Rems-Murr-Sport

Judo-WM in Ecuador: Sarah Mehlau aus Winnenden erkämpft sich fünften Platz

Mehlau
Sarah Mehlau (blau) im Kampf um Platz drei gegen Idelannis Gomez Feria aus Kuba. © Privat

(gam). Bei den Judo-Weltmeisterschaften der Junioren in Guayaquil (Ecuador) hat sich die Nationalkader-Athletin Sarah Mehlau von der SV Winnenden in ihrer Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm den hervorragenden fünften Platz erkämpft. Das ist bisher ihr größter Erfolg nach der Europameisterschaft vergangenes Jahr in Luxemburg, bei der sie Platz sieben belegte. Im Mixed-Team holte Mehlau die Bronzemedaille.

Sarah Mehlau begann in der ersten Runde gegen die Chilenin Jade Ulloa mit einem schnellen Sieg. Nach nur 34 Sekunden erhielt sie Ippon (volle Wertung) für einen Armhebel. Auch im zweiten Kampf gegen die Bulgarin Lidia Brancheva siegte sie am Boden. Nach einer Waza-ari-Wertung (halbe Wertung) für einen Innenschenkelwurf setzte Mehlau am Boden nach und gewann nach drei Minuten mit einer Haltetechnik.

Im Poolfinale gegen Isabella Garriga aus den USA siegte die Winnenderin nach weniger als zwei Minuten mit Ippon für eine Beintechnik und stand damit im Halbfinale – doch hier endete der Traum vom Finale. Gegen die Türkin Fidau Ogel musste sich die Winnenderin nach zwei Waza-ari-Wertungen geschlagen geben.

Kräftezehrender Kampf

Im Kampf um Platz drei stand Sarah Mehlau der Kubanerin Idelannis Gomez Feria gegenüber. Dieser Kampf sollte sehr kräftezehrend werden. Nach 90 Sekunden Kampfzeit punktete Mehlau zwar mit Waza-ari, die Kubanerin egalisierte allerdings 13 Sekunden vor Kampfzeitende. In einer sehr unübersichtlichen Kampfsituation ließ die Kampfrichterin überraschenderweise sogar noch eine Festhalte der Kubanerin zu, so dass mit der letzten Sekunde Ippon gegeben wurde.

Diese Situation wurde jedoch aufgelöst und durch das Kampfgericht revidiert, so dass es ins Golden Score (Verlängerung) ging. In einem weiterhin ausgesprochen ausgeglichenen und spannenden Kampf erhielten die beiden Kämpferinnen noch Shidos (Strafpunkte) für Inaktivität. Die Kraft fehlte beiden. Letztendlich gewann die Kubanerin nach fast elf Minuten Kampfzeit mit Ippon.

Enttäuschung bei Mehlau

Sarah Mehlau wurde damit Fünfte der Weltmeisterschaften. „Mein Los war heute gut, ich habe mich auch gut gefühlt, hatte Spaß am Kämpfen“, sagte Mehlau. Es habe alles so funktioniert, wie es besprochen worden sei. „Aber dann war ich doch sehr, sehr enttäuscht, dass ich die Medaille nicht gewonnen habe. Der fünfte Platz ist immer sehr undankbar.“ Dennoch blickt Mehlau optimistisch in die Zukunft. „Ich lass’ den Kopf nicht hängen und hoffe, dass es nun bei der Europameisterschaft eine Medaille wird.“

Mit der deutschen Mixed-Team-Mannschaft durfte sich die Winnender Athletin doch noch über Bronze freuen. Hier besteht eine Mannschaft aus drei weiblichen und drei männlichen Gewichtsklassen. Nach der Auftaktniederlage gegen die späteren Weltmeister aus Japan sicherte sich das Team nach Siegen über Kuba und Brasilien die Bronzemedaille.

(gam). Bei den Judo-Weltmeisterschaften der Junioren in Guayaquil (Ecuador) hat sich die Nationalkader-Athletin Sarah Mehlau von der SV Winnenden in ihrer Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm den hervorragenden fünften Platz erkämpft. Das ist bisher ihr größter Erfolg nach der Europameisterschaft vergangenes Jahr in Luxemburg, bei der sie Platz sieben belegte. Im Mixed-Team holte Mehlau die Bronzemedaille.

Sarah Mehlau begann in der ersten Runde gegen die Chilenin Jade Ulloa mit einem

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