Rems-Murr-Sport

Jetzt verlieren, heißt: Trotz der Kälte schwitzen

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Abgeräumt: So wie Patrick Kicherer hier von Jan-Eric Kopriva gebremst wird, so erging es dem FSV Waiblingen insgesamt gegen den SSV Steinach-Reichenbach. Die Spitze ist damit enger zusammengerückt. © Ralph Steinemann

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und damit auch der Spielbetrieb im Fußballbezirk Rems-Murr. Am Wochenende steht der vorletzte Spieltag an. Vor allem im Bereich der Abstiegsränge kann sich da allerdings einiges tun, an dem die Vereine noch in der Rückrunde zu knabbern haben. Was in er winterlichen Kälte jetzt noch schiefgeht, kann manchen noch schwer ins Schwitzen bringen.

Bezirksliga
An der Tabellenspitze wird sich womöglich nichts tun, am Ende der Tabelle aber könnten Weichen für die Rückrunde gestellt werden. So erwartet der SV Unterweissach die TSG Backnang II. Nach dem überraschenden Sieg in Sulzbach-Laufen hat der SVU nicht nur bereits vier Punkte Vorsprung auf den ersten Direktabstiegsplatz (aktuell nimmt den der VfL Winterbach ein), er hat jetzt auch die Möglichkeit, den Vorsprung zu vergrößern. Allerdings: Die Heimbilanz (fünf Punkte) ist bisher nicht prickelnd. Noch bessere Chancen, sich vom Abstiegsbereich abzusetzen, hat der FC Oberrot. Er empfängt Schlusslicht SV Hegnach. All das erhöht den Druck auf den VfL Winterbach, dem gegen den SV Fellbach II nur drei Punkte weiterhelfen. An der Tabellenspitze ist der SV Breuningsweiler zwar Favorit gegen den SV Kaisersbach, ein einfaches Spiel jedoch dürfte das nicht werden.

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So kann der TSV Nellmersbach durchaus die kleine Hoffnung hegen, dass sein Konkurrent patzt. Er selbst hat es gegen den SV Allmersbach deutlich leichter. In der Verfolgergruppe kann die SV Remshalden mit einem Sieg über den TSV Sulzbach-Laufen am Gegner vorbeiziehen. Interessant ist, ob sich der VfR Murrhardt gegen die SG Schorndorf durchsetzen kann. Gegen den SC Korb gelang ihm ja ein überraschend deutlicher Sieg. Die Schorndorfer allerdings haben achtmal in Folge nicht verloren, dabei siebenmal gewonnen.

Kreisliga A
Was war denn das für ein Spieltag in der Staffel I? Der Spitzenreiter unterliegt auf eigenem Platz, der Zweite kann das nicht nutzen, weil er selbst verliert. Die Spitze ist dadurch enger zusammengerückt, was für die Spannung insgesamt gut ist. Profitiert davon hat vor allem der SSV Steinach-Reichenbach, der nicht nur beim FSV Waiblingen gewonnen und Platz drei übernommen hat, sondern auch die Mannschaft der Stunde ist. Sechs Siege, ein Unentschieden und der Sprung von Platz elf auf drei.

Am Sonntag kann der SSV Platz zwei übernehmen, muss dazu allerdings das Berglenderby im Hößlinswart gewinnen. Der TSV Schmiden kann nicht dagegenhalten. Er ist spielfrei. Zu Platz eins wird’s den Steinachern wohl nicht reichen. Zum einen, weil der FSV Waiblingen selbst bei einer Niederlage das bessere Torverhältnis hätte, zum anderen aber auch Favorit beim SV Plüderhausen ist. Die Waiblinger Niederlage gegen Steinach wäre auch eine Chance für die SG Weinstadt gewesen, die diese aber nur teilweise nutzte (2:2 in Weiler). Diesmal haben die Weinstädter den TSV Haubersbronn zu Gast, der zuletzt den TV Stetten überraschend klar besiegte.

Die Stettener rückten dadurch recht nahe an die Abstiegszone heran, und nun erwarten sie mit dem SC Urbach auch noch eines der besseren Teams; der SCU ist nach der Heimniederlage gegen Birkmannsweiler zudem noch unter Zugzwang. Die Stettener könnten also vom TSV Leutenbach nach Punkten eingeholt und wegen des schlechten Torverhältnisses sogar überholt werden. Der TSV erwartet den Vorletzten, ASGI Schorndorf, der bisher nur einen Punkt ergattert hat. Der TB Beinstein schließlich erwartet den TV Weiler und hat die Chance, zumindest einen Rang in der Tabelle gutzumachen.

In der A II wird an diesem Wochenende letztmals in diesem Jahr gespielt. Für den FSV Weiler zum Stein ist bereits jetzt Schluss, der FSV ist spielfrei. Der TSV Rudersberg dagegen darf noch einmal. 5:1 hat er den TSC Murrhardt geschlagen, es läuft gerade beim TSV. Drei Siege zuletzt und ein 2:2 bei Tabellenführer TSV Oberbrüden. Da sollte doch bei der Spvgg Kirchberg Sieg Nummer acht insgesamt möglich sein. Ob das auch dem TSV Schwaikheim II gelingt? 5:0 gegen den FSV Weiler ist ein starkes Ergebnis, aber nun kommt der unbesiegte Tabellenführer. Auch Welzheim hat sich vor einer Woche sein Erfolgserlebnis geholt und sollte dem nun gegen Schlusslicht SV Allmersbach II ein weiteres folgen lassen Dann kann der FC schon beruhigter in die Winterpause gehen. Die Chance hat auch der TSV Althütte. Mit dem FC Viktoria Backnang II kann er den direkten Tabellennachbarn um vier Punkte distanzieren.

Kreisliga B
Zwei der fünf Kreisligen B beenden am Wochenende das Jahr: B II und B V. Und auch in der B III stehen in der kommenden Woche nur noch zwei Nachholspiele auf dem Programm. Nur die Mannschaften der B I und B IV müssen in diesem Jahr noch zweimal auflaufen.

In der B I könnte es sogar noch einen Führungswechsel geben. Dann nämlich, wenn Spitzenreiter SF Höfen bei Zrinski Waiblingen verliert (und die Kroaten hatten zuletzt gute Ergebnisse), gleichzeitig Anagennisis Schorndorf in Rommelshausen gewinnt. Dann wäre auch der TSV Schlechtbach (Favorit gegen Neustadt) wieder dick im Rennen. In der B II kann der Große Alexander Backnang einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft machen. Er erwartet den Zweitplatzierten. Mit einem Sieg im Topspiel gegen sie SKG Erbstetten kann er sich die deutlich vom Leib halten. Gewinnt aber die SKG in Backnang, geht sie als Tabellenführer ins neue Jahr.