Handball im Rems-Murr-Kreis

Knapp, knapper, Pokalaus für den VfL

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Rabea Pollakowsi ließ die Abwehr des Thüringer HC im DHB-Pokalviertelfinale oft wehrlos zurück. © Ralph Steinemann Pressefoto

Zur Halbzeitpause passiert das, was die Zuschauer wohl beim Betreten der Rundsporthalle nicht erwartet hatten. Die Frauen des VfL Waiblingen gehen mit einer 11:10-Führung in die Kabine. Zu Gast im DHB-Pokalviertelfinale ist der Thüringer HC, erste Handball-Bundesliga, Platz vier. Die Kräfteverhältnisse stehen vor Anpfiff scheinbar fest, Zweitligist Waiblingen geht als Underdog in die Partie. Und lässt sich nicht einschüchtern vom Klassenunterschied. Von Beginn an stehen sie dem THC selbstbewusst gegenüber, halten hinten dicht und machen ihre Punkte vor allem durch schnelle Tempogegenstöße. Auch wenn die Waiblingerinnen für ihre Tore hin und wieder etwas mehr kämpfen müssen, ist es Arbeit, die in den ersten 30 Minuten bis zur Pause keiner scheut. Rabea Pollakowski und Sinah Hagen überzeugen durch blitzschnelle Läufe. Und die Waiblingerinnen ziehen davon. Tor um Tor. In der zwölften Minute gleichen die Gäste aus, das soll aber der letzte Gleichstand sein bis zur 32. Minute, in der Kerstin Kündig einen Siebenmeter zum 11:11 nutzt.

Und ab da kippt die Partie. In der 36. Minute geht der THC zum ersten Mal in Führung (14:13), die Waiblingerinnen aber haben sich festgebissen und kämpfen - und verlieren zu keiner Zeit den Anschluss. Und dann sind es Chancen, die das Team von Trainer Thomas Zeitz nicht nutzt, aber so unbedingt bräuchte. Ein Lattentreffer, einer am Pfosten, Probleme am Kreis. Torhüterin Celina Meißner verhindert dafür einige Treffer der Gegnerinnen und sorgt mit einem weiten Schuss ins leere Tor der Thüringerinnen für den 22:22-Ausgleich.

Unentschieden bis zum Schlusspfiff

Ein Spiel, das mit jeder ablaufenden Minute spannender zu werden schien. Es steht 26:26, als die letzten Sekunden laufen. Der THC ist am Zug. Der letzte Angriff. Der Pfiff des Schiedsrichters, das Schlusssignal - und die Entscheidung für einen Siebenmeter. Es ist Kerstin Kündig, die diesen Siegtreffer zum 27:26 macht.

Ein stolzer Trainer

„Es ist einfacher, mit drei, vier, fünf Punkten zu verlieren“, sagt Thomas Zeitz im Anschluss an die Partie. Der Trainer des VfL Waiblingen aber ist nicht unzufrieden mit der Leistung seines Teams: „Sie haben das super toll gemacht. Es ist blöd gelaufen, dass uns am Ende die Zeit davonrennt. Ich bin aber sehr stolz.“ Die Mannschaft habe gezeigt, dass sie auf dem richtigen Weg sei.

Glück auf Seiten der Gäste

Da pflichtet ihm auch der THC-Trainer Herbert Müller bei: „Ich hätte euch den Sieg absolut gegönnt. Ihr wart dynamischer“, so Müller zu Zeitz. „Das Spiel hätte heute durchaus auch andersherum entschieden werden können. Das Glück war auf unserer Seite.“

Motivation für die Saison

Zeitz riet seinen Spielerinnen im Voraus dazu, das Ganze mit Spaß anzugehen, jede Minute zu genießen, locker und befreit aufzuspielen. Und das habe er absolut gesehen. Für die Waiblingerinnen soll dieses Spiel trotz Niederlage Motivation geben. „Wir haben gezeigt, dass wir es mit dem THC aufnehmen können. Dann können wir es auch mit Mannschaften aus unserer Liga aufnehmen“, so Zeitz. Die Partie habe gezeigt, auf welchem Niveau sich der VfL bewege und durchaus mithalten kann.

Während Müller bei seiner Mannschaft an diesem Tag die Basics vermisste, sagt dem VfL Waiblingen ebenso eine rosige Zukunft voraus: „Wenn sie mit dieser Einstellung in der Liga auftreten, sind sie für mich klare Aufstiegsfavoriten.“

Zur Halbzeitpause passiert das, was die Zuschauer wohl beim Betreten der Rundsporthalle nicht erwartet hatten. Die Frauen des VfL Waiblingen gehen mit einer 11:10-Führung in die Kabine. Zu Gast im DHB-Pokalviertelfinale ist der Thüringer HC, erste Handball-Bundesliga, Platz vier. Die Kräfteverhältnisse stehen vor Anpfiff scheinbar fest, Zweitligist Waiblingen geht als Underdog in die Partie. Und lässt sich nicht einschüchtern vom Klassenunterschied. Von Beginn an stehen sie dem THC

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