Rems-Murr-Sport

Landesliga-Derby um Punkte gegen den Abstieg

78cd34d2-73a1-4fc3-918f-da3c146dbb26.jpg_0
Tim Fuchslocher (hier im Verbandspokalspiel gegen den SV Breuningsweiler) und der SV Allmersbach sind noch ohne Sieg. Am Sonntag ist der TSV Schwaikheim zu Gast. © Ralph Steinemann Pressefoto

Der Kampf gegen den Abstieg steht für die Rems-Murr-Vertreter in den überregionalen Ligen weiterhin im Mittelpunkt. In der Landesliga ganz besonders im Derby SV Allmersbach – TSV Schwaikheim. Drittligist SG Sonnenhof Großaspach spielt erst am Montag bei den Würzburger Kickers.

Verbandsliga Württemberg

Olympia Laupheim (5. Platz, 12 Punkte) – SV Breuningsweiler (13., 7 Punkte; Samstag, 15 Uhr). Nur knapp verloren haben die Breuningsweilermer gegen den TSV Essingen und können sich da in guter Gesellschaft fühlen. Im Verbandspokal ereilte Drittligist SG Sonnenhof dasselbe Schicksal. Beim 1:2 gegen die Essinger hätten die Breuningsweilermer allerdings durchaus höher verlieren können. Die Gäste waren klar überlegen und vergaben viele Chancen. Ein ähnliches Spiel muss der Aufsteiger auch in Laupheim befürchten.

Landesliga

SV Allmersbach (16. Platz, 2 Punkte) – TSV Schwaikheim (14., 8 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Sieben Spiele, kein Sieg – die Saison läuft nicht eben erfolgreich für Aufsteiger Allmersbach. Auch wenn das SVA-Ziel in erster Linie ist, die Spieler weiterzuentwickeln, ein paar Punkte mehr könnten’s schon sein. Auch fürs Selbstvertrauen der Spieler, das mit jeder Niederlage nicht gerade wächst. Beim 0:3 in Pfedelbach aber war Trainer Thomas Sommer gleich mit „vier, fünf Spielern“ nicht zufrieden. Da habe es doch an Konzentration und Siegeswillen gemangelt. Und das Glück ist den Allmersbachern weiterhin nicht hold. Da gelinge mal „ein toller Freistoß, und dann trifft der halt den Pfosten“. Gegen Schwaikheim gibt’s den nächsten Versuch zum ersten Sieg. „Da müssen wir uns auf jeden Fall besser präsentieren, jeder muss an sein Limit gehen.“ Da Hannes Theilacker, Simon Ferber und voraussichtlich auch Niklas Schommer wieder zur Verfügung stehen, vergrößert das zumindest Sommers personellen Spielraum. Aus dem Angebot müsse er nun die herausfiltern, die nicht unbedingt die spielerisch Besten sind, sich in der prekären Situation aber als mental stabil genug erweisen.

Für die Schwaikheimer geht es nicht um ganz so viel, sie haben bereits sechs Punkte mehr auf dem Konto; und stehen doch nur zwei Plätze besser. Das zeigt zweierlei: Zum einen liegen die Landesligateams wieder sehr eng zusammen (bis Platz zwei fehlen Schwaikheim nur fünf Punkte) und für den TSV war der Sieg gegen Heimerdingen extrem wichtig. Vor allem auch, weil – wie TSV-Trainer Aleksandar Kalic sagt – die Heimerdinger wesentlich besser seien als es ihr Tabellenplatz aussagt. „Das war ein gutes schnelles Landesligaspiel.“ Seine Mannschaft sei in der ersten Halbzeit (3:0) „vorne sehr effektiv gewesen“. Das Team entwickle sich weiter („deutlich verbessert“), müsse sich dennoch weiter steigern. In Allmersbach erwartet Kalic „einen schweren Kampf“. Allmersbach brauche den Befreiungsschlag. Falco Frank (Halswirbelproblemen wird wohl noch nicht spielen können, Heiko Bernert (Nasenbeinbruch) eventuell mit einer Maske.

TSG Öhringen (10., 9 Punkte) – SV Fellbach (6., 12 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Auf ihre Heimstärke können sich die Fellbacher – fast immer – verlassen. Auswärts sieht’s nicht ganz so gut aus. Ein Punkt aber könnte in Öhringen schon drinliegen. Die TSG hat nur zwei der vier Heimspiele gewonnen.

TSV Heimerdingen (15., 4 Punkte) – TSV Schornbach (11., 9 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Drei Niederlagen in Folge, nach dem Erfolg in Oeffingen ging’s bergab für die Schornbacher. Gegen Gaisbach fiel der entscheidende Treffer zum 1:2 zwar erst in den Schlussminuten, aber TSV-Spielertrainer Marius Jurczyk kritisiert – nicht zum ersten Mal: „45 Minuten guter Fußball reichen eben nicht.“ Gaisbach habe mehr investiert und letztlich verdient gewonnen. Seine Mannschaft habe das Ergebnis in Hälfte zwei nur noch verwaltet. Sie müsse zudem lernen, wenn’s mal nicht (mehr) läuft, mit einem Punkt zufrieden zu sein. Der Druck auf die Mannschaft ist nun noch größer geworden. Heimerdingen ist zwar Vorletzter, Jurczyk aber hat sie „vor der Saison ganz vorne gesehen“. Es gelte dort also zunächst, den Gegner niederzukämpfen. Erst dann sei Zeit für spielerische Elemente. Fehlen werden Fabian Schrehardt (gelb-rot-gesperrt), Fabian Burkhardt (beruflich verhindert) und womöglich auch Geo Mahlelis (Leistenprobleme).

TV Oeffingen (4., 13 Punkte) – Spfr Schw. Hall (3., 13 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Die Oeffinger halten sich – trotz kleiner Durststrecke – weiter in der Spitzengruppe. Im Verbandspokal gegen Regionalligist SSV Ulm gab’s vor 500 Zuschauern die erwartete Niederlage. Der Landesligist hielt sich aber recht gut beim 2:5 (0:1). Gästetrainer Holger Bachthaler bezeichnete dem TVOe als „engagierte und gut organisierte Mannschaft“. Die beiden Tore erzielten in der Schlussphase Burak Yalman (82.) und Michael Schick (90.). Womöglich gibt das einen Schub auch fürs Spiel gegen den Verbandsligaabsteiger.