Rems-Murr-Sport

Interview mit Benjamin Burgäzy vom VfR Birkmannsweiler

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© Gisbert Niederführ

Ben, seit vielen Jahren zählst du zu den Leistungsträgern beim VfR und zeigst konstant gute Leistungen. Rein sportlich ging es mit dem VfR jedoch nie wirklich vorwärts. Hast du mal in Erwägung gezogen, zu einem höherklassigen Verein zu wechseln?

Ganz ehrlich, wer hat als kleines Kind nicht mal davon geträumt höherklassig oder gar professionell Fußball zu spielen? Ich auf alle Fälle! In meinen Jahren bei den Aktiven des VfR gab es zahlreiche Angebote – nur meistens hat mich kurz vor der Entscheidung immer der Mut verlassen, diesen Schritt wirklich zu gehen. Umso mehr fühle ich mich jetzt meinem Verein und meinen Jungs verbunden – die zusätzliche Verantwortung als Abteilungsleiter verstärkt das Ganze noch mal. In meinen verbleibenden Jahren bei den Aktiven wäre es für mich das Größte, den Sprung in eine höhere Spielklasse zu packen. Aufstiegsfeier auf Malle natürlich inbegriffen (lacht).

Vielleicht klappt es ja schon dieses Jahr mit dem Bezirksligaaufstieg aktuell steht ihr mit eurer ersten Mannschaft auf einem aussichtsreichen dritten Platz in der Kreisliga A1.

Eine geile Truppe

Man(n) sollte sich immer realistische Ziele stecken. Nach der Saison 2017/18 sind wir mit dem bisherigen Verlauf mehr als zufrieden. Wir sind eine geile Truppe und hochmotiviert, auch noch mehr zu erreichen. Wer weiß, was ohne den Nachbarverein aus Berglen möglich gewesen wäre – ich denke diese Saison gilt es, sich den Relegationsplatz unter den Nagel zu reißen. Das wäre ein riesen Erfolg!

Mit Franz (Waitzmann), Max (Klingler) und Sven (Blessing) habt ihr drei Spieler im Kader der ersten Herrenmannschaft, die von ihrem Alter her eigentlich noch in der A-Jugend spielen könnten. Braucht der A-Jugend Trainer diese Spieler nicht?

Wir wollen die Chance nutzen, die zu den Aktiven stoßenden Jugendspieler so früh wie möglich bei uns zu integrieren – zu viele Jahre musste der VfR auf den Nachwuchs aus der eigenen Jugend warten. Wir sind mächtig stolz darauf, wie sich die Jungs bereits bei den Aktiven integrieren – auf und neben dem Platz. Ein besonderes Lob geht dabei an unseren jungen „Kaiser“ Franz. Keinesfalls ziehen wir jedoch die Jugendspieler frühzeitig aus den Jugendmannschaften ab – die Entwicklung geht da vor.

Nackte Haut für die Spielerfrauen

Im „VfR-Kalender“, eurem Jahreskalender 2019, sind monatlich unterschiedliche Spieler der aktiven Herrenmannschaft mit relativ wenig Kleidung abgebildet. Wie kamt ihr zu dieser Idee und wo können unsere Leser diesen Kalender erwerben?

(lacht) Die Nachricht hat sich über die sozialen Medien wie ein Lauffeuer verbreitet –  unglaublich! Anfänglich war der „VfR-Kalender“ nur als Weihnachtsgeschenk an die Spielerfrauen gedacht. Vom Ergebnis dürft ihr euch selbst überzeugen: Der Kalender kann sowohl im VfR Vereinsheim als auch auf persönliche Anfrage erworben werden. Handynummern der Spieler jedoch leider nicht (lacht).

Im letzten Jahr warst du aus beruflichen Gründen vier Monate in Schweden. Worauf zu Hause hast du dich danach am meisten gefreut?

Ganz klassisch: Familie, Freunde, die bessere Hälfte und die deutsche Küche.

Monatliche Zockernächte

In deiner Freizeit spielst du gerne Videospiele. Könntest du mit eSports mehr Erfolg haben als mit Fußball?

Gemessen an der Anzahl geschrotteter Controller sind eSports auf jeden Fall das teurere Hobby. Erfolgreicher nicht, aber die monatlichen Zockernächte mit den Jungs sind absolute Pflicht – Wie in den guten alten Zeiten: Einfach RedBull, PlayStation 4, Pizza und Knabberzeug einpacken und uns die Nacht um die Ohren schlagen.

Abschließende Frage. Wenn du dir eine Superkraft aussuchen dürftest, welche wäre das?

Der Traum von Unsterblichkeit – geliebte, verstorbene Menschen wieder bei sich haben zu können.