Rems-Murr-Sport

Kreis-Athleten im Pech und nervös

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Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften
Von ihrer Bestweite war Alina Kenzel in Kassel zwar ein gutes Stück entfernt, unzufrieden indes war sie nicht. © Görlitz
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HannaKlein
Hanna Klein hatte Pech in Kassel. © Privat

(pm).  Nicht wie erhofft sind die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Kassel für die Rems-Murr-Athleten gelaufen: Für Alina Kenzel (VfL Waiblingen) im Kugelstoßen und Hanna Klein (SG Schorndorf) sprang jeweils der siebte Platz heraus. Marcel Fehr (SG Schorndorf) musste krankheitsbedingt auf einen Start verzichten.

Für die 116. deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Kassel hatten sich einige Schorndorfer Athleten aussichtsreich qualifiziert. Hanna Klein, die bei den Frauen die Norm sowohl über 800 als auch über 1500 Meter vorwies, hatte sich für die 1500 Meter entschieden. Mit ihrer persönlichen Bestzeit aus Belgien (4:09,74 Minuten) lag sie an Nummer vier der deutschen Rangliste. Der Vorlauf am Samstag war für Klein reine Formsache, sie qualifizierte sich als Zweitschnellste der Vorläufe in 4:19,67 Minuten souverän für das Finale der besten zwölf Läuferinnen.

Am Finaltag am Sonntag sah es bis 300 Meter vor Schluss für Klein auch weiter sehr gut aus. Gerade als sich das Feld für den Schlussspurt formierte, trat eine Läuferin Klein, die zu diesem Zeitpunkt an zweiter Stelle lag, so in die Hacken, dass sie fast gestürzt wäre. Nachdem Klein sich berappelt hatte, war der Rhythmus weg und sie fand sich auf Platz fünf wieder.

120 Meter vor dem Ziel war die Medaille endgültig weg und Klein lief enttäuscht als Siebte über die Ziellinie, nachdem sie im vergangenen Jahr noch die Silbermedaille gewonnen hatte. Die 4:17,22 Minuten hatten nur noch statistischen Wert.

Noch schlimmer erging es Kleins Mannschaftskameraden Marcel Fehr. Er war topfit nach Kassel angereist und freute sich auf das Finale über 5000 Meter der Männer am Sonntag. Das Wetter versprach für die Langstreckler ebenfalls ideal zu werden. Dann, wie aus heiterem Himmel, klagte Fehr am Samstagabend über einen Magen-Darm-Infekt. Auch am Sonntagvormittag waren die Symptome nicht weg. Völlig blass und geschwächt musste Fehr schweren Herzens auf einen Start verzichten. Das hatten sich er und sein Trainer definitiv anders vorgestellt.

Die 3x1000-Meter-Staffel der männlichen Jugend U 20, die sich ebenfalls für die DM qualifiziert hatte, musste mit Nicolai Christ verletzungsbedingt auf ihren besten Läufer verzichten. So versuchten Felix von Mallinckrodt, Noah Weinmann und Lukas Weber, das Beste aus der Situation zu machen. Doch vom Start weg fand sich das Team der SG Schorndorf am Ende des Feldes und die drei Jungs blieben an diesem Tag alle unter ihren Möglichkeiten. Mit 8:11,39 Minuten blieb nur der enttäuschende letzte Platz im Finale.

Die U-20-WM in Bydgoszcz (Polen) im Auge, trat die Waiblinger Kugelstoßerin Alina Kenzel (Jahrgang 1997) bei den deutschen Meisterschaften der Aktiven an. Es war eine tolle Erfahrung für die U-20-Athletin, vor einer Kulisse von fast 15 000 Zuschauern im Kreise der „Großen“ Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) und Lena Urbaniak (LG Filstal) mitmischen zu dürfen.

Entsprechend nervös zeigte sich Kenzel dann auch, mit einer eher durchwachsenen Serie und der Tagesbestweite von 16,13 Metern belegte sie den siebten Platz. Dennoch nicht unzufrieden, blickt Alina Kenzel erwartungsvoll auf das nächste, alles entscheidende Wochenende. Nach der Junioren-Gala in Mannheim, dem dritten und letzten Nominierungs-Wettkampf, wird der Deutsche Leichtathletikverband bekanntgeben, wer mit zur Weltmeisterschaft nach Polen fährt.

Die Chancen stehen nicht schlecht für Alina Kenzel, zwei dieser Pflichtwettkämpfe hat sie mit der Saisonbestweite von 18,89 Metern für sich entscheiden.