Rems-Murr-Sport

Hanna Klein und Alina Kenzel freuen sich auf WM

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Läuferin Hanna Klein und Kugelstoßerin Alina Kenzel. © Ramona Adolf

Was für eine Herausforderung für Kugelstoßerin Alina Kenzel (VfL Waiblingen) und Läuferin Hanna Klein (SG Schorndorf). Nur die Olympischen Spiele im nächsten Sommer stehen über dem, was die beiden Aushängeschilder des Rems-Mur-Kreises nun vor sich haben: die Teilnahme an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha (Katar), die am Freitag beginnen.

„Bei einer WM ist alles möglich“, sagt Hanna Klein und strahlt damit den Optimismus aus, der sie schon 2017 über 1500 Meter sensationell ins WM-Finale in London geführt hatte. Elfte wurde die Läuferin der SG Schorndorf damals. Die Psychologie-Studentin liebäugelt zwar eher mit den 1500 Metern, doch diesmal hat sie beim Berliner ISTAF mit der Zeit von 15:19,74 Minuten die WM-Norm über 5000 Meter erfüllt. Eine Woche später feierte sie bei der Team-EM in Polen einen souveränen Sieg über die gleiche Strecke. Vor den deutschen Meisterschaften in Berlin war sie dagegen nach eigener Aussage durch eine Infektion stark gehandicapt gewesen. Und mit Platz vier nicht zufrieden.

Kleins Trainerin: „Das Finale ist unser erklärtes Ziel“

„Die Saison ist doch ungewohnt lang“, sagt Hanna Klein nach ihren letzten Trainingseinheiten in Schorndorf und Tübingen. Die 26-Jährige hat während der Saison einen Trainerwechsel vorgenommen: von Uwe Schneider (SG) zu Isabell Baumann (LAV Tübingen). Klein will von deren Erfahrung, sie hatte schließlich ihren Mann Dieter Baumann zum Olympiasieger geformt, profitieren. „Uwe hat aber immer noch einen Blick auf mich, er kennt mich bestens“, betont Klein. Isabell Baumann ist optimistisch, was die Weltmeisterschaft betrifft: „Hanna ist in einer sehr guten Verfassung. Das Finale ist unser erklärtes Ziel.“ Das sollte jedenfalls möglich sein, wenn die Kenianerinnen nicht schon im Vorlauf am Mittwoch, 2. Oktober, ein Temporennen anzetteln.

Alina Kenzel steckt mitten in einer Technik-Umstellung

Anders sind die Vorzeichen bei Kugelstoßerin Alina Kenzel. „Ich freue mich auf meine erste WM“, sagt sie. Am Ende der Saison, in der sie die Goldmedaille bei der Junioren-Europameisterschaft sowie Silber (Hallenwettkampf) und Bronze (Freiluftwettkampf) bei der Frauen-DM gewann, schätzt Trainer Peter Salzer die Situation indes „als schwierig“ ein. Zwar hatte Kenzel mit der Saisonbestweite von 18,17 Metern fast ihre Vorjahresbestleistung von 18,21 Metern erreicht. Die Technik-Umstellung von Stütz auf Sprung sei jedoch noch nicht ganz vollzogen, sagt Salzer. „Rein physisch ist Alina bereit für die 19 Meter. An der Technik fehlt aber noch was.“ Dennoch: Eine kleine Hoffnung auf den Endkampf der besten zwölf macht sich die 22-Jährige aus Remshalden.


WM-Wettkämpfe der Athletinnen

Hanna Klein (SG Schorndorf) startet in Doha über die 5000 Meter der Frauen. Die Vorläufe beginnen am Mittwoch, 2. Oktober, um 17.25 Uhr unserer Zeit. Gelingt der Finaleinzug, kämpft die Läuferin am Samstag, 5. Oktober, von 20.25 Uhr an um eine gute Platzierung.

Das Kugelstoßen der Frauen mit Alina Kenzel (VfL Waiblingen) beginnt am Mittwoch, 2. Oktober, mit der Qualifikation (15.45 Uhr). Das Finale der besten zwölf wird am Donnerstag, 3. Oktober, von 21.35 Uhr an ausgetragen.

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften sind bei ARD und ZDF zu verfolgen. Täglich wird im Fernsehen und per Video-Livestream mehrere Stunden lang aus Doha gesendet.