Rems-Murr-Sport

Klein und Fehr träumen von Olympia

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Dehnen für Rio: Hanna Klein und Marcel Fehr, Spitzenläufer der SG Schorndorf. © Ramona Adolf

Jahrelang waren die deutschen Olympianormen wesentlich anspruchsvoller als jene des Internationalen Leichtathletik-Verbandes. Zuletzt, besonders nach weltweiten Dopingskandalen, wurde die Kritik daran immer lauter. Jetzt hat der DLV die Normen endlich angeglichen. Deshalb dürfen nun auch Hanna Klein und Marcel Fehr von der SG Schorndorf von Olympia träumen.

Richtig verstanden hatte den Deutschen Leichtathletik-Verband nie jemand. Lieber schickte er gar keinen Sportler zu den Spielen, als einen ohne Chancen, unter den besten acht zu landen. Vor allem was den Laufbereich angeht, liegt darin ein Denkfehler. Denn bei Titelkämpfen kommt es sehr oft zu taktischen und daher nicht übermäßig schnellen Rennen. Das heißt, jemand mit einer auf dem Papier schwächeren Bestzeit hat durchaus die Möglichkeit, vorne mit einzugreifen.

Mit seinen Fantasie-Normen, die sich an verdächtig schnellen Zeiten sowie übergroßen Weiten und Höhen orientierten, zerstörte der DLV zahlreichen Sportlern den Traum von Olympia. Glück dagegen haben jetzt Läufer Marcel Fehr sowie seine Freundin und Vereinskollegin Hanna Klein. Gemeinsam mit ihrem Trainer Uwe Schneider können sie unverhofft mit einer Teilnahme an den Spielen im August in Rio de Janeiro liebäugeln. Um mit dabei zu sein, müssen die Läufer jedoch nicht nur die neuen Qualifikationszeiten knacken, sondern es auch unter die drei besten Deutschen schaffen, die die Norm erfüllen.

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