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Interview mit Marcel Goncalves vom SV Steinbach

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Marcel Goncalves hat mit dem SV Steinbach noch viel vor © Gisbert Niederführ

Marcel, bei „Jetzt mal ehrlich...“ halten wir es neuerdings so, dass der Interviewte sich selber kurz vorstellt. Was sollten wir über dich wissen?

Vielen Dank, dass ich an diesem Interview teilnehmen darf. Ich verfolge euch hierbei immer sehr gespannt und finde es super, dass ihr euch den Amateurfußball zu Herzen nehmt. Ich bin mittlerweile 30 Jahre alt. Neben der Leidenschaft zum Fußball zocke ich gerne FIFA und verreise. Meine ersten Kickstiefel schnürte ich in der Jugend für die TSG Backnang und bin dann im Aktivenbereich über den Großen Alexander und den SV Unterweissach beim SV Steinbach gelandet, wo ich mittlerweile in meine sechste Saison gehe.  

Geheimfavorit Steinbach mit Startschwierigkeiten - Marcel rechnet mit Besserung

Viele eurer Liga-Konkurrenten sahen euch vor der Saison als einen der heißesten Anwärter auf die vordersten Plätze in der Bezirksliga. Nach sieben Spielen steht ihr allerdings nur auf dem zehnten Platz. Woran hakt es momentan noch?

Wir hatten zur neuen Saison mit Talha Ünal, Daniel Kost, Mark Stößer, Philipp Heller und Michel Disch schwer zu kompensierende Abgänge. Hinzu kamen viele neue und teils noch sehr junge Spieler, welche allesamt viel Potential mitbringen, aber noch Zeit brauchen, um sich an die Liga und an unser Team zu gewöhnen. Die Abläufe passen einfach noch nicht so wie im Vorjahr. Wir spielen, bis auf wenige Ausnahmen, weiterhin guten Fußball, haben aber derzeit oft nicht das nötige Spielglück. Wir wussten vor der Saison, dass es schwer wird, die herausragende Spielzeit vom Vorjahr zu wiederholen. Ich bin trotzdem weiterhin guter Dinge, dass wir eine ordentliche Runde spielen werden.

Mit richtungsweisenden Entscheidungen zum Erfolg

In Steinbach hat sich in den letzten Jahren viel bewegt. Du selbst bist schon viele Jahre beim SV und gehörst zu den Führungsspielern. Wie siehst du die Entwicklung des Vereins?

Wir haben in den letzten Jahren viel richtig gemacht und hervorragende personelle Entscheidungen getroffen - sowohl im Vorstand als auch auf der Trainerposition. Dazu haben wir unser Team kontinuierlich verstärkt, sodass wir von Jahr zu Jahr besser wurden. Der Aufstieg in die Bezirksliga war da nur eine Frage der Zeit. Nun ist es an der Zeit, das Team zu verjüngen, was wir dieses Jahr schon sehr erfolgreich begonnen haben. Ich bin davon überzeugt, dass der Weg für uns noch nicht zu Ende ist und wir weiterhin so erfolgreich bleiben werden wie in den Jahren zuvor.

Der weltbeste DJ zu Gast an Fasching: DJ „Cheasy“

Der SV Steinbach ist auch bekannt für seine jährliche Faschingsparty. Warum sollte man mal dort gewesen sein?

Zum einen, weil wir der geilste Verein in der Umgebung sind, und zum anderen, weil wir mit unserem „Cheasy“ den besten DJ der Welt jedes Jahr vor Ort haben. Ich kann es jedem wärmstens empfehlen, uns zur Faschingszeit zu besuchen. Ihr findet unser gesamtes Team an der Bar. Mein Teamkollege Mika Abraham lädt jeden auf ein „U-Boot“ ein (zwinkert).

„Leichtfuß“ Brüder womöglich bald wieder vereint

Dein Zwillingsbruder, Patrick, spielt bei Breuningsweiler in der Landesliga. Warum spielt ihr nicht zusammen in einem Team? Wer ist der Bessere von euch beiden?

Wir haben sowohl unsere gesamte Jugend als auch lange im aktiven Bereich zusammen gekickt. Nach unserer gemeinsamen Zeit beim SV Unterweissach haben sich die Wege dann getrennt. Ich habe den südländischen „Leichtfuß“ in mir und mein Bruder die deutsche Disziplin. Es geht also in Ordnung, dass er eine Liga über mir spielt. Ich hole ihn aber demnächst zu mir nach Steinbach (zwinkert).

Ein Abwehrspieler,  der lieber weiter vorne spielen möchte und sich auf seine Trainerlaufbahn freut

Auf jeden Fall seid ihr beide vielseitig einsetzbar. Auf welcher Position spielst du am liebsten?

Ich denke, meine Stärken kommen am besten in der Innenverteidigung zur Geltung, spiele aber am liebsten im rechten Mittelfeld.

Was folgt nach deiner fußballerischen Karriere - schon Pläne gemacht?

Im Fußball bin ich mit meinen 30 Jahren auch nicht mehr der Jüngste. Klar mache ich mir bereits Gedanken für die Zeit nach meiner aktiven Karriere. Ich will dem Fußball treu bleiben. Gut vorstellen könnte ich mir, ins Trainergeschäft einzusteigen. Ob direkt eine Herrenmannschaft oder erst einmal eine Jugendmannschaft - das wird sich zeigen. Auf jeden Fall würde ich gerne beim SV Steinbach bleiben.

Rückrundenvorbereitung im Tauchparadies - hoffentlich mit Labi...

Genauso wie der Steinacher Spieler, Labinot Collaku, reist du regelmäßig zum Urlaubmachen in den Süden. Oft seid ihr auch gemeinsam unterwegs. Ihr beide würdet ein hervorragendes Urlaubs-Kritiker-Duo hergeben...

Labi ist einer meiner besten Freunde. Wir machen tatsächlich sehr viel zusammen. Das Reisen gehört da auch dazu. Jährlich im Februar machen wir uns beide in Ägypten für die Rückrunde fit - das haben wir auch im neuen Jahr vor. Labi muss nur noch mit seiner Freundin abklären, dass wir alleine gehen dürfen. Ich bin aber guter Dinge, dass er die Hosen an hat und wir im Februar wieder gemeinsam on Tour sind (lacht).

Der Traum vom Millionengewinn in Las Vegas

Jährlich nach Ägypten klingt super. Welchen Ort würdest du aber gerne einmal bereisen, den du noch nicht gesehen hast?

In Europa habe ich schon relativ viel gesehen. Was auf jeden Fall noch ansteht, ist die Westküste der USA mit Zwischenstopp in Las Vegas. Ich hätte Lust auf eine Runde Roulette im Casino, um danach meinen Gewinn auf einer ordentlichen Poolparty auszugeben (lacht).

Kinderlachen

2017 warst du eine Grundschule auf den Philippinen besuchen. Wie kam es dazu?

Einer meiner langjährigen Freunde, Karel Nowak vom TSV Ilshofen, hat auf den Philippinen geheiratet. An einem freien Vormittag haben wir in einem Supermarkt Süßigkeiten gekauft  und diese dort in einer Grundschule verteilt, was die Kinder sehr freute. Bemerkenswert, mit wie wenig man glücklich sein kann. Die Menschen dort führen auch mit wenig Besitz ein glückliches Leben.