Leichtathletik Rems-Murr

Hanna Klein zum dritten Mal in Folge Deutsche Hallenmeisterin

Klein
Die 3000-Meter-Siegerin Hanna Klein trug bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften ein gelb-blaues Armband als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. © Iris Hensel

Hanna Klein (LAV Tübingen) hat bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig mit einer Laufdemonstration eindrucksvoll ihren Titel verteidigt. Die Welzheimerin siegte über die 3000 Meter der Frauen überlegen in 8:51,18 Minuten und feierte damit ihren dritten Hallentitel in Serie. Mit einer Medaille im Gepäck kehrte auch die Remshaldenerin Lilly Kaden (LG Olympia Dortmund) von den nationalen Titelkämpfen aus der Leipzig-Arena zurück. Die frühere Athletin des VfL Winterbach sicherte sich über die 200 Meter der Frauen die Bronzemedaille.

Mit einem herausragenden Auftritt lief Hanna Klein (LAV Tübingen) zum bereits dritten nationalen Hallentitel in Folge. Wie bereits im vergangenen Jahr in Dortmund konnte sich die Welzheimerin auf ihre besonderen Spurtfähigkeiten auf dem letzten Kilometer über die 3000 Meter der Frauen verlassen.

Ein überragender letzter Kilometer von Hanna Klein

Taktisch geschickt lief Klein über die ersten zwei Kilometer hinter ihrer schärfsten Konkurrentin Lea Meyer (ASV Köln) mit, ehe sie auf den letzten 1000 Metern zum Spurt ansetzte, dem das restliche Feld nicht mehr gewachsen war. Mit einem riesigen Vorsprung siegte Klein in 8:51,18 Minuten vor Lea Meyer (ASV Köln, 9:09,64) und Eva Dieterich (Laufteam Kassel, 9:10,39).

Klein war erst vor einer Woche im französischen Lievin in 8:44,61 Minuten auf Platz vier der ewigen deutschen Hallenbestenliste gerannt. Entsprechend groß war die Freude bei Kleins Trainerin Isabelle Baumann nach Kleins Spitzenleistung in Leipzig: „Hanna ist auf dem letzten Kilometer 2:48 Minuten gelaufen, das war Wahnsinn.“

Der Blick richtet sich auf die WM

Zufrieden war auch die Athletin, die sich aktuell in einer „superguten Verfassung“ befindet und deren Plan aufgegangen ist. Neben ihrer fantastischen Leistung setzte die Läuferin in Leipzig auch ein starkes Zeichen für die Menschlichkeit, als sie mit einem Armband in den Landesfarben der Ukraine ins Rennen ging und im Ziel das Peace-Zeichen zeigte. Sportlich richtet sich ihr Blick nach ihrem fünften deutschen Meistertitel in der Halle, vier davon gewann sie in Leipzig, bereits auf die anstehenden Hallen-WM in Belgrad. Dort wird auf die Welzheimerin mit der internationalen Konkurrenz ein anderes Niveau warten. Klein möchte „dennoch so weit wie möglich vorne laufen“. Die Grundlagen für einen erfolgreichen Sommer wird Klein im April im Trainingslager in den USA legen.

Mit einer starken Leistung über die 200 Meter der Frauen machte in Leipzig auch die Remshaldenerin Lilly Kaden (LG Olympia Dortmund) auf sich aufmerksam. Bereits am Samstag hatte es die Sprinterin über die 60 Meter ins Finale geschafft und dort in 7,44 Sekunden den achten Rang belegt. Bessere Chancen hatte sie sich aber über die längere 200-Meter-Sprintdistanz ausgerechnet. In 23,67 Sekunden gewann sie Bronze hinter der Siegerin Jessica-Bianca Wessolly (Mannheim, 23,23) und Laura Müller (SV Saar, 23,34).

Bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig feierte Nina Ndubuisi (SG Schorndorf 1846) ihr Debüt bei einer nationalen Meisterschaft der Aktiven und fand sich dabei im emotionalsten Wettkampf des Tages wieder. So verkündete die Weltmeisterin von 2015, Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge), nach ihrem letzten Versuch überraschend ihr Karriereende. Die anschließenden Feierlichkeiten konnte Nina Ndubuisi nach einem tollen Wettkampf entspannt verfolgen.

Ndubuisi bestätigt ihre gute Form

So hatte sich die 17-Jährige von Versuch zu Versuch stetig verbessert, bis ihr im vierten Durchgang mit 16,73 Metern ihre beste Weite des Tages gelang. Damit erreichte sie nicht nur den starken sechsten Rang im hochklassigen Teilnehmerfeld, sondern bestätigte auch die Ergebnisse der vergangenen Wochen nochmals. Siegerin im Kugelstoßen der Frauen wurde Sara Gambetta (SV Halle) mit neuer Bestleistung von 19,05 Metern vor Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge, 18,54) und Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge, 18,49).

Ebenfalls über ihren ersten Start bei den nationalen Titelkämpfen der Aktiven freute sich die Schorndorferin Tina Miletic (LG Filstal). Über die 800 Meter lief sie mutig an, versuchte, einen der acht Finalplätze im Vorlauf klarzumachen. Allerdings musste sie am Ende ihrem offensiven Lauf Tribut zollen und zog in 2:12,11 Minuten nicht ins Finale ein. Für die junge Schorndorferin waren die Meisterschaften in Leipzig dennoch eine tolle, positive Erfahrung.

Hanna Klein (LAV Tübingen) hat bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig mit einer Laufdemonstration eindrucksvoll ihren Titel verteidigt. Die Welzheimerin siegte über die 3000 Meter der Frauen überlegen in 8:51,18 Minuten und feierte damit ihren dritten Hallentitel in Serie. Mit einer Medaille im Gepäck kehrte auch die Remshaldenerin Lilly Kaden (LG Olympia Dortmund) von den nationalen Titelkämpfen aus der Leipzig-Arena zurück. Die frühere Athletin des VfL Winterbach sicherte sich

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