Handball im Rems-Murr-Kreis

Kampf um Platz eins in der 2. Bundesliga: VfL Waiblingen gegen FA Göppingen

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Die besonders in der Abwehr sehr starke Kreisläuferin Vivien Jäger (vorne gegen von links Lara Eckhardt, Sina Michels, Rebecca Engelhardt von der TG Nürtingen) kehrt ins Zweitliga-Team des VfL Waiblingen zurück. © Ralph Steinemann

Es ist die erste große Herausforderung für die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen im Jahr 2022. Am Freitag, 21. Januar, geht’s in der heimischen Rundsporthalle um die Tabellenspitze. Zu Gast ist Erstliga-Absteiger FA Göppingen. Einen Kantersieg des VfL wie im ersten Saisonspiel (33:21) erwartet niemand. Der Gegner ist gut drauf – und will Wiedergutmachung.

VfL Waiblingen (2. Platz, 25:3 Punkte) – FA Göppingen (1. Platz, 26:4 Punkte; Freitag, 21. Januar, 20.30 Uhr). Es ist noch gar nicht lange her, dass die Waiblingerinnen fast spielerisch von Sieg zu Sieg eilten. Der Auftakterfolg in Göppingen hatte der Mannschaft Flügel verliehen, monatelang stand sie auf Platz eins. Doch trotz nach wie vor nur drei Minuspunkten ist die Leichtigkeit mittlerweile ein wenig verloren gegangen. Der VfL muss wesentlich mehr kämpfen, um Spiele an sich zu reißen. Das bestätigt auch Trainer Thomas Zeitz.

VfL-Trainer Thomas Zeitz: Wenn man aufsteigen kann, wird der Druck höher

Für ihn ist das aber eine ganz normale Entwicklung in einer langen Saison „und beunruhigt mich in keinster Weise“. Schließlich seien die Spielerinnen noch nie in der Situation gewesen, den Kampf um die Meisterschaft mitzubestimmen.  Das Wissen, aufsteigen zu können, setze das Team unter Druck. Zumal es mit dem HSV Solingen-Gräfrath und eben Göppingen Konkurrenten gebe, die nun ähnlich souverän aufträten wie Waiblingen zu Saisonbeginn.

Zuletzt musste sich das VfL-Team mächtig strecken, um sich beim punktlosen TV Aldekerk durchzusetzen. Zwar hatte Zeitz angesichts der undankbaren Aufgabe eine schwierige Partie erwartet. Nicht aber, dass seine Mannschaft einem Rückstand hinterherrennen müsste. „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen und lagen 0:3 hinten.“ Der Plan, früh für klare Verhältnisse zu sorgen, sei somit gescheitert. Am Ende war Zeitz einfach froh über den 33:31-Sieg.

Thomas Zeitz: "FA Göppingen hat den besten Kader in der 2. Bundesliga" 

Nun sei das Heimspiel gegen Göppingen, ein Erfolg vorausgesetzt, die Chance, sich Selbstbewusstsein und Leichtigkeit zurückzuholen. Der VfL-Trainer ist davon überzeugt, dass die Gäste, die den Wiederaufstieg schaffen wollen, mehr unter Druck stehen. „Wenn sie verlieren, haben sie schon drei Minuspunkte mehr als wir. Außerdem müsste Göppingen ja mit 13 Toren gewinnen, um sich im direkten Vergleich durchzusetzen.“

Trotzdem: Die Partie werde eng. Denn anders als beim Saisonauftakt sei das FA-Team nun eingespielt. Für Thomas Zeitz verfügt Göppingen über den besten Kader in der 2. Bundesliga.

Ex-Waiblingerin Louisa De Bellis nun für FA Göppingen am Kreis

Drei Spielerinnen hebt der Waiblinger Coach heraus: die Rückraum-Asse Janne-Lotta Woch und Klara Schlegel sowie Kreisläuferin Louisa De Bellis. Sie war im vergangenen Jahr noch für den VfL Waiblingen am Ball. Frisch Auf, so Zeitz, werde „mit dem Messer zwischen den Zähnen“ antreten, um die 21:33-Vorrundenschlappe vergessen zu machen.

Eminent wichtig sei es für Waiblingen deshalb, von Anfang an dagegenzuhalten. Startet der VfL zum Rückrundenauftakt stark ins Spitzenspiel, könnte der Göppinger Angriffswirbel in der Tat zum Erliegen kommen. Zeitz glaubt an seine Mannschaft: „Ich bin zuversichtlich, dass wir wieder den Sieg holen.“

Zum Glück für Waiblingen wird die in der Abwehr unersetzliche Vivien Jäger ins Team zurückkehren. Sie hatte gegen Aldekerk wegen eines Magen-Darm-Infekts gefehlt – und prompt gab’s Probleme. Angeschlagen ins Topspiel gegen Göppingen geht Alina Ridder. Sie hat Knieprobleme.

Es ist die erste große Herausforderung für die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen im Jahr 2022. Am Freitag, 21. Januar, geht’s in der heimischen Rundsporthalle um die Tabellenspitze. Zu Gast ist Erstliga-Absteiger FA Göppingen. Einen Kantersieg des VfL wie im ersten Saisonspiel (33:21) erwartet niemand. Der Gegner ist gut drauf – und will Wiedergutmachung.

VfL Waiblingen (2. Platz, 25:3 Punkte) – FA Göppingen (1. Platz, 26:4 Punkte; Freitag, 21. Januar, 20.30

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