Rems-Murr-Sport

In Fellbach geht’s um Auf- und Abstieg

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Luftkampf im Fellbacher Strafraum. Torwart Philipp Gutsche greift sich den Ball, unterstützt von Felix Bauer (links, mittlerweile SV Breuningsweiler) und Aygün Plaste. Dominik Parham (links) und Marius Jurczyk aber setzen sich am Ende mit dem TSV Schornbach mit 2:1 durch. Die Vorzeichen aber sind im Rückspiel am Samstag völlig andere. © Ralph Steinemann Pressefoto

Vorletzter Spieltag in Fußball-Verbands- und Landesliga und es geht für die Rems-Murr-Teams immer noch um Auf- und Abstieg. Im Landesligaderby SV Fellbach – TSV Schornbach sogar um beides gleichzeitig.

Verbandsliga

TSG Tübingen 10. Platz, 33 Punkte) – SV Breuningsweiler (13., 29 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Platz neun in der Rückrundentabelle, 18 Punkte geholt, nur dreimal verloren – und doch steht der SVB weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Zuletzt stockte der Motor auch etwas. „Weil wir personell wieder aus dem letzten Loch pfeifen“, sagt Trainer Toni Guaggenti. Das wird auch in Tübingen so sein, obwohl bei Niko Rummel und Marko Kovac die kleine Chance auf einen Einsatz besteht. Aber, so Guaggenti, „wir werden nichts riskieren“. Fehlen wird wohl weiterhin Tobias Armbruster, der schon gegen Heiningen kurzfristig wegen Leistenschmerzen ausgefallen war. Chris Mayer ist im Urlaub, Lukas Friedrich (Schambeinentzündung), Max Grundmann (Leiste), Stefano Costa (Schule), Timi Klinke und Robert Stelker (Kreuzbandriss) fehlen, für die Innenverteidigung aber steht Sven Franzen wieder zur Verfügung. Breuningsweiler muss punkten, Tübingen jedoch könnte sich mit einem Sieg auch in Sicherheit bringen. In Tübingen müsse sein Team von Anfang an gut spielen, fordert Guaggenti, nicht erst – wie beim 1:2 gegen Heiningen – in der zweiten Halbzeit. In der bisher durchaus erfolgreichen Rückrunde ärgere ihn nur diese Niederlage. Die könne in der Endabrechnung noch sehr schmerzen. Trotz guter Leistungen, „wir müssen uns auch mal dafür belohnen und endlich diesen verdammten Schritt nach vorne machen“.

Landesliga

SV Fellbach (1. Platz, 54 Punkte) – TSV Schornbach (11., 33 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Es geht um viel, vielleicht schon um alles – für beide Mannschaften. Die Fellbacher dürfen sich keine Niederlage im Kampf um den Titel erlauben, die Schornbacher brauchen im Abstiegskampf jeden Punkt. Gastgeber Fellbach war zuletzt nicht mehr ganz so souverän wie zuvor in der Rückrunde, schaffte aber in Heimerdingen das Unentschieden, das Platz eins – noch – sicherte. Schornbach gelang der, wie Spielertrainer Marius Jurczyk sagt, „extrem wichtige Heimsieg“ gegen Schwäbisch Hall. Jurczyk freut sich auf die Partie in Fellbach. „Da ist alles möglich, solche Spiele gefallen mir.“ Fehlen wird ihm voraussichtlich nur Ali Ramin Alizada, der in Satteldorf nach einem Ellbogencheck einen Zahn verloren hat. Die Schornbacher treffen in Fellbach auch auf ihren Ex-Trainer Giuseppe Greco. Das aber, sagt Jurczyk, dürfe keine Rolle spielen. Und egal wie die Partie endet: „Ich gehe davon aus, dass damit noch keine Entscheidung gefallen ist.“

TV Oeffingen (6., 42 Punkte) – TSV Schwaikheim (4., 47 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Im Vorjahr trafen die beiden Mannschaften auch am vorletzten Spieltag aufeinander. Schwaikheim setzte sich mit 3:0 durch, der Klassenerhalt war gesichert, die Oeffinger mussten weiter zittern. Diesmal ist die Situation eine ganz andere. Schwaikheim kann noch Dritter werden, Oeffingen ebenfalls noch einen Platz nach oben klettern. TSV-Trainer Aleksandar Kalic wäre zwar auch mit Platz vier zufrieden, sein erstes Ziel aber sind jetzt 50 Punkte. Die wären bereits am Samstag möglich. Die Partie jedoch sei völlig offen. „Ich sehe keinen Favoriten.“ Verzichten muss er auf Kevin (berufliche Gründe) und Marc Pilih (verletzt), auch David Milojkovoc fällt für den Rest der Saison aus. Mit Falco Frank rechnet er allenfalls am letzten Spieltag noch einmal.

SV Allmersbach (16., 24 Punkte) – SSV Gaisbach (13. Platz, 31 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Die Allmersbacher sind abgestiegen, aber abschreiben darf man sie nicht. Das haben zuletzt die Pflugfeldener zu spüren bekommen. Gleich mit 3:0 setzte sich der SVA beim Tabellensiebten durch. Da ist gegen die Gaisbacher durchaus Sieg Nummer sieben drin.