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Keine Panik beim FSV Weiler zum Stein

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Der Saisonstart war optimal. Florian Ziech traf viermal beim 7:1 gegen Allmersbach II. So aber ging’s nicht weiter beim FSV Weiler zum Stein. © Tobias Sellmaier / FSV Weiler zu

Einen Trainer wie Andreas Schwintjes hat nicht jeder Verein. Der 29-Jährige war im Kader der Jugendnationalmannschaft, Deutscher Vizemeister der B-Jugend, später Oberligaspieler. Dennoch läuft es nicht gerade optimal beim FSV Weiler zum Stein in der Fußball-Kreisliga A II. Das bringt dort aber niemanden aus der Ruhe.

„Das Offensivspiel hat sich weiterentwickelt“, sagt Abteilungsleiter Andreas Rosanelli. In der Defensive aber leiste sich die Mannschaft zu viele Fehler. „Wir haben zwar 70 bis 80 Prozent Ballbesitz“, individuelle Fehler aber führten regelmäßig zu Gegentoren. Unter einem neuen Trainer müsse sich zudem immer erst einiges einspielen. Solange keine Abstiegsgefahr drohe, sei all das nicht tragisch.

Saisonziel: Platz eins bis vier

Dabei hatte der FSV das Saisonziel Platz eins bis vier ausgegeben. Ein Fehler, wie Trainer Andreas Schwintjes jetzt zugeben muss. Schwintjes, zuletzt beim Verbandsligisten VfB Neckarrems am Ball, war noch von seinem Vorgänger Michael Rosanelli als Trainer engagiert worden. Es ist seine erste Trainerstelle. „Neuland für mich.“ Und eine ganz andere Belastung. „Man ist tagtäglich mit dem Thema befasst, steht ständig unter Strom.“

Dass er in der Kreisliga A andere Bedingungen vorfindet als in den Vereinen, für die er in den zurückliegenden Jahren aktiv war, sei ihm klar gewesen. Geringere Qualität, weniger Leistungsdenken, kein Problem für ihn. Auch mit ihm als Trainer – und Denis Musik als Co-Trainer – „werden in Weiler weiter kleine Brötchen gebacken“. Es gehe erst einmal darum, Spieler und Mannschaft weiterzuentwickeln. „Da sind wir grundsätzlich auf einem guten Weg.“

Anfangs oft gut gespielt, sich aber auch zu viele Fehler geleistet

In der Tabelle allerdings zeigt sich das noch nicht. Es begann gut: 7:1 gegen den SV Allmersbach II. Auch danach habe seine Mannschaft meist gut gespielt, aber zu oft verloren. Das Problem: Schwintjes möchte viel Ballbesitz und das möglichst auch in der gegnerischen Hälfte. Ein Fehler hier jedoch wirkt sich fatal aus, wenn die Rückwärtsbewegung nicht stimmt. Und wenn dann noch wichtige Spieler wie Markus Brenienek, Ioannis Fotiadis oder Fabian Seiler in der Innenverteidigung fehlen ...

Nur ein Punkt aus den letzten fünf Partien

Die schlechten Ergebnisse stärkten nicht gerade das Selbstvertrauen des Teams, die Leistungen wurden schlechter. Und in den letzten fünf Spielen gelang gerade mal ein Punkt.

Nun aber kommen die verletzten Spieler zurück. Der Start in die Rückrunde ist wie ein Neustart. Das Ziel für die Rückrunde? Schwintjes will das – diesmal – nicht in einer Platzierung angeben. Ein bisschen weiter nach oben aber soll’s schon noch gehen. „Die Mannschaft hat das Potenzial dazu“, sagt Schwintjes. Und der Start wird ihr leicht gemacht. Am 19. Februar geht’s zum Tabellenletzten SV Allmersbach II.

FSV Weiler zum Stein und Trainer Schwintjes

  • Der FSV Weiler zum Stein beendete die zurückliegende Saison auf Rang fünf. Spielertrainer war damals Michael Rosanelli, der mittlerweile in Darmstadt lebt.
  • Aktuell liegt der FSV nur auf Rang sieben. Während er auf eigenem Platz 16 Punkte sammelte, holte er auswärts lediglich drei Zähler.
  • Andreas Schwintjes (29) stammt aus Weiler zum Stein und wohnt auch dort. Erfolgreich als Fußballer war er bei anderen Vereinen. Er war mit dem VfB Stuttgart Deutscher B-Jugend-Vizemeister 2003, kickte für die Stuttgarter Kickers und TSG Hoffenheim in der A-Junioren-Bundesliga, für den SGV Freiberg in der Oberliga und den VfB Neckarrems in der Verbandsliga.
  • Als Jugendlicher gehörte er zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaften U 15, U 16 und U 18. Zu einem Einsatz aber kam es nicht.
  • Beim Bundesligisten Hamburger SV war er 2008 zum Probetraining.