pressemitteilung gibt der Österreicher nun mit Laila Mainka und Alexandra Micu die Verpflichtung zweier Talente vom A-Jugend-Bundesligisten FA Göppingen bekannt. Die Dritte im Bunde ist Julia Zerweck, die aus dem Landesligateam des SC Korb zum VfL II wechselt.

Die 22-jährige Rückraumspielerin stammt aus einer Handballfamilie: Vater Thomas Zerweck spielte als Torhüter unter anderem beim SC Korb und beim Drittligisten HC Oppenweiler/Backnang, Mama Gabriele Zerweck (geb. Mack) war ebenfalls für den SC Korb aktiv. Und Julia Zerwecks jüngere Schwester Amelie spielt derzeit beim HSC Schmiden/Oeffingen.

Als B-Jugendliche spielte Zerweck für die HSG Weinstadt

Julia Zerweck begann als Zehnjährige bei ihrem Heimatverein SV Fellbach mit dem Handball und spielte in der B-Jugend unter anderem für die HSG Weinstadt. Nach den Stationen bei den Aktiven in Fellbach und Korb startet die 1,75 Meter große Lehramtsstudentin nun das Abenteuer in der Württembergliga: „Ich freue mich, dass Harald mich auf den Wechsel zum VfL II angesprochen hat. Gerne nehme ich die Herausforderung und die Chance an, mich in einer höheren Spielklasse weiterzuentwickeln. Mal sehen, was da noch in mir steckt und wie weit es geht.“

Der Waiblinger Coach Beilschmied jedenfalls ist überzeugt von Zerwecks Qualitäten: „Julia ist eine groß gewachsene Spielerin, die auch aus neun bis neuneinhalb Metern erfolgreich aufs Tor werfen kann. Das wird unserem Spiel guttun und es noch variabler machen.“

Laila Mainka ersetzt Mandy Hoogenboom

Die anderen beiden Talente, die der VfL verpflichtet hat, Laila Mainka (19) und Alexandra Micu (18), kennt Beilschmied aus seiner Zeit als Jugendtrainer in Remshalden und Göppingen. Er sagt: „Mit Laila konnten wir eine sehr bewegliche und auch lernwillige Torhüterin für uns gewinnen.“

Nachdem Mandy Hoogenboom in ihre niederländische Heimat zurückgekehrt ist, kann Waiblingen somit erneut ein Trio im Tor aufbieten: Evita Merlin, Bianca Ionita und Mainka.

Der Neuzugang stand mehrere Jahre im Talentkader des HVW und nahm 2017 an einem DHB-Sichtungslehrgang teil. Zuletzt trainierte sie auch mit der zweiten Frauenmannschaft von FA Göppingen (Oberliga).

Die Abiturientin sieht dem Wechsel mit Spannung entgegen: „In Waiblingen besteht ein gutes Umfeld und ein intaktes Mannschaftsgefüge, was mir sehr wichtig ist. Mit der Möglichkeit, in der Württembergliga zu spielen, sehe ich gute Chancen, mich nach meiner fast zweijährigen Handballpause weiterzuentwickeln.“

Allrounderin Alexandra Micu war schon in der Oberliga aktiv  

Wie Mainka spielte auch Alexandra Micu für das A-Jugend-Bundesligateam von Frisch Auf. Die Rumänin zog vor knapp vier Jahren nach Schwäbisch Gmünd, nachdem ihre Eltern schon einige Zeit zuvor in der Region Arbeit gefunden hatten. Micu trainierte zwei Monate bei der SV Remshalden, bevor sie zur Göppinger B-Jugend wechselte.

In der Saison 2019/2020 war sie zudem in der zweiten und dritten (Landesliga) Frauenmannschaft aktiv. Außerdem trainierte sie mit dem Göppinger Erstligateam (kommende Saison nur noch 2. Liga).

Laut VfL-Trainer Beilschmied ist Micu eine Allroundspielerin mit starkem Wurf: „Alex hat in Rumänien eine sehr gute Handball-Grundausbildung absolviert, die in Deutschland leider nicht kontinuierlich fortgesetzt wurde. Ich freue mich darauf, am Feinschliff zu arbeiten.“

Micu legt derzeit ihre Prüfungen zur Mittleren Reife ab und ist auf Ausbildungsplatzsuche für den Herbst. Sie freut sich auf das Waiblinger Team: „Ich kenne Harald und einige Spielerinnen ja bereits aus meiner Zeit bei Frisch Auf. Hier beim VfL sehe ich für mich die optimalen Rahmenbedingungen.“