Handball im Rems-Murr-Kreis

Im Zweitliga-Derby gegen Herrenberg darf beim VfL Waiblingen nichts anbrennen

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Gute Neuigkeiten vor dem Derby: Kapitänin Caren Hammer (gegen von links Lena Thomas und Mathilda Häberle vom SV Werder Bremen) und vier weitere Akteurinnen werden auch in der Saison 2022/23 für den Bundesligisten VfL Waiblingen spielen. © Ralph Steinemann

Die beiden vergangenen Aufgaben gegen schwächere Gegner haben die Handballerinnen des VfL Waiblingen exzellent gelöst. Nun müssen sie auch das Derby gegen die SG H2Ku Herrenberg gewinnen, um im Kampf um die Tabellenspitze in der 2. Bundesliga nicht an Boden zu verlieren. Auch wenn die SG wohl Erstliga-Spielerinnen einsetzen wird.

VfL Waiblingen (3. Platz, 29:5 Punkte) – SG H2Ku Herrenberg (12. Platz, 14:22 Punkte; Freitag, 18. Februar, 20.30 Uhr). In der Vergangenheit tat sich der VfL gegen Außenseiter nicht selten schwer. Inzwischen aber scheint er mit der Favoritenrolle gut zurechtzukommen. Auf den souveränen 32:25-Sieg in Lintfort hat das Team zuletzt in der heimischen Rundsporthalle ein 35:28 gegen den SV Werder Bremen folgen lassen. Für die Waiblingerinnen war es inklusive des Achtelfinals im DHB-Pokal der dritte Saisonerfolg über den Gegner.

Trainer Thomas Zeitz lobt Team des VfL Waiblingen 

Wie schon in Lintfort hatte VfL-Trainer Thomas Zeitz einen entspannten Nachmittag. „Wir haben das wieder relativ souverän durchgezogen.“ Erneut wechselte Zeitz viel durch. Insbesondere Lena Klingler nutzte ihre Chance und erzielte sechs Tore.

Für die 21-Jährige war es ein weiterer kleiner Schritt in Richtung Stammbesetzung. Überhaupt ist Zeitz sehr zufrieden mit der Entwicklung der Beachhandball-Europameisterin von 2021, auch wenn sich das bislang noch nicht in Einsatzzeiten widergespiegelt habe. „Die sehr ordentliche Leistung gegen Bremen wird ihr helfen“, sagt der Trainer.

Nur noch vier Teams kämpfen in 2. Handball-Bundesliga um Meisterschaft und Aufstieg

Inklusive des Tabellendritten Waiblingen haben mit FA Göppingen (1. Platz, 32:4 Punkte) sowie dem HSV Solingen Gräfrath (2. Platz, 29:5 Punkte) und den Füchsen Berlin (4. Platz, 27:7 Punkte) nun nur noch vier Mannschaften die Chance auf die Meisterschaft und den Aufstieg. Denn nach der 22:37-Heimschlappe gegen Göppingen hat der fünftplatzierte ESV Regensburg schon 16 Minuspunkte auf dem Konto.

Die Qualität von Frisch Auf, auch mal eine souverän geführte Partie überdeutlich zu gewinnen, fehle Waiblingen zwar noch, sagt Thomas Zeitz. Die Ergebnisse seien ihm jedoch weniger wichtig als die Punkte. Und die hat der VfL in dieser Saison schon reichlich geholt.

Thomas Zeitz schätzt SG H2Ku Herrenberg stärker ein als in Vorrunde

Im nächsten Heimspiel sind zwei weitere eingeplant. Zu Gast am Freitagabend ist der Tabellenzwölfte SG H2Ku Herrenberg. In der Vorrunde gewannen die Waiblingerinnen das Derby mit 27:22. Dennoch erwartet Zeitz ein schweres Spiel. „Herrenberg hat sich ein bisschen gefangen und ist ein ernstzunehmender Gegner.“ Stimmt: Am 6. Februar feierte die SG einen überraschenden 32:29-Heimsieg über den HSV Solingen-Gräfrath.

Laut Zeitz wollen die Herrenbergerinnen Wiedergutmachung für die schwache Vorrunde betreiben – gerade im Derby. In Waiblingen werde die Mannschaft deshalb voraussichtlich mit der stärksten Formation antreten, also auch mit den jungen Metzinger Erstliga-Spielerinnen Anna Albek (Rückraum) und Britt von der Baan (Rechtsaußen). Rufe das Waiblinger Team sein Potenzial nur zu 80 Prozent ab, werde es keinen Sieg geben, warnt Zeitz.

Davon geht der Coach allerdings nicht aus. Die Mannschaft sei heiß auf das Derby und wolle gewinnen. Und das werde sie auch, wenn sie ihre Stärken ausspiele: „Wir sind Favorit.“ Noch einmal verzichten muss der VfL jedoch auf Alina Ridder, deren Knieentzündung sich als sehr hartnäckig herausgestellt hat. Ob Diana Sabljak, die nach ihrem Außenbandriss erst in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen ist, zum Einsatz kommt, ist fraglich.

Caren Hammer, Vanessa Nagler, Leonie Henkel, Rabea Pollakowski und Samira Brand bleiben beim VfL Waiblingen

Derweil ist die Kaderplanung für die Saison 2022/23 in vollem Gange. Die VfL-Verantwortlichen Peter Müller (Vorstandsmitglied für den Frauenbereich), Zeitz sowie Fabian König (Sportkoordinator Frauen) vermelden, dass fünf wichtige Spielerinnen weiterhin für Waiblingen am Ball sein werden: Kapitänin Caren Hammer, Vanessa Nagler, Leonie Henkel, Rabea Pollakowski und Samira Brand.

Zuvor war bereits der Vertrag mit Vivien Jäger verlängert worden. Dagegen verlassen Diana Sabljak und Mariel Wulf den VfL Waiblingen zum Saisonende. Als Neuverpflichtungen stehen bereits Lara Eckhardt (bisher Kurpfalz-Bären Ketsch) sowie die Talente Emma Hertha (bisher HSG Blomberg-Lippe) und Kimberly Gisa (bisher SV Allensbach) fest.

Die beiden vergangenen Aufgaben gegen schwächere Gegner haben die Handballerinnen des VfL Waiblingen exzellent gelöst. Nun müssen sie auch das Derby gegen die SG H2Ku Herrenberg gewinnen, um im Kampf um die Tabellenspitze in der 2. Bundesliga nicht an Boden zu verlieren. Auch wenn die SG wohl Erstliga-Spielerinnen einsetzen wird.

VfL Waiblingen (3. Platz, 29:5 Punkte) – SG H2Ku Herrenberg (12. Platz, 14:22 Punkte; Freitag, 18. Februar, 20.30 Uhr). In der Vergangenheit

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