Rems-Murr-Sport

Kontrastprogramm zum Italien-Langweiler

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Und hoch das Bein: Fabian Keinath, TSV Rudersberg, streichelt mit der Innenseite den Ball. Maurice Runck, SV Hegnach II, schaut staunend zu. © Steinemann / ZVW

Mit 4:1 hat die deutsche Nationalmannschaft die Italiener abgewatscht. Alle schwärmen, dabei war’s wegen der unglaublich schlechten Italiener eher ein Langweiler. Das droht dem Fußball-Wochenende im Bezirk Rems-Murr ganz sicher nicht. Hier stehen einige hochinteressante Begegnungen auf dem Plan.

Bezirksliga. Vor dem 20. Spieltag kämpfen noch immer vier (rechnet man den VfR Murrhardt hinzu sogar fünf) Mannschaften um die Meisterschaft, zwei (TSV Nellmersbach und SC Korb) haben weder nach oben Chancen noch nach unten Sorgen, der Rest darf das Tabellenende zumindest nicht aus den Augen verlieren. So geht es für fast alle Teams an jedem Spieltag um viel. Für TSV Schwaikheim und SV Kaisersbach (siehe oben) um die beste Ausgangsposition im Titelrennen, für Spitzenreiter SV Remshalden darum, beim TSV Sulzbach-Laufen den Vorsprung zu verteidigen. Seit 14 Spielen ist die Mannschaft von Matthias Veigele unbesiegt, hat sich in dieser Zeit auch nur vier Unentschieden geleistet. Auf diese Konstanz kann der TSV Schornbach nicht verweisen, in Allmersbach ist er dennoch Favorit und darf sich im engen Kampf um die Spitzenplätze auch nichts erlauben. Für die Allmersbacher gilt das im Abstiegskampf jedoch genauso, wobei die punktgleichen Unterweissacher in Korb ebenfalls nur Außenseiterchancen haben. Der VfL Winterbach allerdings, mit dem Schwung vom Erfolg in Oberrot im Rücken, könnte sich mit einem Sieg gegen den SV Fellbach II weiter aus dem am stärksten bedrohten Kreis absetzen. Der TSV Nellmersbach darf diesmal zu Hause spielen und ist deshalb gegen die SG Schorndorf auch Favorit, wie auch der VfR Murrhardt gegen ASGI Schorndorf. Wobei das Schlusslicht in der Rückrunde schon doppelt so viele Punkte geholt hat wie in der gesamten Vorrunde. In Zahlen klingt das jedoch weitaus weniger furchteinflößend: vier gegenüber zweien im Jahr 2015.

Kreisliga A. In der Staffel I setzt sich der SV Breuningsweiler immer weiter ab. Diesmal wird die SG Weinstadt beim Gastspiel in Breuningsweiler froh sein, einigermaßen gut davonzukommen. Hinter dem souveränen Spitzenreiter aber tut sich etwas. Der FSV Waiblingen verlor am Donnerstagabend sensationell mit 1:2 gegen den SV Hertmannsweiler und muss seine Hoffnungen auf den Relegationsplatz doch ziemlich zurückschrauben. Jetzt hat der TB Beinstein die Chance, seinen Vorsprung auszubauen. Allerdings muss er zum SC Urbach. Der hat zwar selbst kaum noch Chancen auf Platz zwei, spielt aber eine starke Runde und hat auch dem SV Breuningsweiler ein Unentschieden abgerungen. Die Beinsteiner sollten sich keine weitere Niederlage (wie zuletzt in Birkmannsweiler) leisten Wir schauen mit der Kamera vorbei. Ausschnitte auf zvw.de/sportvideos

Verliert Beinstein, hätte der FSV Waiblingen noch mal Glück gehabt und auch der TV Stetten käme – nach der peinlichen Niederlage gegen Weinstadt – wieder näher heran. Die Pleite muss er bei Iraklis Waiblingen ausbügeln. Beinstein-Bezwinger VfR Birkmannsweiler hat es diesmal leicht: Zu Gast ist Schlusslicht SV Hegnach. Allerdings ist das womöglich jetzt der unangenehmste Gegner. Dass aus der Liga drei Teams direkt absteigen, hat viele Vereine – erst jetzt – aufgeschreckt. Der Bezirk hat reagiert, und die Abstiegssituation (in der Staffel II sind es sogar vier Direktabsteiger) noch einmal verdeutlicht. In höchster Gefahr sind außer Hegnach noch SV Hertmannsweiler, SG Weinstadt, Iraklis Waiblingen und auch der TV Weiler rückt dieser Zone immer näher. Er braucht gegen den TSV Schmiden einen Sieg. Das ist durchaus möglich, der TSV Haubersbronn hat’s vorgemacht, weshalb er sich nun im Duell mit dem Tabellennachbarn SSV Steinach-Reichenbach auch deutlich weniger Sorgen machen muss.

In der A II ist die Abstiegssituation – bei vier Direktabsteigern – noch prekärer. Der TSV Oberbrüden ist so gut wie abgestiegen, der TSV Althütte dagegen drauf und dran, sich in sichere Gefilde abzusetzen. Vor allem, wenn ihm nun noch ein Sieg gegen den FV Sulzbach/Murr gelingt. Dann bekäme selbst der TSV Schwaikheim II auf Platz zehn wieder Probleme, es sei denn, auch er gewinnt: gegen den TSV Lippoldsweiler. An der Spitze hat die TSG Backnang II zuletzt zwar ein paar Federn lassen müssen, ist dennoch weiter ungefährdet; auch am Sonntag bei der SK Fichtenberg. Für den SV Hegnach II dagegen wird es hart werden. Platz zwei ist zwar nicht gefährdet, bei einer Niederlage beim FSV Weiler zum Stein jedoch schmölze der Vorsprung auf möglicherweise einen Punkt zusammen. Dann nämlich, wenn der TSV Rudersberg den TSV Oberbrüden schlägt; wovon auszugehen ist.

Kreisliga B. Spitzenspiel in der B I: Der Tabellenzweite TSV Leutenbach erwartet Spitzenreiter SV Plüderhausen. Wichtiger allerdings als für den SVP, der sich eine Niederlage locker leisten kann, ist das Spiel für die Gastgeber. Bei einer Niederlage könnten gleich drei Verfolger (allesamt mit guten Siegchancen) bis auf einen Punkt an der Zweitplatzierten herankommen. Für Spannung also ist gesorgt, wir schauen mit der Kamera vorbei. Ausschnitte auf zvw.de/sportvideos

Nur Sechster ist der SV Kaisersbach II in der B II, hat aber noch Chancen auf Platz zwei. Allerdings behält er die nur, wenn er nun bei der Spvgg Kleinaspach gewinnt, die zwei Plätze vor ihm liegt. Dort hat vor kurzem auch Tabellenführer Spvgg Unterrot verloren. In der B III schmilzt der Vorsprung von Spitzenreiter SV Winnenden nach den drastischen Veränderungen im Kader zusammen. Verliert die SVW in Korb, wäre der TSV Nellmersbach II bei einem Sieg gegen die SG Schorndorf II schon punktgleich.

In der B IV hat der VfR Birkmannsweiler II durch seinen Sieg im Mittwochspiel Platz eins übernommen und wird den auch gegen Schlusslicht Spvgg Rommelshausen II verteidigen.