Handball im Rems-Murr-Kreis

Hochspannung im Kampf um Aufstieg aus 2. Bundesliga: VfL Waiblingen gegen Berlin

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Personalsorgen beim VfL Waiblingen vor dem Topspiel in der 2. Bundesliga gegen die Füchse Berlin: Der Einsatz von Rabea Pollakowski ist gefährdet. © Ralph Steinemann

Vier Mannschaften kämpfen in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen um die beiden Aufstiegsplätze. Am Samstag, 26. März, gibt es die Topduelle. Der VfL Waiblingen erwartet in der Rundsporthalle die Füchse Berlin. Die müssen gewinnen, um ihre Chance zu wahren. Doch auch der VfL steht unter Druck. Zumal dem Team möglicherweise beide Außenspielerinnen fehlen.

VfL Waiblingen (2. Platz, 37:5 Punkte) – Füchse Berlin (3. Platz, 33:9 Punkte; Samstag, 18.30 Uhr). Neun Spieltage vor Schluss wird es für die Topteams immer schwieriger, locker aufzutreten. Die Aussicht auf die 1. Bundesliga beflügelt nicht nur, sie ist auch eine Last. Besonders für FA Göppingen (zwei Spiele weniger als die Konkurrenten), das den direkten Wiederaufstieg zum Ziel hat.

Denken die Spielerinnen vor allem darüber nach, was sie verlieren können, kann das laut VfL-Trainer Thomas Zeitz zu Patzern führen. Eigentlich schien Göppingen nach holprigem Saisonstart nun gefestigt genug zu sein, um die Meisterschaft zu holen. Doch in der vergangenen Partie setzte es ein 34:35 im Heimspiel gegen die Kurpfalz-Bären.

Niederlage von FA Göppingen hilft Handballerinnen des VfL Waiblingen

Darüber war Zeitz „schon ein bisschen“ überrascht. „Göppingen hat ja zweimal deutlich geführt.“ Bemerkbar gemacht hätte sich bei FA wohl auch die zuvor fünfwöchige coronabedingte Zwangspause.

Nun haben es der HSV Solingen-Gräfrath, Erster, und der Tabellenzweite VfL Waiblingen selbst in der Hand, den Aufstieg zu sichern. Doch auch bei ihnen macht sich der Druck bemerkbar. Solingen tat sich zuletzt beim 33:30 in Harrislee schwer, während dem VfL nur ein hart erkämpfter 24:22-Sieg beim Drittletzten TVB Wuppertal gelang. „Was den Angriff anbelangt, konnten wir nicht so spielen, wie wir wollten. Wir hatten zu viele technische Fehler und schlechte Abschlüsse“, sagt Zeitz.

Die Mannschaft dafür zu kritisieren, wäre aber kontraproduktiv. „Man muss dem Team gegenüber versuchen, die Situation so positiv wie möglich zu verkaufen. Wir haben jetzt sechs Siege in Serie geholt und nach 21 Spieltagen immer noch nur fünf Minuspunkte auf dem Konto.“

Sehr schweres Restprogramm des VfL Waiblingen in 2. Bundesliga

Gleichzeitig wisse das Team natürlich, dass es sehr schwer wird, oben zu bleiben. „Wir spielen jetzt gegen die Füchse, dann noch zweimal gegen Solingen. Und es geht auch noch gegen Nürtingen. Das wird hart.“

Am Samstag ist Spannung garantiert: Die Favoriten treffen aufeinander. Während der HSV Solingen-Gräfrath den Vierten FA Göppingen (18.15 Uhr) empfängt, bekommt es der VfL Waiblingen in der heimischen Rundsporthalle mit Berlin zu tun. Der Tabellendritte hat aufgrund des 26:29 in Solingen (12. März) vier Punkte Rückstand auf die beiden Führenden. Eine Niederlage wie im Hinspiel (20:22) dürfen sich die Füchse gegen Waiblingen nicht leisten, wollen sie im Aufstiegsrennen dabeibleiben.

Entsprechend werde Berlin auftreten, sagt Zeitz. „Wir kriegen es mit einem Team zu tun, das nach dem letzten Strohhalm greift.“ Der VfL-Coach kann es sich sogar vorstellen, dass die frühere Nationalspielerin und heutige Füchse-Trainerin Susann Müller selbst auf dem Feld steht.

Wegen Corona ist Einsatz von Leonie Henkel beim VfL Waiblingen sehr fraglich

Zwar sei es für Waiblingen ein Vorteil, anders als die Konkurrenten bislang kaum Corona-Fälle gehabt zu haben. Zuletzt fehlte jedoch Rechtsaußenspielerin Leonie Henkel. Frühestens am Freitag kann sie sich freitesten. Fit werde sie aber wohl am Samstag nicht sein, befürchtet Zeitz. Deshalb ist der Einsatz unwahrscheinlich.

Es könnte sogar richtig dicke kommen für den VfL. Im direkten Umfeld von Rabea Pollakowski hat Corona zugeschlagen. Die Tests der Spielerin waren bisher negativ, aber das kann sich ändern. Sollte der Fall eintreten, müsste Waiblingen wohl auf beide etatmäßigen Außenspielerinnen verzichten. Darunter würde das so wichtige Gegenstoßspiel leiden.

Einen Favoriten sieht Zeitz im Topspiel trotzdem nicht. „Wer am Ende seine Nerven besser im Griff hat, wird mit den Punkten rausgehen“, glaubt er. Ein entscheidender Faktor könnte das Publikum sein. Nach der Änderung der Corona-Regeln seitens der Regierung gibt es in Hallen keine Zuschauerbeschränkung mehr. „Die Fans können uns pushen.“ Und Berlin, dessen Heimspiele auch zu normalen Zeiten schlecht besucht sind, „ist das nicht gewohnt“.

Vier Mannschaften kämpfen in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen um die beiden Aufstiegsplätze. Am Samstag, 26. März, gibt es die Topduelle. Der VfL Waiblingen erwartet in der Rundsporthalle die Füchse Berlin. Die müssen gewinnen, um ihre Chance zu wahren. Doch auch der VfL steht unter Druck. Zumal dem Team möglicherweise beide Außenspielerinnen fehlen.

VfL Waiblingen (2. Platz, 37:5 Punkte) – Füchse Berlin (3. Platz, 33:9 Punkte; Samstag, 18.30 Uhr). Neun

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