Rems-Murr-Sport

Kaisersbacher Guido Hudelmaier holt Klassensieg bei Ostalb-Rallye

Hudelmaier
Wintereinbruch auf der Ostalb: Unter schwierigsten Bedingungen haben Guido Hudelmaier (Kaisersbach) und Yasmin Kramer (Welzheim) bei der 33. KW-Ostalb-Rallye mit ihrem Ford Fiesta Rally3 einen Klassensieg erzielt. © Sascha Doerrenbaecher

Die Pandemie und der plötzliche Wintereinbruch haben auch beim MSC Winnenden für lange Gesichter gesorgt. Ursprünglich hatten sechs Teams des ADAC-Ortsclubs bei der 33. KW-Ostalb-Rallye genannt, doch zwei Fahrer mussten coronabedingt absagen. Mit den rutschigen Verhältnissen ist Guido Hudelmaier (Kaisersbach) am besten klargekommen und hat den Klassensieg geholt.

Gemeinden müssen Strecke streuen

Nach fast frühsommerlichen Temperaturen vor zehn Tagen kehrte in der vergangenen Woche der Winter zurück und sorgte vielerorts, so auch auf der Ostalb rund um Abtsgmünd, für äußerst schwierige Streckenbedingungen. Zehn Zentimeter Neuschnee und Temperaturen um den Gefrierpunkt hatten am Rallyemorgen bei der Be-sichtigung der Wertungsprüfungen (WP) für ungläubiges Staunen gesorgt. Stellenweise lag dort eine geschlossene Schneedecke mit einer Eisschicht darunter. „Deshalb mussten wir sämtliche Wertungsprüfungen zunächst räumen und dann komplett abstreuen, wofür ich mich bei den betreffenden Gemeinden herzlich bedanken möchte“, erklärte der Rallyeleiter Dietmar Fuchs (Mainhardt).

Da einige Teams nicht die geeigneten Reifen für die winterlichen Bedingungen mitgebracht hatten, dezimierte sich das Starterfeld von 80 auf 55 Fahrzeuge, von denen nur 33 die Zielrampe erreichten. Zu den Teams, die, allerdings coronabedingt, nicht starten konnten, gehörten mit Patrik Dinkel und Kai-Uwe Lutz auch zwei Fahrer vom MSC Winnenden. „Nach mildem Krankheitsverlauf sind wir beide wieder wohlauf, doch wir waren noch nicht freigetestet“ sagte Lutz, der Erste Vorsitzende des ADAC-Ortsclubs. Doch aus Rücksicht auf die Gesundheit aller anderen Teilnehmer wäre er auch mit negativem Test der Großveranstaltung ferngeblieben, so Lutz.

Mit Regenreifen auf Schnee

Unter den Rems-Murr-Startern kamen Guido Hudelmaier (Kaisersbach) und Beifahrerin Yasmin Kramer (Welzheim) mit den widrigen Bedingungen am besten zurecht und holten sich mit ihrem Ford Fiesta Rally3 den Klassensieg. „Das Thema Reifen war ein Riesenproblem“, sagte Hudelmaier. „Da wir keine Sport-Winterreifen hatten, entschieden wir uns für Regenreifen, die ziemlich weich sind und somit gut haften.“ Auf der rutschigen Strecke immer den richtigen Bremspunkt zu finden, sei äußerst schwierig gewesen, so Hudelmaier. „Deshalb freuen wir uns umso mehr über den Klassensieg.“

Motorschaden bei Sven Glass

Platz zwei in der Klasse NC 6 belegten Marcus Leibbrandt und Co-Pilotin Angelika Hornung (beide aus Murr) im Mitsubishi-Lancer Evo10. „Uns kam der Schnee gerade recht, da wir so unseren Allradantrieb perfekt nutzen konnten“, erklärte Leibbrandt. „Da unser Turbolader von Beginn an defekt war, fehlten uns rund 100 PS, die sich aber nicht nachteilig bemerkbar machten, da bei diesem Wetter Motorleistung eh keine Rolle spielt.“ Pech hatten dagegen Tom Kässer (Winnenden) und Beifahrer Stephan Schneeweiß (Eisenach), die im Honda Civic Type-R in der Klasse NC 3 nur Platz sechs belegten. „Wir sind mit ganz normalen Straßen-Winterreifen gestartet, was anfangs auch gut funktioniert hat“, sagte Kässer. Leider sei so ein Straßenreifen im Rallye-Gebrauch nicht so stabil, meinte Kässer, der in der vierten Prüfung einen Plattfuß hatte und das defekte Rad wechseln musste. „Dadurch haben wir rund drei Minuten verloren“, ärgerte sich der Winnender.

Noch schlechter erging es Sven Glass (Backnang) und Beifahrerin Jana Hufgard (Kleinkahl), die ihren Opel Kadett GSI nach drei Prüfungen mit Motorschaden abstellen mussten.

Die Pandemie und der plötzliche Wintereinbruch haben auch beim MSC Winnenden für lange Gesichter gesorgt. Ursprünglich hatten sechs Teams des ADAC-Ortsclubs bei der 33. KW-Ostalb-Rallye genannt, doch zwei Fahrer mussten coronabedingt absagen. Mit den rutschigen Verhältnissen ist Guido Hudelmaier (Kaisersbach) am besten klargekommen und hat den Klassensieg geholt.

Gemeinden müssen Strecke streuen

Nach fast frühsommerlichen Temperaturen vor zehn Tagen kehrte in der vergangenen

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