Handball im Rems-Murr-Kreis

Handballerinnen des VFL Waiblingen: Kein zweiter Patzer gegen Harrislee

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Der VfL Waiblingen (mit Ball Mariel Wulf gegen Lisa Vlug von den Füchsen Berlin) muss nach dem Sieg im Spitzenspiel nun auch beim Angstgegner TSV Nord Harrislee gewinnen. © Ralph Steinemann Pressefoto

Tabellenführer zu sein ist schön. Doch acht Spieltage vor Schluss ist der erste Platz nichts wert. Die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen müssen hochkonzentriert bleiben. In der Partie beim Angstgegner TSV Nord Harrislee sollen anders als in der Vorrunde zwei Punkte her. Allerdings könnte das Spiel coronabedingt ausfallen.

TSV Nord Harrislee (10. Platz, 17:23 Punkte) – VfL Waiblingen (1. Platz, 39:5 Punkte; Samstag, 2. April, 17.30 Uhr). Mit dem erstaunlich souveränen 26:23-Heimsieg über die Füchse Berlin hat der VfL Waiblingen seine Ambitionen auf den Sprung in die 1. Bundesliga unterstrichen. Und weil im zweiten Spitzenspiel der zuvor mit dem VfL punktgleiche HSV Solingen-Gräfrath dem Team von FA Göppingen mit 32:34 unterlag, sind die Waiblingerinnen nun wieder Tabellenführer.

Doch es bleibt sehr eng: Solingen ist mit 37:7 Punkten Zweiter, gefolgt von Göppingen (zwei Spiele weniger) mit 34:6 Punkten. Für Berlin dagegen wird es mit nun schon elf Minuspunkten sehr schwer, noch mal ins Aufstiegsrennen einzugreifen.

Wie in den vergangenen Jahren, darauf hat der Verband HBF hingewiesen, wird nur der Meister direkt aufsteigen. Der Tabellenzweite muss gegen den Tabellen-13. der 1. Bundesliga in die Relegation. An dieser Hürde scheiterten in der Saison 2020/21 die Füchse Berlin. Nach einer so starken Runde nicht belohnt zu werden, war eine riesige Enttäuschung.

Peter Müller fände es schöner, gäbe es zwei direkte Aufsteiger

Peter Müller, das für den Frauenbereich zuständige Vorstandsmitglied des VfL Waiblingen, fände es deshalb schöner, „wenn von 16 Mannschaften in der zweiten Liga zwei direkt aufsteigen“. Allerdings kann er die HBF auch verstehen. Ziel sei es schließlich, die 1. Bundesliga in absehbarer Zeit zu verkleinern.

Weil die Relegation so schwierig ist, wäre es für den VfL freilich am besten, er würde Tabellenführer bleiben. Das Restprogramm hat es jedoch in sich. Beide Partien gegen Solingen stehen noch aus, hinzu kommen die Aufgaben gegen Regensburg (5.) und Nürtingen (6.). Außerdem müssen die Waiblingerinnen Pflichtsiege über Harrislee, Mainz, die Kurpfalz-Bären Ketsch und Aldekerk einfahren. Vor allem geht es aber darum, die Nerven im Griff zu haben. Schon so mancher Aufstiegsaspirant hat am Ende einer Saison alles verspielt.

VfL-Coach Thomas Zeitz findet es deshalb gut, dass seine Mannschaft in Sachen Leistung noch Luft nach oben hat. Das helfe den Spielerinnen, sich auf sich selbst zu konzentrieren statt sich von der Euphorie des Umfelds anstecken zu lassen. Auch mit dem Heimspiel gegen Berlin war Zeitz nicht durchweg zufrieden. Das Team hatte es wegen phasenweiser Schwächen im Angriff verpasst, die Partie frühzeitig zu entscheiden. „Aber mit ein bisschen Abstand muss ich als Trainer jetzt sagen, dass es insgesamt gut war.“ Wer schafft es schon, ein Spitzenteam wie Berlin so zu dominieren?

Ein Sieg steht außer Frage

Ein Punktverlust im Topspiel wäre ärgerlich, aber verständlich gewesen. In der kommenden Partie dagegen muss ohne Wenn und Aber ein Sieg her. Es geht an die dänische Grenze zum Tabellenzehnten TSV Nord Harrislee. Allerdings ist er der Waiblinger Angstgegner. In den zurückliegenden Runden gab es schon Niederlagen gegen die Nordlichter, und auch in dieser Saison ging das erste Aufeinandertreffen verloren. 21:29 hieß es am Ende.

Diesmal jedoch sind die Vorzeichen anders. Das Harrislee-Team ist coronagebeutelt. „Es gibt viele Fälle“, sagt Thomas Zeitz. Zwar wolle der TSV unbedingt spielen. Ob das klappt, hänge aber von der Zahl der Infektionen ab. Findet die Partie statt, „werden wir auf eine nicht zu 100 Prozent fitte Mannschaft treffen“. Das könne allerdings auch gefährlich sein. Stichwort: angeschlagener Boxer.

Mit einer guten Leistung sollte sich Waiblingen dennoch den Sieg sichern. Der wäre auch psychologisch wichtig. „Jedes Mal, wenn wir zwei Punkte holen, sind die Konkurrenten im Zugzwang“, sagt Zeitz.

Nach überstandener Corona-Erkrankung ins Team des VfL zurückkehren wird Rechtsaußenspielerin Leonie Henkel.

Tabellenführer zu sein ist schön. Doch acht Spieltage vor Schluss ist der erste Platz nichts wert. Die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen müssen hochkonzentriert bleiben. In der Partie beim Angstgegner TSV Nord Harrislee sollen anders als in der Vorrunde zwei Punkte her. Allerdings könnte das Spiel coronabedingt ausfallen.

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TSV Nord Harrislee (10. Platz, 17:23 Punkte) – VfL Waiblingen (1. Platz, 39:5 Punkte; Samstag, 2. April, 17.30 Uhr). Mit dem

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