Handball im Rems-Murr-Kreis

Handballerinnen des VfL Waiblingen nach Sieg im Spitzenspiel Tabellenführer

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Caren Hammer (Mitte) und der VfL Waiblingen haben sich mit dem Heimsieg gegen die Berlinerinnen die Tabellenführung geholt. © Ralph Steinemann Pressefoto

Der VfL Waiblingen ist der Gewinner des Spitzenspiel-Samstags in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Er gewann sein Heimspiel überraschend souverän mit 26:23 (11:8) gegen die Füchse Berlin, während der bis dato punktgleiche HSV Solingen-Gräfrath mit 32:34 FA Göppingen unterlag. Damit ist der VfL nun Tabellenführer.

Acht Spieltage vor Schluss heißt das freilich nicht, dass die Waiblingerinnen den Aufstieg feiern dürfen. Zumal sie noch zweimal gegen Solingen antreten. Doch es war schon beeindruckend, wie klar die Mannschaft die als Tabellendritter angereisten Füchse Berlin in der Rundsporthalle beherrschten. Der VfL lag immer vorne und ließ sich auch von schwächeren Phasen im Angriff nicht verrückt machen. Ohne die hätte das Team die Partie wesentlich früher entscheiden können.

Verzichten musste VfL-Coach Thomas Zeitz wie befürchtet auf die nach ihrer Corona-Erkrankung noch nicht ganz fitte Rechtsaußen Leonie Henkel. Sie wurde erneut durch Julia Schraml ersetzt. Auf der anderen Seite gab es zum Glück für Waiblingen keine Veränderung. Die Tests von Rabea Pollakowski, in deren persönlichem Umfeld das Virus grassiert, waren negativ.

Rabea Pollakowski avanciert zur treffsichersten Spielerin auf dem Feld

Prompt avancierte die Spielerin mit acht Treffern zur besten Werferin auf dem Feld. Stark präsentierte sich außerdem die Abwehr inklusive Torhüterin Celina Meißner, die ihre Gegenüber Mariia Gladun und Chantal Pagel klar ausstach. Berlin hat nach der Niederlage nun schon sechs Zähler Rückstand auf Waiblingen und sich nach eigenen Angaben aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet.

Wenig Gegenwehr

Umso verblüffender war es, wie unkonzentriert und müde wirkend sich das Team von Trainerin Susann Müller insbesondere zu Beginn präsentierte. Der 3:7-Rückstand (13.) war die Folge zahlreicher technischer Fehler, mangelnden Tempos und schwacher Würfe. Auf mehr als drei Tore sollten die Füchse bis zum Ende der Partie nicht mehr herankommen.

Kapitänin Caren Hammer und Sinah Hagen hatten den VfL mit 2:0 in Führung gebracht (5.). Fast alle Versuche der Berlinerinnen blieben an der Abwehr hängen oder wurden leichte Beute von Meißner. Hätten die Schiedsrichter Thomas Hörath und Timo Hofmann nicht einige Berliner Schrittfehler übersehen, wäre Waiblingen schnell weiter davongezogen. Dennoch hatte das Team das Spiel im Griff. Mariel Wulf erzielte in der 23. Minute das 10:5. Beim Stand von 11:8 ging es in die Pause.

Der Sieg zu keiner Zeit gefährdet

Die Gäste verschliefen auch den Start in die zweite Hälfte, was der VfL zur eigentlich beruhigenden 17:10-Führung nutzte (39.). Wie schon mehrmals in dieser Saison schaffte es das Team aber nicht, den Sack früh zuzumachen. Waiblinger Abstimmungsschwierigkeiten in der Offensive und leichte Fehler brachten die Füchsinnen zurück in die Partie. Die Mannschaften waren nun gleichwertig. Doch auch wenn etwa Engelina Molenaar und Iva van der Linden nun ihre individuelle Klasse demonstrierten, war der Sieg des VfL nie in Gefahr. Insbesondere die bei Tempogegenstößen so wertvolle Pollakowski hielt Berlin mit ihren Toren auf Distanz.

Hammers 25:21 in der 57. Minute und eine anschließende Zwei-Minuten-Strafe gegen die Gäste bedeuteten die Entscheidung. Kurz darauf bejubelten VfL-Mannschaft und Fans den 26:23-Erfolg.

VfL Waiblingen: Meißner, Wunsch; Nagler (4/1), Schraml (1), Hagen (4), Brand (1), Hammer (3), Wulf (4), Bergfeld, Jäger (1), Pollakowski (8/1). Füchse Berlin: Gladun, Pagel; Kolosove (3), Tolic, Molenaar (4), Höbbel (2), Gouveia (2), Trabelsi (3), Wagenlader (1), van der Linden (2), Vlug (4), Dekker (3/2).

Der VfL Waiblingen ist der Gewinner des Spitzenspiel-Samstags in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Er gewann sein Heimspiel überraschend souverän mit 26:23 (11:8) gegen die Füchse Berlin, während der bis dato punktgleiche HSV Solingen-Gräfrath mit 32:34 FA Göppingen unterlag. Damit ist der VfL nun Tabellenführer.

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Acht Spieltage vor Schluss heißt das freilich nicht, dass die Waiblingerinnen den Aufstieg feiern dürfen. Zumal sie noch zweimal gegen Solingen antreten. Doch

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