Rems-Murr-Sport

Kein Happy End für Kenzel und Klein

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Alina Kenzel hat ihr Ziel in Doha nicht erreicht. © Gisbert Niederführ
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Noch mittendrin, am Ende aber fiel Hanna Klein im 5000-Meter-Rennen in Doha weit zurück.

Doha. Kugelstoßerin Alina Kenzel (VfL Waiblingen) und 5000-Meter-Läuferin Hanna Klein (SG Schorndorf) haben es bei der Leichtathletik-WM in Doha nicht ins Finale geschafft. Es war jedoch bereits im Vorfeld klar gewesen, dass es für beide sehr schwer werden würde. Besondere klimatische Bedingungen und eine sehr lange Saison, wie es sie in der Leichtathletik noch nie gab, waren außergewöhnliche Voraussetzungen, die allerdings alle Athleten betraf. Der deutsche Rekord von Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause macht aber deutlich, was möglich ist.

Kenzel Opfer der Klimaanlagen

Für Alina Kenzel (VfL Waiblingen) kam das Aus nach der Qualifikation. Mit 18,52 Metern hatte Vize-Europameisterin Christina Schwanitz (LV Erzgebirge) die Quali geschafft. Kenzel stieß 17,46 Meter und landet damit auf Rang 20. "Natürlich bin ich über meine Weite sehr enttäuscht,“ sagte die Remshaldenerin. Sie hatte sich in der Nacht zum Wettkampf eine Erkältung zugezogen, was bei den dauernden Wechseln in verschiedene Klimazonen hier in Doha als Gefahr permanent über dieser WM schwebt. Am Vormittag wurden in der Stadt 46 Grad gemessen, im Stadion selber herrschen aber immer 25 Grad und beste Bedingungen. „Ob es an der Erkältung lag, weiß ich nicht“, sagte Kenzel nach ihrer ersten WM, „ich habe aber eine Chance verpasst.“ Trainer Peter Salzer hatte schon vor der WM zu bedenken gegeben, dass sein Schützling seit der Hallen-Saison bereits sehr viele Höhepunkte anzugehen hatte, und dass die Saison jetzt einfach auch zu lang war. „Ich schaue, dass ich nach meinem Junioren-EM-Titel in Gävle und der WM-Teilnahme Positives für das Olympiajahr 2020 mitnehme.“   

Klein mit schweren Beinen und Teamgeist

Hanna Klein (SG Schorndorf) hatte es im 5000-Meter-Vorlauf gleich mit der Weltjahresbesten und Titelverteidigerin Hellen Obiri (Kenia, 14:52,13 min) zu tun. Nach 3000 Metern verlor Klein den Anschluss und wurde am Ende Elfte mit 15:28,64 Min. Das reichte nicht für den Einzug in den Endlauf, den sie 2017 in London über1500 Meter geschafft hatte. „Das Rennen fiel mir nach der Tempoverschärfung schwer. Ich wollte mitziehen, mein Körper war einfach platt“, beschrieb  Klein ihre Rennen. “Hanna hatte leider schon früh schwere Beine“, ergänzet Trainerin Isabell Baumann. „Sie ist aber couragiert zu Ende gelaufen.“.Für einen Finaleinzug hätte sie ihre Bestleistung steigern müssen. „Jetzt freue ich mich, bis zum Ende der Woche die Mannschaft anfeuert zu können." Vielleicht schafft ja Konstanze Klosterhalfen, die erste deutsche Läuferin seit 2001 in einem WM-Finale, einen Coup mit einer Medaille. Doha ist für Hana Klein die Klammer der Saison gewesen: Start bei der Diamond League im Mai, Finale im Oktober bei der WM.