Rems-Murr-Sport

Heimspiele zum Frustabbau nutzen

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Oeffingen (Mitte Kevin Fischer, rechts Manuel Lösch) siegte gegen den TSV. Auf dem eigenen Platz wollen es Dominik Parham (links) und sein Team am Wochenende besser machen. © Ramona Adolf

Während es beim Drittligisten SG Sonnenhof gerade bestens läuft, hat TSV Schornbach und TSV Schwaikheim das erste Spiel in der Fußball-Landesliga mächtig frustriert. Beide haben nun die Chance, das auf eigenem Platz auszugleichen.

3. Liga

VfR Aalen (9. Platz, 35 Punkte) – SG Sonnenhof Großaspach (5., 37 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Die Aspacher sind auf Platz fünf geklettert, und plötzlich ist Aufstiegsplatz zwei nur noch zwei Zähler entfernt. Gegner Aalen muss dagegen fürchten, dass ihm wegen der Insolvenz neun Punkte abgezogen werden. Er fiele damit auf Abstiegsplatz 18 zurück.

SG-Cheftrainer Oliver Zapel allerdings sagt: „Die aktuelle Tabellensituation spielt für uns überhaupt keine Rolle, unser Ziel ist klar: Wir wollen unbedingt punkten. Wir benötigen dazu aber einen hochkonzentrierten Auftritt.“ Verzichten muss Oliver Zapel weiterhin auf Nico Gutjahr, der sich nach seiner Verletzung noch im Aufbautraining befindet, ebenfalls fallen David Yelldell und Felice Vecchione weiterhin aus. Hinter dem Einsatz von Manni Kwadwo steht zudem aufgrund muskulärer Probleme ein Fragezeichen.

Verbandsliga

TSG Backnang (2. Platz, 35 Punkte) – FC Wangen (12., 19 Punkte; Samstag, 15 Uhr). 1:1 in Essingen, für die Backnanger ist der Saisonstart vor allem deshalb geglückt, weil gleichzeitig der VfL Sindelfingen verlor. Die TSG hat nun zwei Zähler Polster. Gegen Wangen sollte der erste Sieg im Jahr 2017 folgen. In der Vorrunde gab’s ein klares 4:0 für die Backnanger.

Landesliga

TSV Schornbach (6. Platz, 28 Punkte) – SV Schluchtern (8., 27 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Die Enttäuschung über das 1:2 in Oeffingen wirkt nach, doch trotz Unmuts über den Schiedsrichter, TSV-Trainer Giuseppe Greco hat auch in seiner Mannschaft einiges entdeckt, was hätte besser laufen können. „Wir haben den Anfang bis zum 0:1 verschlafen und beim Gegentor auch schlecht verteidigt.“ Zudem müssten seine Spieler lernen, mit Situationen wie dem Ärger über die Schiri-Entscheidungen besser umzugehen. Insgesamt ist er mit seinem Kader aber durchaus zufrieden. Der entwickle sich weiter, „wir sind aber noch nicht an unserer Leistungsgrenze“. Da sei noch einiges möglich. Zufrieden ist er auch mit Neuzugang Patryk Ferrraro. Der sei die richtige Ergänzung, egal wer auch sonst in der Offensive spielt. Er passe zu jedem. Am Sonntag aber eher nicht, denn nach einem Pressschlag im Training hat er Knieschmerzen. So könnte Kosta Petridis zu einer längeren Einsatzzeit kommen, der weiterhin Probleme mit der Leiste hat. Pascal Hasert ist gesperrt, Christopher Nachtwey dagegen wieder im Kader. Gegner Schluchtern, so Greco, „halte ich für gefährlicher und durchschlagskräftiger als Oeffingen“.

TSV Schwaikheim (9., 27 Punkte) – Tura Untermünkheim (15., 12 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Trainer Toni Guaggenti ist nach dem 1:5 in Brackenheim immer noch bedient. „Wir haben neun Punkte Vorsprung auf Brackenheim gehabt und die nun wieder ins Boot geholt.“ Der schöne Vorsprung aus der Vorrunde schmilzt schnell weg, wenn die Mannschaft weiter so auftritt. Offenbar haben sich die Spieler schon zu sicher gefühlt. Guaggenti sagt, er habe das in der Vorbereitung bereits gespürt und darauf hingewiesen. Das Hallo-Wach-Erlebnis, das er sich bereits in einem der Testspiele gewünscht hätte, kam nun im ersten Punktspiel. „Brackenheim hat ganz wenig gezeigt und uns doch die Grenzen aufgezeigt.“ Guaggenti will „jetzt eine Reaktion sehen“. Das sei das Team auch den Zuschauern schuldig. Zudem: Danach warten mit Satteldorf und Ludwigsburg harte Brocken. Aber auch die Aufgabe gegen Untermünkheim sei alles andere als leicht: „Die waren beim 0:1 gegen Schluchtern die bessere Mannschaft.“

TSG Öhringen (2., 34 Punkte) – TV Oeffingen (5., 30 Punkte; Samstag, 15 Uhr). Die Oeffinger sind auf Platz fünf geklettert, und das trotz dürftiger Vorstellung gegen den TSV Schornbach. Immerhin: Sie haben ihre Chancen optimal genutzt und mit 2:1 gewonnen. Das ist den Öhringern nicht gelungen, und schon haben sie (0:1 in Ludwigsburg) Platz eins verloren. Entsprechend motiviert werden sie ins erste Heimspiel gehen.

TV Pflugfelden (11., 23 Punkte) – SV Fellbach (12., 22 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Der Auftakt ist schon mal gelungen und war auch dringend nötig gewesen. Von hinten kommt der VfL Brackenheim mit Macht, vor dem SVF hat der TV Pflugfelden auch gewonnen; durchaus überraschend beim SV Schluchtern. Umso wichtiger wäre nun ein Punktgewinn in der Fremde, sonst finden sich die Fellbacher allzu schnell unterhalb der Abstiegszone wieder. Auch wenn sich die Brackenheimer diesmal mit Siegen schwertun dürften. Sie müssen zum neuen Spitzenreiter Satteldorf.