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Landesliga? Warum nicht?

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Mittendurch. Timo Morawietz setzt sich im Spiel gegen Remshalden gegen Marc Wollmetshäuser (links) und Kai Mayerle durch. Der TSV Schornbach hat die Chance, den Tabellenführer zu überholen, muss dazu aber am Sonntag den TSV Schwaikheim schlagen. © ZVW

Fußball-Bezirksliga: Der TSV Schornbach muss aber erst einmal den TSV Schwaikheim schlagen

Das Topspiel der Fußball-Bezirksliga findet am Sonntag in Schornbach statt. Der TSV, aktuell Tabellendritter, empfängt den Zweiten, den TSV Schwaikheim. „Ein gefährlicher Gegner“, sagt Schornbach-Trainer Giuseppe Greco. Dennoch einer, den er schlagen will.

Die Schornbacher stehen zwar nur auf Platz drei, haben aber ein Spiel weniger ausgetragen als Spitzenreiter SV Remshalden und der erste Verfolger TSV Schwaikheim. Als „heimlicher Tabellenführer“ bezeichnet zu werden, akzeptiert Giuseppe Greco deshalb auch, erinnert allerdings daran, dass das ausstehende Spiel beim SV Kaisersbach (Vierter) stattfinden wird. Der hat zwei Begegnungen weniger auf dem Konto und kann ebenfalls alle vor ihm noch überholen.

Dass die Partie in Kaisersbach am vergangenen Wochenende ausfiel, ist Greco nicht recht gewesen. Zwar hat sein TSV das Jahres-Auftaktspiel gegen den VfR Murrhardt klar mit 4:0 gewonnen, doch hätte Greco gerne bestätigt gesehen, wie gut sein Team bereits in Fahrt ist. Beweisen muss es das nun gegen den TSV Schwaikheim.

„Wir gehen sicher nicht als Favorit ins Spiel“, sagt Greco und lobt die Leistung des Gegners, der sich nach schwachem Start wieder in den Kreis des Aufstiegskandidaten gekämpft hat. In der Vorrunde haben die Schwaikheimer auch gegen die Schornbacher mit 0:2 verloren. „Aber das war eine andere Zeit“, sagt Greco.

Der TSV Schwaikheim allerdings tut gut daran, die Zurückhaltung nicht allzu ernst zu nehmen. Greco weiß sehr gut, was seine Mannschaft zu leisten vermag. Vor zweieinhalb Jahren hat er sie übernommen und Schritt für Schritt weiterentwickelt. Vor dieser Saison wurde der Kader noch einmal deutlich verstärkt, der TSV ist ein Aufstiegskandidat.

Angesichts von Spielern, die zum Teil auf Regionalligaerfahrung zurückgreifen können, wird Grecos Team gerne als Legionärstruppe bezeichnet. Was den Trainer ziemlich ärgert. Die Spieler seien fast alle bereits in der Jugend beim TSV gewesen oder durch Freundschaften untereinander hierhergekommen. Auch jetzt im Winter. „Mit Torwart Carl Zimmermann habe ich beim FSV Waiblingen gespielt, Alexander Nita ist der Nachbar von Patrick Messner.“

Und auch ein Spieler wie Christopher Nachtwey, der schon in der Regionalliga aktiv war, sei nicht gekommen, um hier noch ein paar Euro abzugreifen. „Das sind keine Legionäre, die sind alle bodenständig“, sagt Greco. „Es geht ihnen um Spaß und den sportlichen Erfolg. Nachtwey ist 90 Minuten lang unser Taktgeber.“

Auch Greco selbst geht es um den Erfolg. Das zeigt sich beispielsweise in der Trainingsplanung. Gewinnt der TSV, wird zweimal trainiert, bei Unentschieden oder Niederlage dagegen dreimal.

Gegen Schwaikheim ist unsicher, ob er selbst spielen kann, auch Patrick Messner ist angeschlagen. Ahmet Eren ist nach seinem Kreuzbandriss noch im Lauftraining. Die Ausfälle allerdings kann Greco leicht kompensieren, eigens deshalb ist der Kader ja – und das nicht nur in der Masse – verbreitert worden. Greco: „Wir haben in den letzten zweieinhalb Jahren viel erreicht und brauchen uns nicht zu verstecken.“

Das Ziel heißt also Landesliga? Darauf antwortet Greco nicht vorbehaltlos mit Ja. Aber: „Wenn’s möglich ist, warum nicht?“

@ Ausschnitte auf zvw.de/sportvideos

INFO

Der TSV Schornbach stieg 2013 über die Relegation auf und belegte danach die Plätze zwölf und sieben in der Bezirksliga.
Im Team blicken Christopher Nachtwey (Eintracht Braunschweig) und Trainer Greco (Kickers) auf Regionalligaerfahrung zurück, Dominik Parham spielte schon in der Oberliga, Timo Morawietz und Winterzugang Torwart Carl Zimmerman Verbandsliga.
Bester Torschütze ist Parham (18 Treffer) vor Konstantinos Petridis (11).