Rems-Murr-Sport

Kicker suchen ihren König

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Fangen oder doch nicht? Wenn der Kasa-Buba-König gesucht wird, muss beim Kommando Fangen geköpft werden, beim Kommando Kopfball gefangen. Die Trainer Lukas Tauschek (links) und Albrecht Rathfelder beobachten, ob alles richtig gemacht wird. © Steinemann

Winterbach.
Immer wieder was Neues. Die neunte Auflage des Superkicker-Fußballcamps von Zeitungsverlag und Kreissparkasse Waiblingen muss auf den Kunstrasenplatz des Winterbacher Sportgeländes verzichten. Der wird erneuert. Kein Problem für die 75 Teilnehmer, die als Erstes ihren König ermitteln.

Video: Start zum 9. Superkicker-Fußballcamp in Winterbach.

Innerhalb jeder der fünf Gruppen wirft der Trainer den im Kreis um ihn aufgereihten Spielern den Ball mit dem Kommando Fangen oder Kopfball zu. Das Besondere daran: Der Spieler muss genau das Gegenteil tun. Beim Kommando Fangen also zurückköpfen. Wer’s falsch macht, muss sich setzen. Am Ende steht nur noch der König, der Kasa-Buba-König.

Der Schwierigkeitsgrad wird danach erhöht. „Die Eins steht jetzt für Kopfball“, gibt Cheftrainer Detlef Olaidotter vor. Und damit für die Antwort Fangen. Fußball bedeutet eben mehr, als nur gegen einen Ball zu treten; manchmal ist auch nötig, um die Ecke zu denken.

Ähnliche Spiele kennen die meisten Teilnehmer bereits, denn fast alle sind nicht zum ersten Mal Gast im Superkicker-Camp. Als Olaidotter die 72 Jungen und drei Mädchen fragt: „Was machen die Bundesligamannschaften vor der Saison?“ und als Antwort „ein gemeinsames Foto“ erwartet, ruft prompt einer: „Liegestützen.“ Die Kinder kennen eben ihren „Olai“.

Vom Teilnehmer des Camps zum Trainer

Besonders gut kennen ihn Gabriel Greiner und Lukas Tauschek. Beide sind von Anfang an dabei. Zunächst als Spieler, später als Trainer. Während Greiner bei allen Camps im Einsatz war, fehlte Tauschek im Vorjahr. Sein duales Studium der Wirtschaftsinformatik ließ das nicht zu. Diesmal aber hat sich der 22-Jährige die Zeit freigeräumt.

Sie sind nicht die Einzigen, die als Beweis für den Erfolg des Camps stehen, dem es nicht nur um die Vermittlung von fußballerischen Fertigkeiten geht, sondern auch darum, den Kindern den Wert von sozialem Verhalten und den Einsatz für die anderen näherzubringen. Jonas Teufel ist bereits zum dritten Mal als Trainer mit dabei (und zuvor als Campschüler), die 15-jährigen Luis Riess aus Miedelsbach und Niklas Schurr aus Endersbach („Ich war fünfmal Campteilnehmer“) treten jetzt in deren Fußstapfen.

Nachdem der Kasa-Buba-König mehrfach feststeht, trennen sich die Gruppen. Ein Teil bleibt auf dem Rasenplatz, einer zieht sich in eine der beiden Hallen zurück. Der Kunstrasenplatz bleibt diversen Baggern und Raupen überlassen. Schon als Verheißung fürs zehnte Camp im Jahr 2017; dann auf einem neuen, wunderbaren Kunstrasenfeld.

9. Superkicker-Camp

Zum neunten Mal findet das Camp für Mädchen und Jungen von acht bis 18 Jahren nun in Winterbach statt. Trainiert wird jeweils von 9 bis 17 Uhr. Am Mittwoch ist fußballfrei. Der Ausflug führt diesmal in den Schwabenpark.

Cheftrainer Detlef Olaidotter hat weitere neun Trainer mit dabei: Andi Killisch, Albrecht Rathfelder, Marcus Pascual, Gabriel Greiner, Lukas Teufel waren schon oft im Team. B-Lizenz-Trainer Ronald Kenn zählt zum ersten Mal dazu, genauso Luis Riess und Niklas Schurr, die im Vorjahr noch Campschüler waren. Torwarttrainer Philipp Bürkle schaut zweimal in dieser Woche vorbei. Für die Organisation Dinge ist diesmal Renate Greiner zuständig.

Diesmal – im Jahre der Europameisterschaft – gibt’s für alle Teilnehmer wieder ein Nationaltrikot.