Rems-Murr-Sport

Jürgen Klopp taugt nicht als Vorbild

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© Ralph Steinemann

Schon wieder ein Finale verloren – Jürgen Klopp hat mit Liverpool das Europa-League-Endspiel verloren. Ist er auch sonst überaus erfolgreich, in Finalen taugt er nicht als Vorbild, deshalb auch nicht fürs Finale in den Rems-Murr-Fußball-Ligen, das immer näher kommt. Noch drei Spieltage, doch für manchen stehen jetzt schon Endspiele an.

Bezirksliga. Neun Punkte Vorsprung, das beste Torverhältnis – der TSV Schornbach sieht nach dem Sieg im Spitzenspiel wie der sichere Meister aus. Spielertrainer Giuseppe Greco wird zwar nicht müde, vor vorzeitiger Zufriedenheit zu warnen, die besten Karten hat er dennoch in der Hand; vor allem wenn er nun den SV Unterweissach schlägt. Verfolger SV Remshalden wird bei ASGI Schorndorf sicher auch gewinnen. Hinter den beiden muss der TSV Schwaikheim aufpassen, nicht auch noch Platz drei zu verlieren. Er ist zwar auf eigenem Platz gegen den VfL Winterbach Favorit, aber seine jüngsten Leistungen ließen doch einiges zu wünschen übrig. Verlöre er, könnten VfR Murrhardt oder SC Korb vorbeiziehen, die allerdings am Sonntag aufeinandertreffen. Beide haben in ihren letzten Spielen überrascht: der SC Korb durch das unglaubliche 7:2 gegen den TSV Nellmersbach, der VfR durch das ebenfalls unerwartete 2:5 in Allmersbach. Genauso überraschend hoch gewonnen hat die SG Schorndorf zuletzt: 5:0 beim FC Oberrot. Da sollte auch ein klarer Erfolg gegen den SV Fellbach II möglich sein. In Nellmersbach geht’s gegen den TSV Sulzbach-Laufen für die Gastgeber darum, das Debakel in Korb vergessen zu machen. Der SV Kaisersbach könnte mit einem Sieg über den FC Oberrot am VfR Murrhardt vorbeiziehen – sofern der nicht die Korber schlägt.

Kreisliga A. Der FSV Waiblingen hat seinen zweiten Platz im Mittwochspiel verteidigt, steht dort weiter vor dem punktgleichen SC Urbach. Das überraschend klare 3:0 in Birkmannsweiler könnte sich am Sonntag doppelt auszahlen, denn der FSV ist gegen den TSV Haubersbronn Favorit, während der SC Urbach bei Meister SV Breuningsweiler leer auszugehen droht. Vor den letzten beiden Spieltagen hätten die Waiblinger dann drei Zähler Vorsprung, bevor es eine Woche später zum direkten Aufeinandertreffen in Urbach kommt. Holen die Urbacher nun einen Punkt in Breuningsweiler, wären sie im Heimspiel noch stärker motiviert. Wie sie sich nun aber erst mal in Breuningsweiler schlagen, verfolgen wir mit der Kamera.

Ausschnitte auf zvw.de/sportvideos

Eine kleine Chance, der lachende Dritte im Rennen um Platz zwei zu sein, hat noch der TB Beinstein, der beim SV Hertmannsweiler als Favorit antritt.Hochspannung herrscht weiter am Tabellenende, zumindest was den ersten Direktabstiegsplatz und den Relegationsplatz anbelangt. Abgestiegen wären im Moment SV Hegnach, SV Hertmannsweiler und die SG Weinstadt, die deshalb den TSV Schmiden schlagen muss, will sie weiter Hoffnung haben.  Der SSV Steinach-Reichenbach hat eine gute Chance, den Relegationsplatz zu verlassen. Er tritt bei Schlusslicht SV Hegnach an. Gewinnt Steinach und schlägt gleichzeitig Iraklis Waiblingen den TV Weiler, müsste auch der wieder zittern. Um nichts geht es mehr in der Begegnung TV Stetten – KTSV Hößlinswart.

In der A II muss sich Meister TSG Backnang II nicht mehr anstrengen, zuletzt zur Freude des FV Sulzbach/Murr. Hinter ihm quält sich der SV Hegnach II zu Platz zwei. Fünf Punkte drei Spieltage vor Schluss sollten reichen, auch wenn die Rückrunde nicht berauschend war. Am Sonntag darf er auf eigenem Platz gegen die SG Oppenweiler-Strümpfelbach antreten. Dass es für den TSV Rudersberg oder den TSC Murrhardt noch zum Relegationsplatz reicht, ist ziemlich unwahrscheinlich. Die Rudersberger, die in der Rückrunde auch zu viele Punkte haben liegenlassen, haben es am Sonntag mit dem FC Viktoria Backnang II zu tun. Der FSV Weiler zum Stein kann sich durch einen Sieg gegen den SV Steinbach schon vorzeitig mindestens Platz fünf sichern.

Kreisliga B. Noch ein Sieg, dann kann gefeiert werden. Der SV Plüderhausen ist so gut wie durch, hat aber mit dem FC Hohenacker keinen leichten Auswärtsgegner. Dennoch: Wenn alles normal läuft, steht der SVP am Sonntag als Meister fest. Schwerer hat es der TSV Leutenbach, dem allerdings schon ein Unentschieden reicht, um Platz zwei zu sichern. Er jedoch muss zum direkten Verfolger TSV Miedelsbach.
In der Staffel II streiten sich drei Teams um die ersten beiden Plätze. Die schlechtesten Karten am Sonntag hat der SV Allmersbach II: Er ist spielfrei. So wird voraussichtlich der TAHV Gaildorf mit einem Sieg beim SV Unterweissach II am SVA vorbeiziehen, aber hinter Tabellenführer Spvgg Unterrot bleiben, der Favorit gegen den SC Fornsbach ist.
In der B III hat Zrinski Waiblingen theoretisch mit Spitzenreiter SV Winnenden gleichgezogen, die Wertung des abgebrochenen Spiels gegen Azzurri Fellbach für die Kroaten vorausgesetzt. Jetzt muss Zrinski auf dreierlei hoffen: dass das Sportgericht tatsächlich so urteilt, dass Winnenden am Sonntag nicht in Schornbach gewinnt und dass zudem noch ein Sieg bei der SG Schorndorf II gelingt.
In der B IV sollte der FC Welzheim II wieder Platz eins übernehmen. Spitzenreiter Birkmannsweiler ist spielfrei und der FC gegen den TV Weiler II klarer Favorit.