Rems-Murr-Sport

Interview mit Miguel Gundelsweiler vom SV Unterweissach

Miguel_Gundeslweiler_0
Miguel „Migge“ Gundelsweiler jubelt nach dem Sieg im Bezirkspokal © Gisbert Niederführ

Migge, bei „Jetzt mal ehrlich...“ stellt der Interviewte sich selber kurz vor. Was sollten wir über dich wissen?

So viel gibt’s da eigentlich gar nicht zu sagen: Ich bin 22 Jahre alt, spiele jetzt in der zweiten Saison beim SV Unterweissach und studiere aktuell im fünften Semester Sportmanagement in Karlsruhe.

Profi-liker Social Media Auftritt vom SVU

Die Bedeutung von Social Media bei der Außenwirkung von Vereinen wird immer wichtiger. Unter den Rems-Murr-Mannschaften habt ihr beim SV Unterweissach einen der besten Online-Auftritten (gemessen an der Anzahl an Follower auf Facebook und Instagram). Wie kommt es dazu?

Schwierig zu sagen. Das bekomme ich gar nicht richtig mit. Ich freue mich nur, wenn ich auch mal auf einem Bild zu sehen bin (lacht). Ich denke, wir haben da einfach ein, zwei Leute im Verein, die da viel Zeit reinstecken und schauen, dass alles immer auf dem aktuellen Stand ist. Die machen das echt super. Dadurch kann jeder, der es will, verfolgen, was beim SVU ansteht.

Ordentlicher Saisonstart

Bei neun Spielen in der bisherigen Bezirksliga-Saison habt ihr erst einmal verloren, dafür aber schon viermal „nur“ Unentschieden gespielt. Unterm Strich bedeutet das aktuell den vierten Tabellenplatz. Wie zufrieden bist du mit eurer und deiner persönlichen Saison bisher?

Wir sind etwas „schwierig“ in die Saison gestartet, haben dann aber einen super Lauf hingelegt, mit dem wir unterm Strich absolut zufrieden sein können.

Mit meiner persönlichen Saison bin ich bisher nicht ganz zufrieden. Das hängt aber damit zusammen, dass ich aufgrund meines Studiums sehr oft nicht da sein und deswegen auch nicht immer meinen Teil zum Erfolg beitragen kann.

Pokalheld

Im Bezirkspokal seid ihr amtierender Titelverteidiger und habt euch kürzlich für die Runde der letzten acht qualifiziert. Solltet ihr das Finale erreichen, hättest du einen erheblichen Beitrag dazu geleistet: Im Sechzehntelfinale gelang dir in der Verlängerung - 124. Minute - der entscheidende 4:3-Siegtreffer per Elfmeter. Wie hast du dabei die Ruhe behalten?

(lacht)...Ich habe mich einfach gut gefühlt an jenem Tag. Zudem habe ich nicht so oft die Chance, ein Tor zu schießen [Miguel ist Innenverteidiger], daher wollte ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen...und außerdem kennt doch jeder die Regel: Elfmeter verschießen ist gleich Kasten zahlen. Da man als Student bekanntlich kein Geld verdient, war mir klar: Das Ding muss rein! Zum Glück hat es geklappt (zwinkert) und wir sind eine Runde weiter gekommen.

Kabinenparty statt Mickie Krause

Nach eurem Bezirkspokalsieg im Sonnenhof gab es eine Aftershowparty mit Schlagerstar Mickie Krause. Wie war die Feier?

Das Spiel an sich hat schon sehr viel Spaß gemacht, aber bei der Party danach haben wir es dann richtig krachen lassen, was nach so einem Erfolgserlebnis aber definitiv ein Muss war (lacht). Nur ehrlich gesagt, haben wir den Mickie verpasst, da wir zu dieser Zeit noch in der Kabine ordentlich Gas gegeben haben.

Calella: die Partymetropole in Nordspanien

Mit deinem SVU-Mitspieler, Michael Wendel, hast du schon einiges erlebt: In der Jugend habt ihr zusammen bei Sonnenhof, Backnang und im aktiven Bereich bei Oberbrüden gespielt. Was sind eure besten und witzigsten Erinnerungen?

Ohje (lacht), wo soll ich da nur anfangen...? Es gab eigentlich in jeder Saison irgendein geiles Erlebnis. Sportlich gesehen kommen mir sofort die Aufstiege in den Kopf [Miguel ist mit der TSG Backnang in der A-Jugend in die Verbandsstaffel und mit der zweiten Herrenmannschaft in die Bezirksliga aufgestiegen].

Abgesehen davon denke ich, dass der alljährliche Ausflug zum internationalen Turnier nach Calella (Spanien) in der TSG-Jugend das Highlight war: ein paar Tage Strand, Sonne, Fußball und nicht zu vergessen die heißgeliebte Schaumparty in unserer Stammdiskothek „Menfis“. Da haben wir die ein oder andere legendäre Geschichte erlebt (lacht). 

Praktikum bei der TSG Hoffenheim

Im Rahmen deines Studiums hast du ein Praktikum beim Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim gemacht. In welchem Bereich war das? Hattest du auch mit Bundesligaprofis zu tun?

Das ist richtig, ich hatte das Glück, mein Praktikum bei der TSG in der Marketingabteilung absolvieren zu können und ein paar sehr prägende Eindrücke zu sammeln. Ab und zu lief ich  natürlich auch einem Profi über den Weg, was für mich als Fußballverrückten natürlich richtig cool war.

Für dein Studium bist du in die Studentenstadt Karlsruhe gezogen. Wie ist es dort zu leben? Wie ist das mit dem Fußball beim SVU  vereinbar?

Als Student in Karlsruhe zu leben, ist überragend. Dort ist immer etwas los. Das Ganze mit dem Fußball unter einen Hut zu bringen, ist nicht ganz einfach, vor allem, weil während der Studentenzeit die eine oder andere Party ansteht, die man nicht verpassen will (zwinkert). Da muss man eben ab und an ein paar Abstriche machen (lacht).

Miguel: der Sergio Ramos beim SVU

Dein fußballerisches Idol ist Real-Madrid-Kapitän Sergio Ramos. Was schätzt du an ihm? Worin ähnelt ihr euch?

Wenn ich mich zurückerinnere, war Sergio schon immer mein absoluter Lieblingsspieler und Vorbild zugleich, wenn es um Fußball ging. Ich mag seine Art Fußball zu spielen: Er ist ein richtiger Leader und geht gerne auch mal dahin, wo es wehtut, so jemanden braucht jedes Team. 

Unsere Ähnlichkeiten? Sergio und ich spielen auf derselben Position und haben einen ähnlichen Spielstiel. Zudem haben wir meistens dieselbe Frisur (lacht).